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Top Zug Matthews Bereit für große Zeit

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

BUFFALO -- Sein Herz klopfte. Seine Nerven zitterten. Buffalo Sabres Fans buhten jede Erwähnung der Toronto Maple Leafs im Vorfeld des NHL Draft 2016 im First Niagara Center am Freitag laut und herzhaft aus. Jetzt war die Zeit für die Leafs, den ersten Zug zu machen und Auston Matthews auf die Bühne zu bitten.

"Du wirst nervös", sagte Matthews, "ein wenig besorgt."

Aber war Matthews nervös, weil er fürchtete, dass ihn die Leafs nicht nehmen würden? Nicht wirklich.

War er besorgt darüber, dass er mit der Situation überfordert sein könnte? Deutete das darauf hin, dass er nicht damit umgehen könnte, wenn er in Toronte ankommt und den "Zentrum des Eishockeyunviersums" Druck aus der letzten Stanley Cup Meisterschaft 1967 spüren würde?

Nein.

"Als sie meinen Namen aufruften", sagte Matthews, "war ich definitiv begeistert."

Ja, Matthews war darüber erleichtert, zu Toronto zu gehen. Er war wegen des Prozesses begeistert, der Krönung für alles wofür er so lange gearbeitet hatte, jetzt ist es vorbei. Er war erleichtert, weil er die Möglichkeit hatte, auf einen passionierten Eishockeymarkt zu kommen und tun kann, wofür er seit seiner Kindheit geträumt hatte: In der NHL zu spielen.

In Toronto zu spielen ist nicht wie an anderen Orten; besonders nicht für Spieler wie Matthews. Die unermüdliche Leidenschaft der Fans und die Medienlandschaft kann auch Viertreihespieler beeinflussen, und Matthews wird kein Viertreihespieler sein.

Die Leafs hatten schon zuvor einen Nr. 1 Zug: Wendel Clark in 1985. Sie haben einige Star Center im Gedächtnis: Dave Keon, Darryl Sittler, Doug Gilmor, Mats Sundin. Sie haben nicht nur seit 1967 nicht mehr den Cup gewonnen, die längste Dürreperiode seit 1967, sie haben es in den letzten elf Saisons sogar nur einmal in die Playoffs geschafft.

Die Fans darben seit so langer Zeit nach einem Erlöser und viele waren darüber glücklich, dass die Leafs in der vergangenen Saison auf dem 30. Platz landeten, weil das für sie bedeutete, dass sie die Draft Lotterie gewinnen und die besten Chancen auf Matthews hatten. Die ehemaligen Trainer von Matthews verglichen ihn mit Los Angeles Kings Anze Kopitar, einem herausragenden Zweiwegecenter und einem zweifachen Stanley Cup Champion.

Einige Fans kamen mit einem Matthews Nr. 34 Pulli zum Draft. Einige hatten sogar "AUSTON 20:16 vorne stehen, sie füllten das "O" mit dem Leafs Logo. Es war, als ob sein erster Name und das Jahr ein Bibelvers sei.

Matthews wirkte von alldem nicht besonders berührt.

"Eishockey ist ein Mannschaftssport, es gibt keinen Erlöser", sagte Matthews. "Ich will den Unterschied machen. Ich glaube, dass ich ein guter Center sein kann, die Nr. 1 in der NHL. Das ist mein ultimatives Ziel."

Obwohl Matthews einen ungewöhnlichen Werdegang hat -- er wuchs in Scottsdale, Ariz. auf -- ist es nicht so, als ob er aus der Wüste in die große Stadt kommt.

In der Sommerpause ging er mit Arizona Coyotes Kapitän Shane Doan und anderen NHL Spielern aufs Eis. Er spielte für das US Nachwuchsentwicklungsprogramm in Ann Arbor, Mich., wo sein Trainer Don Granato, Bruder von Tony Granato, Co-Trainer von Mike Babcock bei den Detroit Red Wings, war. Er kam zu einigen Red Wings Spielen und saß in Babcocks Büro.

Er spielte in der vergangenen Spielzeit anstatt im College oder Juniorhockey professionell in der Schweiz. Er lernte vom ehemaligen NHL Trainer Marc Crawford und landete bei der MVP-Wertung auf dem zweiten Platz. Und er spielte bei der Eishockeyweltmeisterschaft mit einigen NHL Spielern für di USA. Er führte das Team in der Punktewertung an. Sein Agent Pat Brisson vertritt einige NHL Spieler wie Sidney Crosby und Jonathan Toews.

Also ist er nicht eingeschüchtert. Ein Leben in der Glaskugel? Nachdem er am Freitag gedraftet wurde, musste er eine Reihe von Interviews geben, Fotos schießen lassen und Autogramme geben. Es standen Fans draußen und Kameramänner hielten fest, wie sie durch ein Fenster guckten und er Sachen unterschieb.

"Er fühlt sich in seiner Haut wohl", sagte Babcock, Leafstrainer. "Ich denke, wenn du seit so langer Zeit gut bist, wie er es ist, bist du es gewohnt, im Rampenlicht zu stehen und du kannst auch unter Druck liefern."

Matthews ist erst 18. Die Leafs wurden bezahlt. Die Leute müssen das im Auge behalten und die Erwartungen zurückschrauben. Er soll nicht ständig mit anderen Spielern verglichen werden. Die Leafs scheinen dafür ein Gespür zu habe, sie sagen er sei kein Erlöser, sagen er sollte er selbst bleiben, sagen, dass sie ihm die Unterstützung geben werden, die er braucht. Babcock nannte ihn einige Male ein "Kind".

Aber er ist unglaublich talentiert und er ist erfahren, selbstsicher und weit für sein Alter. Er ist höflich und sagt nicht zu viel, Perfekt für die Medienlandschaft in Toronto. Er liest bereits aus dem Skript ab.

Hier ist Babcock: "Meine Erwartungen sind sehr einfach: Du kommst und triffst auf einen harten Wettbewerb und du arbeitest jeden Tag hart, damit du besser wirst."

Hier ist Matthews: "Ich will das Team stärker machen und jeden Tag besser werden."

Wenn ein 18-jähriger bereit für Toronto ist, dann wahrscheinlich dieser.

"Es wird bestimmt eine Umstellung sein", sagte Matthews, "aber ich denke, dass ich damit umgehen kann."

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