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Thomas Vanek befindet sich auf einem guten Weg

NHL.com @NHL

Mit großer Euphorie und viel Vorfreude unterschrieb Thomas Vanek am 1. Juli 2014 einen Drei-Jahres-Vertrag bei den Minnesota Wild. Es war für ihn ein Glücksfall, denn nach seinen drei Stationen Buffalo Sabres, New York Islanders und schließlich Montreal Canadiens innerhalb einer Saison, sollte wieder mehr Ruhe einkehren. Zusätzlich passte der Standort perfekt, denn umweit seiner neuen Spielstätte liegt der familiäre Mittelpunkt, die bisherige Sommerresidenz, der Familie Vanek mit seiner Frau Ashley und den Kindern.

Die Bilanz seiner ersten Spielzeit für die Wild hört sich am Ende nicht so schlecht an, denn 21 Tore und 31 Assists stehen zu Buche. Trotzdem war sicher mehr von ihm erwartet worden, als einen Spieler, der jährlich durchschnittlich 6,5 Millionen US-Dollar verdient. Seine persönlichen Ansprüchen sollten indes nicht geringer gewesen sein. Es täuscht auch nicht darüber hinweg, dass es viele Anlaufschwierigkeiten gab und das Jahr nicht gerade mit positiven Meldungen um ihn geschmückt war.

Der 31-jährige Österreicher konnte in seinen ersten 21 Partien für die Wild nur einen Treffer erzielen, zusammen mit zehn Vorlagen und durchschnittlich nur 1,76 Torschüssen pro Spiel. Diese letztgenannte Zahl wird noch negativer, wenn klar wird, dass er in diesem Zeitraum zwei Mal sieben Torschüsse abgab, was den Schnitt deutlich nach oben schraubte.

In der gesamten Saison 2014-15 blieb Vanek in der Kategorie erreichte Punkte in regulärer Spielzeit von 60 Minuten zum ersten Mal seit seinem Rookiejahr unter dem Wert 2,0 und das obwohl er mehr Eiszeit bekam, sowie häufiger bei Bullies in der gegnerischen Hälfte auf das Eis durfte, als in den meisten seiner Jahre zuvor.

In den Playoffs schaffte es Vanek nicht in zehn Spielen das Tor zu treffen. Zu wenig für einen Spieler, der eigentlich Torjäger sein sollte. Vielleicht deutete sich hier schon an, was nach dem Aus gegen den späteren Titelgewinner Chicago Blackhawks in der folgende Pause Gewissheit wurde. Es plagte ihn seit einiger Zeit eine Verletzung in der Leiste.

Was sich letztendlich als Bruch herausstellte, wurde Anfang Juni in Philadelphia erfolgreich operiert. Vanek, der am Mittwoch an der Pressekonferenz anlässlich der Promotion für das Outdoor Game im Rahmen der Coors Light NHL Stadium Series™ 2016 zwischen den Wild und Chicago am 20. Februar teilnahm, deutete dabei an, dass er mit Schmerzen und Problemen zu kämpfen gehabt hätte.

"Aber ich bin keiner, der Entschuldigungen sucht“, betonte Vanek im Gespräch. "Von Februar an hatte ich einige gute Tage, aber meistens schlechte Tage.“ Er sagte weiter, dass er sich immer noch in der Reha befinden würde, aber begonnen hätte, Eis zu laufen und es sich großartig anfühle.

Wie die lokale Zeitung Minneapolis Star Tribune weiter berichtet, ist davon auszugehen, dass Vanek Anfang September problemlos in das Trainingscamp einsteigen kann.

Zum allem Überfluss seiner gesundheitlichen Probleme war Vanek im abgelaufenen Jahr in einen Wettskandal verwickelt und musste in einem Prozess gegen mehrere Männer, die ein illegales Wettbüro betrieben aussagen, weil er offenbar Kunde war. So wurde er zu einem der wichtigsten Zeugen der Anklage.

Beim länger angedauerten Prozess kam schließlich Anfang 2015 heraus, dass Vanek anscheinend einen Millionenbetrag bei Wetten auf Fooball-Spiele verloren hatte. Zu seinem Glück hatte er nicht auf Eishockeyspiele gewettet, weil dies ernsthafte Konsequenzen der NHL nach sich gezogen hätte.

"Ich bin nicht stolz auf die Entscheidungen, die ich getroffen habe, aber als Person muss man nach vorne schauen und aus den Fehlern lernen", sagte Vanek bereits vor einiger Zeit zu dem Prozess.

Es dürfte die richtige Devise sein, um das vergangene Jahr mit allen seinen Höhen und Tiefen abzuhaken.

Vielleicht kann der österreicherische Stürmer dann wieder sein volles Potenzial abrufen und die Fans, seine Mannschaft, sowie sich mit dem erfreuen, was ihn lange ausgezeichnet hat: Schöne und viele Tore zu schießen.

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