Tim Stützle riss das Spiel mit zwei Toren innerhalb von 103 Sekunden an sich. Die Ottawa Senators befanden sich in der 8. Minute des ersten Drittels in Unterzahl und tief im eigenen Drittel, als Michael Amadio den Puck gewann, einen Sprint über die gesamte Eisfläche hinlegte und einen Pass auf Stützle spielte. Der Deutsche knallte die Scheibe per Direktabnahme ins Netz – 1:0 für die Senators.
„Es geht vor allem darum, aufeinander zu reagieren und sich gegenseitig richtig zu lesen“, sagte Stützle über das erfolgreiche Unterzahlspiel seiner Mannschaft. „Es hilft natürlich, wenn man über einen längeren Zeitraum mit demselben Mitspieler in Unterzahl auf dem Eis steht. Wir helfen uns gegenseitig.“
Nur 1:43 Minuten später stand Stützle erneut im Mittelpunkt. Wieder befanden sich die Senators im eigenen Drittel, als Stützle selbst den Puck abfing und einen Sprint zum gegnerischen Tor hinlegte. Erst unterlief dem 24-Jährigen ein ungewohnter technischer Fehler, indem er mit seinem Schlag den Puck nicht richtig traf. Doch genau dies brachte Bruins-Torwart Jeremy Swayman durcheinander. Stützle behielt die Kontrolle und legte den Puck daraufhin ins Netz. „Nachdem ich zunächst am Puck vorbeigeschlagen hatte, habe ich am Ende versucht, die Situation so zu lösen. Der erste Teil war allerdings nicht beabsichtigt“, sagte Stützle später.
Nur Draisaitl erzielte schneller 150 Tore
Der frühere Akteur der Adler Mannheim erzielte damit die zwei schnellsten aufeinanderfolgenden Tore eines Senators-Spielers seit Brady Tkachuk am 13. Februar 2024 (0:48 Minuten). Damit nicht genug: Mit seinem ersten Treffer avancierte Stützle (449 Spiele) zum vierten deutschen Spieler in der NHL-Geschichte, der die Marke von 150 Toren erreichte. Vor ihm gelang dies Leon Draisaitl (437 Tore), Marco Sturm (242 Tore) und Jochen Hecht (186 Tore), wobei Draisaitl als Einziger diesen Meilenstein in weniger Spielen (396) erreichte.



















