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Top 10 der besten Verteidiger aller Zeiten

von Axel Jeroma / NHL.com

Wer sind die besten NHL-Spieler aller Zeiten? Wir von NHL.com/de versuchen uns an einer Antwort und präsentieren in fünf Folgen unsere Top 10 für die einzelnen Positionen.

Vierte Folge: Die Verteidiger

1. Nicklas Lidstrom

Man darf den Schweden mit Fug und Recht als Dauerbrenner der Branche bezeichnen. In den ersten 14 Spielzeiten seiner NHL-Karriere war er lediglich 17mal absent. Lidstrom spielte in der nordamerikanischen Eliteliga ausschließlich für die Detroit Red Wings und ist Inhaber mehrerer Franchise- und NHL-Rekorde. So war er unter anderem der erste Kapitän eines Stanley-Cup-Siegers, der in Europa das Licht der Welt erblickte. Insgesamt viermal ist sein Name auf dem Sockel des Pokals eingraviert.

Lidstrom glänzte weniger durch körperbetontes oder gar aggressives Spiel, sondern durch seine Fähigkeit, die Puckbewegungen zu antizipieren. Er gewann siebenmal die Norris Trophy und einmal die Conn Smythe Trophy. Darüber hinaus holte er mit Schweden den Olympiasieg und den Weltmeistertitel.

NHL-Karriere: 1564 Spiele, 264 Tore, 878 Vorlagen

Verein: Detroit Red Wings

2. Bobby Orr

Ohne seine Verletzungen hätte Orr vermutlich wesentlich mehr als jene 657 Partien bestritten, die in der Statistik für ihn ausgewiesen sind. Trotzdem zählt er zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der NHL. Mit seiner Spielweise elektrisierte er die Fans geradezu. Orr war einer der schnellsten Skater und erzielte auch als Verteidiger viele spektakuläre Tore.

Zweimal holte er den Stanley Cup. Darüber hinaus gewann er achtmal in Folge die Norris Trophy und zweimal die Conn Smythe Trophy. Orr nimmt nur deshalb nicht den Spitzenplatz in dieser Rangliste ein, weil er ein paar wichtige Titel weniger vorweisen kann als Lidstrom.

NHL-Karriere: 657 Spiele, 270 Tore, 915 Vorlagen

Vereine: Boston Bruins, Chicago Blackhawks

3. Ray Bourque

21 Spielzeiten hoffte er vergeblich auf den Gewinn des Stanley Cups. In all diesen Jahren hatte er das Leibchen der Boston Bruins getragen. Dann wechselte er zur Colorado Avalanche und holte dort nach zwei Jahren doch noch die lang ersehnte Trophäe. Anschließend hängte Bourque nach 23 Serien in der NHL die Schlittschuhe an den berühmten Nagel. Am Ende seiner Karriere war er Inhaber der Rekorde für die meisten Tore (410), meisten Assists (1169) und meisten Punkte (1579) eines Abwehrspielers. 19mal hintereinander bestritt er das NHL All Star Game. Zudem tragen fünf Norris Trophies und eine Calder Trophy seinen Namen.

NHL-Karriere: 1612 Spiele, 410 Tore, 1169 Vorlagen

Vereine: Boston Bruins, Colorado Avalanche

4. Doug Harvey

Ein Pionier und seiner Zeit voraus: So wird Harvey im Rückblick oft beschrieben. Er war einer der ersten Verteidiger, der seine Aufgabe nicht in erster Linie defensiv interpretierte, sondern viel Druck auf das gegnerische Tor entwickelte. Auch wenn sich dies anhand der nackten Zahlen nicht gleich auf den ersten Blick erschließen mag. Noch heute, da sind sich die Experten einig, würde Harvey mit der Auslegung seiner Rolle in der NHL reüssieren. Sechsmal wurde er Stanley-Cup-Champion mit den Montreal Canadiens. Siebenmal in acht Jahren bekam er als Anerkennung seiner Leistung die Norris Trophy verliehen.

NHL-Karriere: 1113 Spiele, 88 Tore, 452 Vorlagen

Vereine: Montreal Canadiens, New York Rangers, Detroit Red Wings, St. Louis Blues

5. Paul Coffey

Es ist keineswegs despektierlich gemeint, wenn man Paul Coffey als einen Mann beschreibt, der die Abwechslung liebte. Er trug das Trikot von neun NHL-Klubs. Seine Stärken hatte er in der Offensive. So hält er nach wie vor die Rekorde für die meisten Punkte in einer Partie (8) und der meisten Tore in einer Saison (48) eines Verteidigers. Schnelle Gegenstöße und 2-1-Situationen waren dagegen nicht seine Vorliebe. Coffey kam auf 14 All-Star-Teilnahmen, holte vier Stanley Cups und erhielt dreimal die Norris Trophy.

NHL-Karriere: 1409 Spiele, 396 Tore, 1135 Vorlagen

Vereine: Edmonton Oilers, Pittsburgh Penguins, Los Angeles Kings, Detroit Red Wings, Hartford Whalers, Philadelphia Flyers, Chicago Blackhawks, Carolina Hurricanes, Boston Bruins

6. Denis Potvin

Fünf Spielzeiten mit mehr als 80 Punkten, vier Stanley Cups und drei Norris Trophys – so lautete der Leistungsnachweis von Potvin am Ende seiner Laufbahn. Er erzielte insgesamt 1000 Punkte, was einem Schnitt von fast einem Zähler pro Spiel entsprach. Seine beste Saison hatte er 1978-79, als er 31 Tore schoss und 70 Vorlagen lieferte. Als er aufhörte, wurde seine Nummer 5 bei den Islanders nicht wieder vergeben. Es war das erste Trikot in der Geschichte der Franchise, das kein anderer Spieler mehr tragen durfte.

NHL-Karriere: 1060 Spiele, 310 Tore, 742 Vorlagen

Verein: New York Islanders

7. Larry Robinson

„Big Bird“ lautet der Spitzname des 1,96m-Hünen, den man ob seiner mächtigen Erscheinung schon von weitem ausmachen konnte. Er hält einen NHL-Rekord, der vermutlich ewig bestehen wird: Das beste Plus-Minus-Rating aller Zeiten. Im Laufe seiner 20-jährigen Karriere schaffte er ein Rating von +730. Darüber hinaus feierte er sechs Triumphe im Stanley Cup. Ferner bekam er zweimal die Norris Trophy.

NHL-Karriere: 1384 Spiele, 208 Tore, 750 Vorlagen

Vereine: Montreal Canadiens, Los Angeles Kings

8. Chris Chelios

Der US-Amerikaner gehört in die Kategorie Tausendsassa. Er war überall auf dem Eis zu finden, spielte Pässe in die Ecken, blockte Schüsse, luchste dem Gegner die Scheibe ab und zeigte ein hervorragendes Spielverständnis. Chelios bestritt 24 Spielzeiten in der NHL, wirkte in elf All Star Games mit und stemmte dreimal den Stanley Cup in die Höhe. 2002 gewann er die Silbermedaille bei Olympia. Er durfte dreimal die Norris Trophy in Empfang nehmen und erhielt einmal den Mark Messier Award.

NHL-Karriere: 1651 Spiele, 185 Tore, 763 Vorlagen

Vereine: Montreal Canadiens, Chicago Blackhawks, Detroit Red Wings, Atlanta Thrashers

9. Scott Stevens

Zu Beginn seiner Karriere hatte Stevens den Ruf eines undisziplinierten Spielers und Raufboldes. In seinen ersten beiden Jahren verbrachte er über 350 Minuten auf der Strafbank. Dabei hatte er durchaus andere Qualitäten. In seiner Rookie-Saison brachte er es auf 42 Punkte in 77 Hauptrunden-Spielen. Darüber hinaus kann er auf einen Wert von +393 im Plus-Minus-Ranking aus seinen mehr als 1600 Begegnungen verweisen. Stevens gewann dreimal den Stanley Cup mit den New Jersey Devils und bekam einmal die Conn Smythe Trophy.

NHL-Karriere: 1635 Spiele, 196 Tore, 712 Vorlagen

Vereine: Washington Capitals, St. Louis Blues, New Jersey Devils

10. Brian Leetch

Wenn er unter Druck stand, rief Leetch in der Regel seine besten Leistungen ab. Das zeigte sich vor allem in den Playoffs 1994, als er mit den New York Rangers den Stanley Cup gewann. Erstmals seit 54 Jahren hatten die Rangers den Pokal wieder an den Big Apple geholt. Weiterer Lohn für Leetch war die Auszeichnung zum MVP in den Playoffs jenes Jahres, wofür ihm die Conn Smythe Trophy überreicht wurde. Zudem hat er eine Calder und zwei Norris Trophies in seiner Sammlung.

NHL-Karriere: 1205 Spiele, 247 Tore, 781 Vorlagen

Vereine: New York Rangers, Toronto Maple Leafs, Boston Bruins

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