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Tampa gab nach Rückstanden in Spiel 5 nie auf

von Tom Gulitti / NHL.com



PITTSBURGH --
Es hätte für die Tampa Bay Lightning am Sonntag in Spiel 5 des Eastern Conference Finales gegen die Pittsburgh Penguins eine lange Liste von Gründen gegeben, um den Mut zu verlieren.

Der Erste war das Tor von Brian Dumoulin, das sie eine Sekunde vor dem Ende des ersten Drittels zugelassen haben, dann ein weiterer das von Chris Kunitz, als im zweiten Drittel noch 49,6 Sekunden zu spielen waren.

Der Schuss von Ryan Callahan, der irgendwie nicht reinging, als in der regulären Spielzeit noch 3:52 Minuten zu absolvieren waren. Leicht hätten die Lightning denken können, dass es nicht ihr Abend sei.

Doch wenn sie so schnell aufgeben würden, dann wären sie nicht so weit gekommen. Sie steckten alles weg und wurden durch einen 4-3 Overtimesieg im Consol Energy Center belohnt, wodurch sie nur noch einen Sieg vom Einzug in das Stanley Cup Finale entfernt sind.

"Ich bin nicht überrascht", sagte Tampa Bay Verteidiger Victor Hedman über Tyler Johnson's Tor, nach 53 Sekunden in der Verlängerung, das den Lightning eine 3-2 Führung in der Best-of-7 Serie bescherte. "Ich weiß über welches Team wir hier verfügen, wie unverwüstlich wir sind. Wir haben es erneut gezeigt [Sonntag]. Wir lagen gegen eine klasse Mannschaft zwei Tore zurück. Wir haben uns niemals aufgegeben. Wir haben zwei späte Tore kassiert und wir haben einen Weg gefunden zurückzukommen."

Nikita Kucherov, der die NHL mit elf Toren in den Stanley Cup Playoffs anführt, jedoch in den ersten vier Partien der Serie nicht getroffen hat, hatte einen Durchbruch als ihn die Lightning am Sonntag benötigten. Er glich zweimal das Spiel aus. Auf den 0-2 Rückstand antworteten die Lightning im Mitteldrittel innerhalb von 1:10 Minuten mit zwei Toren von Alex Killorn und Kucherov zum Ausgleich.

Obwohl Kunitz die Penguins wieder in Front schoss, machten die Lightning im dritten Drittel weiterhin Druck. Sie dachten Callahan's Schuss vom linken Bullykreis war drin, doch der Videobeweis zeigte, dass der Puck über Schlussmann Marc-Andre Fleury an den Posten ging und die Torlinie nicht überquerte - sie ließen sich davon nicht abschrecken.

Ihre Hartnäckigkeit zahlte sich aus als Kucherov 3:16 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit einem Bauerntrick am rechten Pfosten der Ausgleich gelang.

"Was auch immer passiert, wir machen weiter Druck, machen das, was wir jeden Abend machen", sagte Lightning Verteidiger Anton Stralman. "Ein Tor hier oder da oder ein Pfostenschuss ändern nicht wirklich viel. Wir laufen weiter und spielen kluges Eishockey."

Das ist eine Truppe, die sich auch nicht aufgegeben hatte, als sich Stralman Ende der regulären Saison das linke Wadenbein gebrochen hatte und pausieren musste. Sie gewannen weiterhin, als ihr Teamkapitän Steven Stamkos sich von einer Operation aufgrund eines Blutgerinsels in der Nähe seines rechten Schlüsselbeins erholen musste. Sie verloren Nummer 1 Torhüter Ben Bishop, der sich sein linkes Bein im ersten Drittel von Spiel 1 dieser Serie verletzt hatte. Der 21-jährige Rookie Backup Andrei Vasilevskiy sprang für ihn ein und die Lightning trotzten den geringeren Gewinnchancen gegen die hochtalentierten Penguins.

"Ich glaube 'Charakter' ist das richtige Wort um diese Truppe zu beschreiben", sagte Stralman. "aber auch 'Erfahrung'. Wir haben viel vom vergangenen Jahr gelernt und wir stünden nicht hier, wenn wir panisch oder so ähnlich reagieren würden. Wir machen einfach weiter und wenden das Blatt zu unseren Gunsten."

Da passt dazu, dass Johnson das Siegtor erzielen konnte. Beim Warmup von Spiel 4 am Freitag wurde er vom Puck am Mund getroffen, er spielte und schoss das Tor zum 4-3 Sieg.

Am Sonntag landete ein Schuss vom linken Bullkreis von Jason Garrison am Gesäß von Johnson und ging von dort zum Overtimesieg ins Netz.

"Perfekt" beschreibt Hedman wie der Puck von Johnson's Hinterteil abgefälscht wurde.

"Genau das ist Playoff-Hockey", sagte Hedman. "Vieles von dem was wir im vergangenen Jahr in den Playoffs durchgemacht haben, hilft uns jetzt. Es gibt viele Up und Downs. Manchmal spielst du nicht dein bestes Eishockey, du spielst gegen starke Mannschaften und du musst einen Weg finden dich zu konzentrieren und nicht nach hinten zu schauen. Wir beginnen jedes Spiel von Neuen. Das ist die richtige Haltung und die größte Lektion, die wir vom letzten Jahr mitgenommen haben. Es ist immer eine Berg- und Talfahrt. Es wird nicht leichter, es wird immer schwerer und schwerer. Es ist die stärkste Liga und es ist am schwersten um diese Trophäe zu spielen.

"Es gibt viele großartige Teams, die um sie kämpfen und man muss fokussiert sein und sein Bestes geben."

Man hatte den Eindruck, dass die Lightning ihre Konzentration in der letzten Minute des ersten und zweiten Drittels verloren haben.

Hedman verbrannte sich die Finger an Bryan Rust, der an ihm vorbeizog und einen Schuss abfeuerte, der zu Dumoulin's Rebound-Treffer und zur 1-0 Führung der Penguins führte als noch 0.7 Sekunden im ersten Drittel auf der Uhr standen.

Das gesamte Team der Lightning schien beim Rebound-Tor von Kunitz zu schlafen und es stand 3-2 für die Penguins. Tampa Bay hat sich einfach in der Pause neu gruppiert, kam ins dritte Drittel zurück und fand einen Weg zum erneuten Ausgleich.

"Ich sage nicht, dass sie mir keine Magengeschwüre verursachen, aber diese Gruppe strahlt eine Ruhe aus", beschrieb Lightning Coach Jon Cooper sein Team. "Selbst als wir zur Mitte des Spiels 0-2 zurücklagen, gab es keine Hektik. Niemand auf der Bank sagte etwas anderes als 'Lass uns das nächste Tor schießen, lass uns nur das nächste Tor schießen'. bevor wir den Ausgleich erzielt hatten. Sie waren spät [im zweiten] in Front gegangen, doch wir waren schon so häufig in einer solchen Situation ... Diese Jungs haben so viel Selbstvertrauen, die wissen genau was sie machen."

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