Skip to main content

Subban und Ekholm oben auf

Kongeniales schwedisch-kanadisches Verteidigungsduo der Preds dominiert in Stanley Cup Finale

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Die Bridgestone Arena befand sich am Montag bei Spiel 4 des Stanley Cup Finales 2017 nahezu das gesamte Spiel über im Ausnahmezustand. Mit Standing Ovations und einem ohrenbetäubenden Lärm preschten die fanatischen Predatorsfans ihr Team zum 4-1 Sieg gegen die Pittsburgh Penguins.

Nur einmal erstummte die Heimspielstätte der Nashville Predators. Die Predators führten gerade mit 3-1 und alles schien perfekt zu laufen, als P.K. Subban 7:18 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit von einem strammen Schuss von Penguins Center Evgeni Malkin getroffen wurde.

Subban warf sich mustergültig in die Schussbahn und fing das Spielgerät mit seinem Knöchel ab. Der Verteidiger in Diensten der Predators krümmte sich vor Schmerzen, warf seine Handschuhe von sich und verschwand nach wenigen Sekunden gekrümmt im Kabinengang.

Sämtliche Fans befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einer Art schockstarre. Hatten sie nun tatsächlich das Saisonende ihres Publikumslieblings erlebt, der einem Erdrutsch gleichen würde?

Doch das Horrorszenario sollte sich nicht bestätigen. Nach kurzer Behandlungspause in den Katakomben kehrte Subban zurück und brachte das Spiel zu Ende.

"Der Schuss hat mich einfach dort getroffen, wo ich keine Schoner habe", erklärte Subban später. "Das ist es. Es ist sehr schmerzhaft."

Im Verlaufe der Woche verbesserte sich Subbans Zustand und es kristallisierte sich heraus, dass er sich bei seinem heldenhaften Einsatz nicht ernsthaft verletzt hatte.

"Es geht mir wieder besser", erklärte er nach dem Dienstagstraining.

Jede andere Nachricht würde für die Predators einer Hiobsbotschaft gleichkommen.

Im Schatten der beiden offensivstarken Verteidigern Roman Josi und Ryan Ellis, die in den laufenden Stanley Cup Playoffs bereits 6 beziehungsweise 5 Tore schossen und nahezu durchgehend Druck auf das gegnerische Gehäuse ausüben, dirigiert Subban die nominell erste Verteidigungsreihe der Predators.

Zwar stehen Subban und sein Verteidigungspartner Mattias Ekholm ihren Kollegen in Sachen Torgefahr etwas nach, doch in ihrer nicht ganz so medienwirksamen aber verantwortungsvollen Rolle, die Topstürmer der Penguins zu bewachen, glänzen sie durchgehend.

"Es ist eine große Stärke unseres Teams, dass wir so tief aufgestellt sind", erklärte Verteidiger Roman Josi.

Subban und Ekholm haben die beste Plus-Minus-Statistik aller Verteidiger, die aktuell noch im Rennen um den Stanley Cup sind. Subban rangiert bei Plus-8, Ekholm bei Plus-9.

Ab Spiel 3 des Stanley Cup Finales erhielten sie von Coach Peter Laviolette die undankbare Aufgabe, die Sturmformation um Evgeni Malkin aus dem Spiel zu nehmen. Diese erfüllten sie bislang mit Bravour.

Malkin, der mit sieben Toren und 17 Assists als der punktbeste Spieler der laufenden Playoffs ins Stanley Cup Finale ging und auch bei den ersten beiden Heimsiegen der Penguins ordentlich Gefahr ausstrahlte, wurde von Ekholm und Subban in Nashville meisterhaft ausgeschaltet.

Subban und Ekholm standen Malkin und seinen Nebenleuten nahezu durchgehend auf den Füßen. Sie hatten keinerlei Möglichkeit, sich zu entfalten.

Für die Predators wird es ein entscheidender Faktor sein, ob die Verteidigungsreihen der Predators auch im bevorstehenden Spiel 5 der Finalserie, das am Donnerstag um 8:00 p.m. ET in der PPG Paints Arena zu Pittsburgh ausgetragen wird, an die Leistungen in der heimischen Bridgestone Arena anknüpfen können.

Headcoach Peter Laviolette hat vollstes Vertrauen in seine Verteidiger.

"Ich denke, unsere Abwehr spielte die ganze Saison überragend", erzählte Laviolette. "Sie ist wirklich stark. Man muss auch Yannick Weber und Matt Irvin für den Job danken, den sie verrichten.

"Die Top 4 nehmen sehr gute Minuten. Das ist extrem wichtig, wenn man gegen ein Team spielt, das zwei herausragende Center hat."

Mehr anzeigen