Skip to main content

Trainer-Debüt für Marco Sturm und Zdeno Ciger

NHL.com @NHL

Die National Hockey League ist das A & O. Die Liga ist reserviert für die Besten der Besten eines Sports, der stolz darauf ist, herausragende Einzelleistungen mit einem gemeinsamen Erfolg verbinden zu können: Das Streben nach der am schwersten im professionellen Sport zu erringenden Trophäe, Lord Stanley’s Cup. Obwohl die NHL ein ultimatives Ziel für alle ist, kann sie schwer das finale Ziel aller sein. Die Eishockey-Welt ist durchzogen mit verschiedenen Profi-Ligen, die selbst viele hochkarätige Talente und Fähigkeiten vorzuweisen haben. In diesen Ligen spielen Spieler aus der ganzen Welt, die sich selbst ihren Weg zu Eishockey-Ehren ebnen. NHL.com/de führt Dich auf ihre Reise mit exklusiven Berichten über Spieler, Trends und Neuigkeiten in unserer "Internationales Eis"-Rubrik.


Seit 1987 wird der Deutschland Cup mit Ausnahme der zweijährigen Unterbrechung 1998 und 1999 jährlich ausgetragen. Seit 2008 treffen dort vier Länder aufeinander. Gastgeber Deutschland, die Schweiz, die Slowakei und abwechselnd Kanada oder die USA.

In diesem Jahr findet das Turnier vom 6. bis 8. November in Augsburg statt. Besonders interessant dabei ist, dass mit Marco Sturm und Zdeno Ciger zwei ehemalige NHL-Profis ihr Debüt als Nationaltrainer geben werden.

Der 46-jährige Ciger übernimmt erstmals den Posten des slowakischen Nationaltrainers und beerbt den Tschechen Vladimir Vujtek. In seiner Karriere absolvierte der Slowake, der 1988 von den New Jersey Devils in der 3. Runde an 54. Position gedraftet wurde, 352 NHL-Spiele für die Devils, Edmonton Oilers, New York Rangers und Tampa Bay Lightning.

Seine beste Saison erreichte Ciger 1995/96, als er bei den Oilers immerhin 70 Scorerpunkte verbuchen konnte. Überraschend kehrte er im darauf folgenden Sommer zu HC Slovan Bratislava in die Heimat zurück. Mit ihnen gewann er insgesamt vier Mal den slowakischen Meistertitel.

Erst 2001 kehrte Ciger in die NHL zurück. Sein Gastspiel bei den Rangers und Lightning dauerte allerdings nur eine weitere Saison, ehe er nach Bratislava zurückkehrte und 2006 seine Karriere als Spieler beendete. Danach wurde er Trainer.

Seine bisherigen Stationen mit dieser Aufgabe waren Co-Trainer der Slowakei und Cheftrainer bei Slovan, mit denen er zwei weitere Titel 2007 und 2008 feiern konnte. Nun übernimmt Ciger hauptverantwortlich die Nationalmannschaft.

Er verfügt damit bereits über deutlich mehr Erfahrung als Sturm, der neu in dieser Aufgabe ist, aber eine noch erfolgreichere NHL-Karriere als Spieler vorzuweisen hat. Die Daten sind weitgehend bekannt: 1.006 Spiele und 509 Scorerpunkte für die San Jose Sharks, Boston Bruins, Los Angeles Kings, Washington Capitals, Vancouver Canucks und Florida Panthers.

Für 37-jährigen Sturm, der seinen Wohnsitz in Florida hat, beginnt mit dem Deutschland Cup ein neues Kapitel, wenn am Dienstag sein Kader von 27 Spielern zur Vorbereitung zusammen kommt.

Sturm, der erst in dieser Woche wieder aus den USA eintraf, hat die nächsten Tage ein straffes Programm vor sich.

"Ich werde mich mit vielen Medienvertretern treffen, zum anderen schaue ich am Wochenende noch zwei DEL-Spiele an und tausche mich dort mit Verantwortlichen und Spielern aus", sagt Sturm in einem Interview mit dem DEL Newsletter.

"In der verbleibenden Zeit kümmere ich mich um letzte Details in Sachen Vorbereitung für den Deutschland Cup."

Sein aktueller Nationalmannschafts-Kader ist mit einigen altbewährten Kräften, Talenten, einem Debütanten, sowie einem Rückkehrer sehr vielschichtig besetzt.

"Ich habe immer betont, dass es bei null los geht und alle ihre Chancen bekommen, unabhängig von dem, was gewesen ist", betont Sturm.

"Der Kader, den wir jetzt für den Deutschland Cup beisammen haben, besitzt eine Menge Talent. Ich werde auch weiterhin meine Eindrücke vor Ort sammeln, Spiele schauen und mit Verantwortlichen sprechen, was die Kaderzusammenstellung betrifft. Die Mischung muss stimmen. So wird es auch in Zukunft sein."

Druck verspürt Sturm (noch) nicht, denn die neue Aufgabe bereitet ihn sehr viel Spaß. Das kommende Turnier ist eben nur eine Probe für die kommenden wichtigen Aufgaben, um das deutsche Eishockey wieder wettbewerbsfähiger zu machen. Dies sind in erster Linie die WM 2016, aber ebenso wichtig die Olympia-Qualifikation im Sommer nächsten Jahres. Ein ähnliches Desaster wie die verpasste Teilnahme an Olympia 2014 unter Vorgänge Pat Cortina soll verhindert werden.

"Natürlich wollen wir am Ende Turniersieger sein, gerade vor eigenem Publikum", gibt der Niederbayer ein klares Ziel für den Deutschland Cup aus.

"Wichtig ist aber die Gesamtleistung als Einheit. Interessant wird sein, wie sich die Spieler auf internationalem Level präsentieren. Das Turnier ist eine große Herausforderung und dient auch als Vorbereitung für die WM in St. Petersburg. Je näher der Deutschland Cup rückt, desto mehr freue ich mich drauf."

Mehr anzeigen