Skip to main content

Statistik sieht Crosby leicht vor Ovechkin

von Rob Vollman / NHL.com

Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins und Alex Ovechkin von den Washington Capitals waren seit ihrem NHL Debüt 2005 an vorderster Front.

Jetzt treffen sie zum zweiten Mal in den Playoffs aufeinander, in der zweiten Runde der Eastern Conference. Beim ersten Aufeinandertreffen schlugen Crosby und die Penguins Ovechkin und die Capitals, im Eastern Conference Halbfinale 2009, in sieben Spielen.

Einige moderne Statistiken geben einen interessanten Blick darauf, welcher der Beiden seinem Team den größeren Vorteil bringt.

Punkte

Crosby war diese Saison der stärkere Angreifer, besonders nachdem Mike Sullivan am 12. Dezember Pittsburghs Trainer wurde. Zwischen diesem Zeitpunkt und dem Ende der regulären Saison, lag Crosby gleichauf mit Joe Thornton von den San Jose Sharks, mit 66 Punkten auf dem ersten Platz der NHL, mit 30 Toren lag er nur hinter Ovechkin, der auf 36 Tore und 46 Punkte kamen.

Betrachtet man nur das Spiel fünf gegen fünf über die gesamte Saison, erreichte Crosby 18 Tore und 51 Punkte bei 1.209:47 Eiszeit, während Ovechkin auf 27 Tore und 40 Punkte bei 1.184:10 Eiszeit kommt.

Torjäger und Spielmacher lassen sich zwar schwer vergleichen, aber während Ovechkin 50% mehr Tore erzielte, kam Crosby auf 150% mehr Assists als sein gegenüber. Zählt man nur erste Assists, führt Crosby 21-2. Das zeigt, dass Crosby viel mehr Schussversuche vorbereitete als Ovechkin, was die Tordifferenz mehr als ausgleicht.

Defensive

Es ist selbst unter den besten Umständen schwierig defensive Leistungen statistisch zu messen und beinahe unmöglich wenn es um offensiv orientierte Spieler geht.

Crosby und Ovechkins größter Beitrag zur Abwehr, ist die Torgefahr die von ihnen ausgeht. In anderen Worten: es ist schwer sich um die Offensive zu kümmern, wenn man sich voll darauf konzentriert diese Spieler zu entschärfen. Also ist die Frage, wessen Potential im Angriff zieht die meisten Verteidiger auf sich.

Es gibt ein paar moderne Statistiken, die helfen zu bewerten, wie sehr solche Spieler genutzt werden um Gegenspieler zu binden, gegen starke Reihen spielen oder gegen schwächere.

Aus dieser Sicht werden beide Spieler ähnlich genutzt. Sie werden in Offensive und Defensive ähnlich ausgeglichen eingesetzt und gegen ähnlich starke Gegner. Tatsächlich sind die beiden mit ihren 32:18 Eiszeit gegeneinander, der jeweils vierthäufigste Gegenspieler des jeweils anderen. Hier hat keiner die Nase vorn.

Puckbesitz

In Ermangelung einer Statistik einer Statistik, die aufzeichnet wie viel Zeit ein Team mit bestimmten Spielern auf dem Eis im Puckbesitz ist, wird dies anhand der Schussversuche geschätzt.

Auch hier ist der Unterschied kaum messbar. Die Capitals kamen auf 1.222 zu 1.074 Torschüssen wenn Ovechkin auf dem Eis war, während die Penguins mit Crosby beinahe identisch auf 1.290 zu 1.077 Schüsse kamen.

In anderen Worten: Washingtons Anteil an den Torschüssen Wuchs von 49,7% auf 53,22% wenn Ovechkin auf dem Eis war. Pittsburgh verbesserte sich mit Crosby von 51,9% auf 54,5%. Bei Puckbesitz bringen beide ihrem Team einen ähnlichen Vorteil.

Special Teams

Die Penguins und Capitals kamen auch durch ein starkes Powerplay zu ihren Siegen in der ersten Runde. Die Penguins trafen bei acht von 21 Powerplays gegen die New York Rangers und die Capitals trafen bei acht von 27 Gelegenheiten gegen die Philadelphia Flyers.

Crosby liegt gleichauf mit Teamkollegen Evgeni Malkin und Phil Kessel und Capitals John Carlson, mit fünf Punkten im Powerplay, auf dem ersten Platz in den Playoffs. Ovechkin hat drei Punkte im Powerplay.

In der regulären Saison erzielten Ovechkin und Crosby je 24 Powerplay Punkte. Der einzige Unterschied ist, dass Ovechkin selbst trifft, Crosby vorbereitet.

Was die Unterzahl angeht, kann man von beiden keine großen Einsetze erwarten. Während ihrer Karriere kam Crosby in Playoff Spielen auf durchschnittlich 11 Sekunden Eiszeit in Unterzahl, Ovechkin auf fünf.

Extras und Unmessbares

Statistisch gesehen ist der einzig erwähnenswerte, verbleibende Unterschied das härtere Körperspiel von Ovechkin, der mit 225 Checks auf Rang 2 der Capitals liegt, hinter Tom Wilsons 253. Crosby kam auf 90 Checks, Rang 8 der Penguins.

Diese zusätzliche Härte wird mit zusätzlichen Strafen bezahlt. Ovechkin erhielt 25 Strafen, Crosby 21.

Was das nicht Messbare angeht: Crosby ist für wichtigere Spiele bekannt, mit Siegen im Stanley Cup 2009, und der olympischen Goldmedaille 2010 und 2014.

Das und sein statistischer Vorteil in der ersten dieser fünf Kategorien, reicht um diese klassische Debatte leicht zu Crosbys Gunsten zu verschieben.

Mehr anzeigen