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Tampa Bay will Pittsburghs Dominanz brechen

von Stefan Herget / NHL.com

Die Tampa Bay Lightning waren in den Playoffs der ersten beiden Runden das überzeugendste Team, geht man nur nach der Tatsache, dass sie sich in nur zehn Spielen für das Eastern Conference Finale qualifiziert haben.

Sowohl in der ersten Runde gegen die Detroit Red Wings, als auch in der zweiten gegen die New York Islanders verloren die Bolts lediglich einmal in jeder der beiden Serien und setzten sich in fünf Spielen mehr oder minder souverän durch.

Seit heute Morgen steht fest, dass sie im Conference Finale gegen die Pittsburgh Penguins mindestens sechs Spiele benötigen würden, wenn sie in das Stanley Cup Finale einziehen sollten. Nach einer 4-2 Niederlage zu Hause in der Amalie Arena in Spiel 3 liegen sie in der Best-of-7 Serie mit 2-1 im Rückstand.

Jedes Spiel ist ein neues Spiel, um den Standardphrasen Genüge zu tun, doch nach diesem Auftritt muss sich gewaltig viel ändern, wollen die Lightning die nächsten drei Spiele bzw. drei aus noch vier möglichen Spielen gewinnen.

Es war nicht so, dass Tampa keine Chancen gehabt hätte, im Gegenteil. Bereits nach drei Minuten hatte Verteidiger Anton Stralman alleine vor Matt Murray die große Chance zum Führungstreffer, doch der junge Torhüter der Penguins blieb Sieger.

"Ich denke wir haben wirklich gut begonnen, mit schönem Schwung am Anfang", sagte Stralman. "Wir hielten sogar dem Sturmlauf im Zweiten stand, aber sie hatten ein spätes Tor und das gab ihnen einen großen Schub. Wir haben nicht gut verwertet und daraus haben sie einen Vorteil gezogen. Sie hatten sehr viel Zeit in der Zone und es ist schwer gegen ein so starkes offensives Team zu verteidigen."

Die Analyse von Stralman trifft es auf den Kopf, obwohl es etwas deutlicher ausgedrückt werden kann. Tampa Bay hatte seine Chancen, besonders im ersten Drittel und blieb im zweiten im Spiel, weil Pittsburgh zu wenig aus seiner Überlegenheit machte und zunächst das Tor nicht traf, besonders weil Lightning Torhüter Andrei Vasilevskiy auf dem Posten war. Doch je länger die Partie dauerte, wurde deutlich, dass die Penguins agiler, spritziger und bissiger waren als die Hausherren. Deswegen setzten sie sich am Ende auch verdient durch.

"Man muss ihnen Anerkennung geben”, sagte auch Tampas Stürmer Tyler Johnson, der in der 46. Minute nur 14 Sekunden nach dem 2-0 durch Phil Kessel auf 2-1 verkürzen konnte und seine Farben so im Spiel hielt. "Sie spielen hart, sie sind sehr gut aufeinander eingespielt. Ich dachte wir hatten ein großartiges erstes Drittel. Wir waren ihnen überlegen, aber dieses zweite Drittel, haben wir ein bisschen nachgelassen und das darf nicht passieren."

Es setzte sich fort, was in den ersten beiden Spielen bereits der Trend war. Pittsburgh schießt viel mehr auf das Tor. 76 zu 41 lautete das Verhältnis dort und obwohl die Lightning mit 12 zu 10 im ersten Abschnitt die Oberhand behielten, kippte es nach dem ersten Wechsel dramatisch auf 38 zu 16 in den restlichen 40 Minuten Spielzeit.

Trotzdem stand es bis zur 40. Minute 0-0 und alles war offen, ehe Carl Hagelin zehn Sekunden vor der Sirene zur zweiten Pause den Abpraller von Phil Kessels Schuss zur Führung von Pittsburgh und seinem fünften Treffer der Playoffs verwertete. Voraus ging ein Puckverlust von Lightning Stürmer Jonathan Drouin in der gegnerischen Zone, der zum schnellen Konter führte.

"Natürlich hatten wir eine wirklich starke zweite Periode und wir verdienten es uns ein paar Tore zu erzielen", betonte Hagelin. "Aber [Vasilevskiy] spielte großartig. Immer wenn du 10 Sekunden vor dem Ende der Periode treffen kannst, gibt das definitiv einen Schub des Moments für deine Mannschaft."

Was heißt das alles für Spiel 4 am Freitag (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports; Sa. 2:00 Uhr MESZ) erneut in Tampa?

Die Gastgeber müssen versuchen, die Begegnung mehr an sich zu reißen. Wenn Pittsburgh dominant im Spielverlauf bleibt, dann wird es wenig bringen, sich auf den Torhüter zu verlassen und selbst eine bessere Chancenverwertung an den Tag zu legen. Das kann im einen oder anderen Fall gut gehen, auf Dauer wird es das nicht. Die Lightning müssen nun immerhin drei aus höchstens vier Spielen für sich entscheiden, um das Ausscheiden zu vermeiden.

"Ich weiß wir können mit diesen Jungs mithalten", versicherte Stralman. "Sie sind ein wirklich gutes Team, aber das sind wir auch. Wir müssen nur etwas besser unser Spiel annehmen."

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