Skip to main content

Tampas schwaches Spiel 6 erinnert an Vorjahr

von Tom Gulitti / NHL.com

TAMPA -- Da sie ihre Lektion vom vergangenen Jahr nicht gelernt haben, müssen die Tampa Bay Lightning darauf hoffen, dass sich Geschichte wiederholt.

Wie schon im vergangenen Jahr hatten die Lightning die Chance mit einem Heimsieg ins Stanley Cup Finale einzuziehen, und wie im vergangenen Jahr vergaben sie diese Gelegenheit.

Nachdem sie zwei Drittel lang passiv agiert hatten und mit drei Toren in Rückstand geraten waren, kamen die Lightning im dritten Spielabschnitt noch einmal zurück, verloren aber am Dienstag in der Amalie Arena Spiel 6 des Eastern Conference Finales mit 2-5. Spiel 7 findet am Donnerstag im Consol Energy Center statt (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports).

"Wir hatten heute Abend eine Riesenchance, doch irgendwie haben wir sie verschlafen", sagte Center Brian Boyle, der zweimal für die Lightning traf. “Wir agierten zurückhaltend und waren nicht aggressiv. Wir waren nicht top. Wir sind zu wenig gelaufen."

Für die Lightning ist diese Niederlage besonders frustrierend, da sie zwei Tage lang davon gesprochen hatten, dass sie aggressiv auftreten und ihre Chance nutzen wollen die Penguins zu schlagen. Sie sprachen davon, dass sie ihre Lektion gelernt haben, nachdem sie im vergangenen Jahr gegen die New York Rangers im Conference Finale in der gleichen Situation gewesen waren.

Sie waren damals schwach, verloren das Spiel mit 3-7 Toren und mussten im Madison Square Garden ein Spiel 7 bestreiten. Sie gelobten Besserung, unabhängig vom Resultat am Dienstag, sie müssen noch um einiges zulegen.

Sie brachten es auf vier Torschüsse im ersten Drittel und auf elf bis zur zweiten Drittelpause, zu der sie schon mit 0-3 Toren ins Hintertreffen geraten waren.

"Jedes Mal, wenn du eine Chance wie die heutige vergibst, ist das enttäuschend", sagte Rechtsaußen Ryan Callahan. "Unsere ersten 40 [Minuten] waren nicht das, was nötig gewesen wäre. Wir hatten ein gutes Drittes, doch es war zu wenig, zu spät und jetzt können wir daran nichts mehr ändern. Wir machen weiter. Wir lassen das hinter uns, müssen diese Partie vergessen und ein Spiel bestreiten, das uns weiter bringt."

Einen Moment lang schien es so, als wären die Lightning nach 5:12 Minuten im ersten Drittel durch ein Tor von Jonathan Drouin mit 1-0 in Führung gegangen. Die Amalie Arena stand Kopf als Drouin den Puck, an Schlussmann Matt Murray vorbei, ins halbleere Tor geschossen hatte. Es war der erste Torschuss der Lightning.

Doch Penguins Trainer Mike Sullivan erhob Einspruch, da er glaubte, dass Drouin im Abseits war. Im Videobeweis wurde seine Annahme bestätigt. Drouins rechter Schlittschuh hatte Pittsburghs blaue Linie bereits überschritten, während sein linker Schlittschuh in der Luft war, und somit blieb es beim 0-0.

Es sollte weitere 2:37 Minuten dauern bis die Lightning zum ersten Mal auf das Tor von Murray schossen, aber sie gaben dem nicht gegebenen Tor nicht die Schuld dafür.

"Es ist definitiv ärgerlich, aber wir hätten weiterspielen müssen", sagte Drouin.

Sie spielten nicht mehr gut.

Die Penguins zwangen die Lightning immer wieder zu Puckverlusten und kamen im ersten Drittel zu einem Torschussverhältnis von 14-4. So wie ihr Schlussmann Andrei Vasilevskiy gehalten hatte, hätten sie das erste Drittel sogar überstehen können, doch dann handelte sich Verteidiger Victor Hedman 2:10 Minuten vor Drittelende eine Strafe wegen Spielverzögerung ein, während Anton Stralman schon wegen Behinderung auf der Strafbank saß.

Die Penguins profitierten von diesem 5-gegen-3 durch Phil Kessel, der einen Pass von Sidney Crosby direkt aus der Luft abnahm als noch 1:14 Minuten zu spielen waren. Die Lightning machten zu Beginn des Mittelabschnitts etwas mehr Druck, aber die Penguins antworteten darauf durch Letang's Treffer nach 7:40 Minuten.

Nachdem Crosby die Lightning auf dem falschen Fuß erwischt hatte und Vasilevskiy mit einem Schuss durch die Schoner bezwingen konnte, stand es 25,6 Sekunden vor Drittelende 3-0 für Pittsburgh.

"Wir haben keinen Weg gefunden, wie wir aus der Zone kommen", sagte Callahan. "Wir leisteten uns Puckverluste und sie waren mehrere Male in den ersten 40 [Minuten] stärker als wir. So etwas dürfen wir nicht zulassen."

Nun müssen die Lightning zurück nach Pittsburgh, so wie sie in der vergangenen Saison zurück in den Madison Square Garden zu Spiel 7 gehen mussten. Nur Wenige erwarteten, dass sie auf ihrem Weg in das Cup Finale Henrik Lundqvist und die Rangers bezwingen konnten, doch sie bestritten ein nahezu fehlerfreies Auswärtsspiel und gewannen mit 2-0.

Sie müssen einen Weg finden, um das am Donnerstag zu wiederholen.

"Ich weiß, dass wir das können", sagte Callahan. "Ich vertraue dieser Gruppe. Wir glauben daran, dass wir es schaffen. Wir waren in den Playoffs auswärts erfolgreich. Wir hatten schon in ihrem Gebäude Erfolg. Das wird gut werden."

Die Lightning haben Gründe zuversichtlich zu sein. Callahan hat es angesprochen: Sie haben im Consol Energy Center gut gespielt, zwei von drei Auftritten dort in dieser Serie und fünf von sieben Playoffaufeinandertreffen mit den Penguins dort gewonnen.

Sie können sich auch an die Partie gegen die Rangers im vergangenen Jahr erinnern, wo Viele nicht mehr auf sie zählten.

"Letztes Jahr gewannen wir Spiel 7 und wir werden uns daran erinnern", sagte Coach Jon Cooper. "Wir dürfen eine Mannschaft wie diese nicht 3-0 in Führung gehen lassen. ... Nun heißt es dort hinzufahren, in ein schweres Umfeld, wie es im vergangenen Jahr auch der Madison Square Garden eines war, und du musst dein bestes Spiel abliefern. Diese Aufgabe steht nun vor uns."

"Wir hatten unsere Chance sie rauszuwerfen [Dienstag]. Man muss Pittsburgh zu Gute halten, wie sie gespielt haben und wie sie mit der Situation umgegangen sind. Sie haben den Ball in unsere Hälfte geworfen und nun liegt es an uns ihn zurückzuschlagen."

Mehr anzeigen