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Stanley Cup Finale 2016: Wer siegt, wenn …?

von Stefan Herget / NHL.com

Das Stanley Cup Finale zwischen den Pittsburgh Penguins und den San Jose Sharks beginnt am Montag um 8:00 p.m. ET (Di. 2:00 UHR MESZ) im Consol Energy Center von Pittsburgh.

Die Wahrheit liegt nur am Eis, aber verschiedene Fakten sind herausstechend. Wir geben einen Überblick, was für beide Mannschaften entscheidend sein könnte, um zu gewinnen.

Die Penguins gewinnen, wenn …

Sie in der Lage sein werden, die gut und tief besetzten Sturmreihen der Sharks in Schacht zu halten. Sie müssen versuchen die körperliche Präsenz ihrer Kontrahenten zu umgehen und selbst die gegebene Schnelligkeit ausspielen.

Ein weiterer Faktor wird sein, das starke Powerplay der Sharks nicht zu Geltung kommen zu lassen, das heißt wenn möglich der Strafbank fern zu bleiben. Auf Brent Burns an der Blauen Linie muss dabei besonders geachtet werden und seine Schüsse sollten geblockt werden, weil vor dem Tor steht zumeist Joe Pavelski, der ein Meister im Abfälschen von Torschüssen ist.

Gerade das Blocken von Schüssen war ein Plus in der Serie gegen die Tampa Bay Lightning und das können die Penguins auch gegen die Sharks gut gebrauchen.

Torhüter Matt Murray wird sich bedanken, wenn das klappt. Auf ihn wird genug Arbeit zukommen und von daher wie immer im Eishockey ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum Sieg.

Tiefe im Kader hin oder her. Sie ist ohne Zweifel wichtig gerade dann, wenn die Starspieler von den besten Verteidigungspaaren außer Gefecht gesetzt werden, doch im Stanley Cup Finale wird es vor allem für Pittsburgh darauf ankommen, dass Sidney Crosby, Evengi Malkin und Phil Kessel punkten. Bekommen sie einen Lauf, dann wird es für San Jose schwierig Schritt zu halten, weil sie über die größere individuelle Klasse verfügen.

Schließlich gewinnen die Penguins dann, wenn sie ihre beiden Spiele zu Hause zum Auftakt für sich entscheiden können. Eine 2-0 Führung in der Serie werden sie kaum noch wieder hergeben.

Die Sharks gewinnen, wenn …

sie weiterhin so offensiv produzieren können, wie sie es bisher getan haben. Die Sharks sind das erste Team mit vier Spielern (Logan Couture, Joe Pavelski, Brent Burns, Joe Thornton), die im Schnitt mindestens einen Punkt pro Spiel in mindestens 18 Spielen in einen Playoffs seit dem Stanley Cup Champion 1991 Pittsburgh (Mario Lemieux, Mark Recchi, Kevin Stevens, Larry Murphy).

Wichtig wird sein, die Geschwindigkeit, die Pittsburgh auszeichnet zum Erliegen zu bringen bzw. zumindest zu drosseln. Geschickt die Räume in der neutralen Zone eng machen und die eigene Blaue Linie als wichtige Grenze zu schützen, sind nur zwei Möglichkeiten, das zu tun.

Durch Puckbesitz und Dominanz lässt sich vieles erzwingen. San Jose muss Pittsburghs Drang das gegnerische Tor zu belagern und den Torhüter mit Schüssen einzudecken eindämmen. Sharks Schlussmann Martin Jones wird sich nicht über zu wenig Arbeit beklagen müssen, denn Pittsburgh hat in den bisherigen Playoffs im Schnitt pro Spiel 35,1 Mal den gegnerischen Torhüter geprüft.

Ein Grund für den Sieg von San Jose im Fall des Falles liegt außerhalb des Eis. Das Team muss es schaffen, den Trubel eines Stanley Cup Finales, den außer Jones noch keiner erlebt hat, abzuschütteln. Die Medienpräsenz und das Interesse der Öffentlichkeit potenziert sich nochmals deutlich nach oben.

Der diesjährige Spielplan des Finales lässt durch mehrmalige zweitägige Pausen Zeit um ins Grübeln und Nachdenken zu kommen. Die mentale Seite wird gerade für die unerfahrenen Spieler eine Komponente sein.

Schlüssel zum Sieg für die Sharks wird am Ende sein, mindestens ein Spiel von den beiden ersten in Pittsburgh zu klauen, um dann die in den Playoffs zurück gewonnene Heimstärke bis zum Triumph auszuspielen.

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