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Das Honda/Rogers NHL All-Star Game 2024 ist Geschichte. In der Scotiabank Arena in Toronto gab es eine Reihe von Premieren und beeindruckenden Szenen, mit denen sich die Besten der Besten den Fans präsentierten.

Erster Auftritt der PWHL beim All-Star Wochenende

Bereits am Donnerstag gab es einen ersten Höhepunkt, als die PWHL ihr Debüt beim All-Star Weekend feierte. Die Stars der neu gegründeten Frauenliga traten vor 16.000 Zuschauern im Format drei gegen drei gegeneinander an, wobei sich Team King mit der Schweizerin Alina Müller mit 5:3 gegen Team Kloss durchsetzte. Müller steuerte zwei Assists bei. Star des Abends war aber Savannah Harmon, die mit einem Hattrick und zwei Vorlagen an allen Toren ihrer Mannschaft beteiligt war.

„Das Wichtigste war, was für ein Rampenlicht uns dieser Auftritt gab“, betonte Torschützin Ella Shelton. „Das zeigt, dass wir genauso wichtig und geschätzt sind wie die NHL. Dass sie uns unterstützen, ist unglaublich. Wenn wir dranbleiben, könnten wir unser eigenes Event starten und dann gibt es vielleicht zwei All-Star Games am gleichen Wochenende.“

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Bedard schnuppert trotz Verletzung All-Star-Luft

Eins der großen Themen der Saison ist Ausnahmetalent Connor Bedard. Der Rookie der Chicago Blackhawks wird schon lange als der nächste große Star der NHL gesehen und erfüllt bisher die hohen Erwartungen. Umso größer war der Schock, als er am 5. Januar bei einem Check eine Kieferfraktur erlitt. Damit war die Teilnahme am All-Star Game, für das er erst einen Tag zuvor nominiert worden war, für ihn gelaufen. Trotzdem durfte er die Veranstaltung zumindest aus nächster Nähe beobachten und sogar eine kleine Rolle einnehmen. Beim Tim Hortons NHL One Timers Wettbewerb war Bedard einer der Passgeber, der den Teilnehmern den Puck für einen Direktschuss servierte.

„Es war ein gutes Wochenende“, betonte Bedard. „Ich konnte zwar nicht viel tun, habe das Erlebnis jedoch in mich aufgesogen. Es macht Spaß, diesen Spielern zuzuschauen. Das Publikum in so einer Eishockey-Stadt wie Toronto zu sehen, ist ziemlich cool. Natürlich will man im All-Star Game spielen, aber ich bin trotzdem dankbar hier zu sein und das genießen zu können.“

Crosby and Bedard All Star 2024

McDavid gewinnt Skills Competition mit neuem Format

Der wohl beste Spieler der Welt wurde seinem Ruf bei den NHL All-Star Skills 2024 presented by DraftKings einmal mehr gerecht. In einem neuen Format, das die NHL mit Input der Spieler entwickelt hatte, traten zwölf Kandidaten in sechs verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Dem Sieger winkte ein Preisgeld von einer Million US-Dollar. McDavid setzte sich dabei vor Cale Makar und Auston Matthews durch.

„Ich glaube, das war unterhaltsam“, sagte McDavid nach dem Wettbewerb. „Es war auf jeden Fall ein Kampf. Ich musste ganz schön schnaufen. Die Jungs haben hart gearbeitet, um eine gute Show zu liefern. Am Ende kommt es auf die Fans an und ich denke, es hat ihnen gefallen.“

Georgiev düpiert McDavid

McDavid mag der beste Teilnehmer an der Skills Competition gewesen sein, doch im Honda/Hyundai NHL One-on-One fand er in Alexandar Georgiev seinen Meister. In dieser Kategorie musste jeder Spieler gegen einen Torhüter in einer Minute so viele Tore wie möglich schießen. Der Torwart der Colorado Avalanche ließ gegen McDavid nur zwei Treffer zu und stoppte ihn neun Mal. Er gewann damit den Wettbewerb der besten Goalies, was ihm ein Preisgeld von 100.000 US-Dollar einbrachte. McDavid kam gleich drei Mal gar nicht erst zum Abschluss, da Georgiev ihm zuvor den Puck vom Schläger stocherte.

„Georgiev hatte mich im Griff“, gab McDavid unumwunden zu. „Er hat seine Poke-Checks gesetzt und seine Herangehensweise immer wieder geändert. Er hat es mir schwer gemacht.“

MCD@MAT: Matthews vollendet Keller's Vorarbeit mit seinem zweiten Tor

Heimsieg für Maple Leafs

Die Fans in Toronto durften einen Heimsieg feiern. Team Matthews wurde von Auston Matthews, dem Torjäger der Maple Leafs, als Kapitän angeführt. Neben ihm standen mit Mitchell Marner, Morgan Rielly und William Nylander drei weitere Spieler der Maple Leafs im Kader. Im Halbfinale setzten sie sich gegen Team Hughes mit 6:5 nach Penaltyschießen durch. Marner erzielte im Match selbst auf Vorlage von Matthews das 3:2. Im Finale Team Matthews gegen Team McDavid mit 7:4. Matthews steuerte zwei Tore und eine Vorlage bei, Marner traf und Rielly und Nylander lieferten je einen Assist.

„Wahnsinn“, freute sich Marner. „Ich sage das schon das ganze Wochenende, aber ich habe immer davon geträumt, im All-Star Game zu spielen. Ich habe früher zu Hause auf der Couch oder auf dem Boden gesessen und es mit meinen Eltern angeschaut. Spieler wie Sidney Crosby, Jason Spezza, Marian Hossa, Owen Nolan und so viele andere zu sehen, war etwas Besonderes. Man träumt immer, ein Teil davon zu sein. Dass es jetzt in dieser Stadt so weit war, fand ich bemerkenswert.“

Matthews staubt den MVP-Titel ab

Toronto durfte all seine Teilnehmer als Sieger feiern, aber einer davon wurde vom Jubel der Fans besonders angetrieben. Matthews, der in dieser Saison nach 46 Spielen auf 58 Punkte und 40 Tore kommt, lieferte wie schon die gesamte Saison über Spitzenleistungen. Er gab alles und führte sein Team mit insgesamt zwei Toren und zwei Assists zum Erfolg und wurde dafür als wertvollster Spieler ausgezeichnet.

„Das ganze Wochenende war etwas Spezielles für uns alle“, betonte Matthews. „Gerade für unsere Stadt und die Spieler von hier. Es ist unglaublich, das All-Star Game in Toronto zu haben und die Erfahrung mit Mitspielern, engen Freunden und natürlich den Fans in der Stadt zu teilen. Es war schön, das Ganze mit einem Sieg zu beenden. Jetzt gehen wir alle glücklich nach Hause.“

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