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Transfergerüchte über Subban halten sich

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

BUFFALO – Er hätte nur sagen müssen: "Ich gebe P.K. Subban nicht her."

Hätte Montreal Canadiens General Manager Marc Bergevin das nach dem NHL GM Treffen im Hyatt Regency Buffalo am Donnerstag gemacht, hätte er die Gerüchte über einen möglichen spektakulären Transfer beim Draft 2016 beenden können.

Tat er aber nicht.

Stattdessen kam er in den Besprechungsraum, stand vor den Reportern und gab Standardfloskeln auf französisch und Englisch von sich.

"Ich höre mir keine Angebote an", sagte Bergevin. "Ich nehme Anrufe an. Wenn mich ein GM anruft, weiß ich nicht was er will. Also gehe ich ran und ja, ich habe Anrufe zu P.K. Bekommen. Aber ich ich biete P.K. Subban nicht an. Das kann ich ihnen sagen."

Hat Bergevin sich die Option offen gehalten? Vielleicht ein bisschen.

Ist es realistisch, dass die Canadiens Subban abgeben? Bergevin sagte nein und bei dem hohen Preis wahrscheinlich nicht.

Ist Bergevin gut damit umgegangen? Ja, in dem Sinn, dass er seinen Job als GM gemacht hat und man weiß nie, wann man ein Angebot bekommt, dass man nicht ablehnen kann. Nein insofern als Subban einer besten Verteidiger ist und zum Kern der Canadiens gehört und die Eishockeywelt, vor allem die Leidenschaftlichen Montrealfans, deshalb verrückt spielen. Es wäre vielleicht besser gewesen einen seiner besten Spieler entschieden zu unterstützen, besonders wenn er sich dauerhaft auf ihn stützen will.

Wenn es eine Zeit gibt Bergevin wegen Subban anzurufen, dann jetzt. Subban, 27, ist ein Norris Trophy Gewinner im dritten Jahr seines 8-jährigen Vertrags, angeblich mit einem Gehalt von $9 Millionen. Am wichtigsten: am 01. Juli tritt nach seinem Vertrag eine Transfersperre ein. Jetzt haben die Canadiens noch die volle Kontrolle. In ein paar Tagen nicht mehr.

Vancouver Canucks GM Jim Benning sagte, er sei einer der wegen Subban angerufen hatte. Edmonton Oilers GM Peter Chiarelli nannte Subban nicht, er würde aber gerne einen Topverteidiger und Rechtsschützen zu verpflichten. Hmm. Er hat viele Talente, mit denen er verhandeln kann.

Bergevin sagte, er wundere sich nicht, dass andere GMs anfragen. Er sagte, er habe immer sich immer um Spieler bemüht, deren Sperren eintreten würden, selbst wenn er sich 99,9% sicher war, dass die Spieler nicht gehen würden.

"Ich habe trotzdem angerufen", sagte Bergevin. "Ich bin mir sicher, sie machen das gleiche."

Auf die Frage wofür er Subban abgeben würde, schnaubte Bergevin.

"Damit fange ich gar nicht erst an", sagte er.

Warum sagt er dann nicht einfach, dass er Subban nicht hergibt? Weil man als GM niemals nie sagt?

"Natürlich sagt man niemals nie", sagte er. "Wenn mir jemand sein halbes Team anbietet, naja..."

Er lachte ein wenig.

"Naja, es muss stimmen", sagte er. "Aber es ist nicht meine Absicht."

Das macht Sinn. Aber hier ist das Problem: Die Fragen hörten damit nicht auf und es wird weiter Fragen über Subban geben, ob fair oder unfair, wegen der Art wie er spielt und sich verhält.

Subban ist ein brillanter Spieler und eine der großen Persönlichkeiten in der NHL, wenn nicht die größte. Er hat Stil. Er traut sich seine Meinung zu sagen. Aber hat er Streit mit Trainer Michel Therrien und einigen Mitspielern? Hat er für einige eine zu große Persönlichkeit?

Bergevin verteidigte Subban am Donnerstag. Er sagte Subbans Spiel sei viel besser geworden. Er sagte er habe abseits vom Eis auch kein Problem mit Subban.

"Er kleidet sich ähnlich wie ich. Vielleicht mit mehr Farbe, das war's", sagte Bergevin. "Es ist nichts falsches dabei seine eigen Persönlichkeit zu haben."

Auf die Frage, ob Subban dem Weg der Canadiens folgt, sagte Bergevin: "Was ist der Weg der Canadiens? Wir wollen das Spieler sie selbst sind. Sie sind keine Roboter. Solange sie auf dem Eis ihre Leistung bringen und ihre Rolle im Team spielen, haben wir damit kein Problem."

Bergevin wunderte sich, warum alle über Subban sprachen.

"Es geht nur um P.K.", sagte er. "und ich weiß nicht warum."

Aber würden wir über Subban sprechen, wenn Bergevin dem Thema nicht offen gegenüberstehen würde?

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