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Starke Verteidiger noch ohne Vertrag

von Bernd Roesch / NHL.com

Seit zehn Tage läuft mittlerweile die Free Agency Periode. Viele Spieler konnten sich bereits mit einem neuen Club einigen oder unterschrieben bei ihrem bisherigen Arbeitgeber. Es befinden sich aber auch noch einige, für die eine oder andere Franchise hochinteressante Namen unter den Vertragslosen.

Vor allem auf der Verteidigerposition könnte sich manches Team noch verstärken. Potenzielle Arbeitgeber, die sich nach einem erfahrenen Blueliner umschauen, sind in der Eastern Conference die Boston Bruins und in der Western Conference die Dallas Stars und die Los Angeles Kings.

Hier sind drei Verteidiger, darunter ein Deutscher, die in das Konzept dieser NHL-Teams gut passen würden.

Johnny Oduya

Der 33-jährige Schwede konnte mit den Chicago Blackhawks in den Jahren 2013 und 2015 zweimal den Stanley Cup gewinnen und holte 2014 mit der schwedischen Nationalmannschaft Silber bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Nach seiner Ausbeute von zwei Toren und acht Assists in 76 Partien der regulären Saison 2014/15 konnte man meinen, dass Oduya seinen Leistungszenit bereits überschritten hat. In den folgenden Playoffs, als er es in 23 Spielen auf fünf Vorlagen brachte, bewies der Schwede, dass er noch keinesfalls zum alten Eisen gehört und zeigte es seinen Kritikern. Oduya ist kein Offensivverteidiger sondern ein Arbeitstier. Seine punktbeste Saison absolvierte er 2008/09 mit 29 Zählern (7 Tore, 22 Assists) bei den New Jersey Devils. In den vergangenen Playoffs stand er durchschnittlich 24:45 Minuten auf dem Eis. Die Chicago Blackhawks wissen was sie an Oduya haben, so dass General Manager Stan Bowman alles versuchen wird ihn zu halten. Größtes Hindernis dürfte der Salary Cap sein, den die Blackhawks bereits jetzt ausgereizt haben. Im letzten Jahr seines 3-Jahres Vertrages verdiente Oduya 2,825 Millionen.

Cody Franson

Mitte Februar dieses Jahres kam Franson in einem Trade von den Toronto Maple Leafs zu den Nashville Predators, zu jener Mannschaft, die ihn im Jahre 2005 in der dritten Runde gedraftet und für die er bereits von 2009 bis 2011 die Schlittschuhe geschnürt hatte. Nachdem der 27-Jährige zu Beginn der vergangenen Saison bei den Leafs durchaus gut punkten konnte - 6 Tore und 26 Vorlagen in 55 Spielen - hatten sich die Predators sicherlich von dem Kanadier mehr erhofft, als vier Scorerpunkte (1 Tor, 3 Assists) in 23 Partien bis zum Saisonende. Bei den Leafs stand Franson pro Spiel durchschnittlich 21:23 Minuten auf dem Eis, bei den Predators reduzierte sich seine Eiszeit auf durchschnittlich 15:25 Minuten. Franson ist definitiv ein Blueliner für die ersten zwei Reihen. Seine Offensivqualitäten hat er in der Vergangenheit schon mehrmals unter Beweis gestellt. Dass Franson bisher noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden hat dürfte an seinen Gehaltsforderungen liegen. In den drei vergangenen Jahren schloss Franson jeweils nur Einjahresverträge ab - mit steigenden Gehältern. Zuletzt verdiente er US$ 3,3 Millionen.

Christian Ehrhoff

Mit Christian Ehrhoff steht auch ein Deutscher unter den besten Verteidigern der Liga, die bisher noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden haben. Dass sich die Wege von ihm und den Pittsburgh Penguins trennen werden, dürfte so gut wie sicher sein, glaubt man diversen Medienberichten. Die Penguins waren Ehrhoffs zweite Station in den vergangenen vier Jahren, seit er mit den Vancouver Canucks im Frühjahr 2011 bis in das Stanley Cup Finale vordringen konnte. Seine letzte Saison bei den Westkanadiern war auch gleichzeitig die beste in seiner mittlerweile elf Jahre währenden NHL-Karriere (14 Tore, 36 Assists in 79 Partien). Vom Verletzungspech verfolgt konnte der 33-Jährige vergangene Spielzeit nur 49 Partien (3 Tore, 11 Assists) bestreiten. Nachdem er von den Buffalo Sabres 2014 aus seinem bis zum Ende der Saison 2020/21 laufenden 10-Jahresvertrag herausgekauft wurde, unterzeichnete Ehrhoff im vergangenen Sommer einen US$ 4 Millionen schweren Einjahresvertrag bei den Penguins. Das wichtigste Kriterium, das Ehrhoff an seinen neuen Arbeitgeber stellen wird ist die Fähigkeit um die Titelvergabe ein Wörtchen mitzureden. Damit bewahrt er sich die Chance seinen Traum vom Gewinn des Stanley Cup verwirklichen zu können. Sind damit die Dallas Stars als potenzieller Vertragspartner von Ehrhoff aus dem Rennen?

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