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Das Tagebuch von Marco Rossi zum NHL Draft 2020

Der Stürmer der Ottawa 67´s schreibt im fünften Eintrag, dass ihm der Titel des OHL-Topscorers weniger wert ist als der Mannschaftserfolg

von Marco Rossi @NHLde / Exklusiv für NHL.com

Mit einem monatlichen Tagebucheintrag wird Marco Rossi (1,76 m, 79 kg) von den Ottawa 67's aus der Ontario Hockey League (OHL) exklusiv für NHL.com seinen Weg bis zum NHL Draft 2020 in Montreal schildern. Der 18 Jahre alte Center steht im Midterm-Ranking des NHL Central Scouting bei den nordamerikanischen Skatern an fünfter Stelle. Nach 47 Spielen führt er die Scorerwertung der OHL mit 100 Punkten (33 Tore, 67 Vorlagen) an.

Im fünften Eintrag schreibt Rossi darüber, dass es ihm wichtiger ist, mit der Mannschaft erfolgreich zu sein, als den Titel des Topscorer in der OHL zu gewinnen.

Hallo Eishockey-Fans,

ich freue mich riesig, dass sich unser Team bereits einen Platz in den Playoffs gesichert hat. Jetzt können wir uns viel leichter auf unseren Entwicklungsprozess konzentrieren, als wenn wir als Sechst- oder Siebtplatzierter jedes Spiel gewinnen müssten. Für uns ist die Ausgangslage völlig anders. Als Spitzenreiter der Eastern Conference (42-10-1) genießen wir den Luxus, uns in Ruhe darüber Gedanken zu machen, wie wir uns weiter steigern können.

Man findet immer kleine Details im Spiel, die sich verbessern lassen. Vor allem, wenn man sich das Video der vorangegangenen Partie anschaut. Wie gesagt: Es gibt stets Luft nach oben. Wir haben nie die überhebliche Haltung, dass wir alle schon auf Top-Niveau spielen. Wir wissen, dass wir noch zusätzliches Potenzial haben und suchen nach Wegen, um es auszuschöpfen.

Ich persönlich bin stolz darauf, wie ich im Moment spiele. Aber natürlich will ich noch mehr zeigen. Worauf ich mich nicht wirklich fokussiere, sind meine eigenen Scorerpunkte. Das Wichtigste für mich ist es, der Mannschaft dabei zu helfen, die Meisterschaft in der OHL zu gewinnen. Ich will unbedingt vermeiden, dass es so wird wie letztes Jahr, als wir im Finale gegen Guelph verloren haben. Es ist mir total wichtig, diesen Titel zu holen. Meine Mannschaftskameraden denken genauso.

Darüber hinaus habe ich mir keine besonderen Ziele gesetzt. Ich wusste, was mich in meiner zweiten Saison in Nordamerika erwarten würde. Deshalb möchte ich in erster Linie das Beste geben und Spaß haben. Ich denke immer nur von Spiel zu Spiel. Das hat mir schon mein Vater beigebracht, als ich noch ein kleiner Junge war. Ich habe seine Worte noch in den Ohren. Wenn man dagegen über die ganze Saison nachdenkt, kommt man schnell durcheinander.

Dass ich jederzeit in der Lage bin, für mein Team zu punkten, verschafft mir natürlich viel Selbstvertrauen. Man entwickelt ein Gefühl dafür, wenn es gut läuft und einem die Dinge zufallen. Wenn man scort und gute Abende verlebt, ist das natürlich großartig. Aber man muss jedes Mal für das nächste Match bereit sein und darf nicht zu weit vorausschauen.

Ich bin gespannt auf das Wochenende, das vor mir liegt. Wir setzten unseren Roadtrip am Freitag in Sault Ste. Marie und am Sonntag in Sudbury fort. Es macht immer viel Spaß, zusammen mit den Jungs unterwegs zu sein.

Vielen Dank fürs Interesse. Bis nächsten Monat.

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