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Spannung im Duell Colorado gegen Minnesota

von Stefan Herget / NHL.com

Neun Spiele verbleiben noch um zu entscheiden, wer die achte Mannschaft in der Western Conference sein wird, die in die Playoffs einziehen wird. Während den Los Angeles Kings, Dallas Stars, St. Louis Blues, Chicago Blackhawks und Anaheim Ducks die Playoff-Teilnahme realistisch wohl nicht mehr zu nehmen ist, dürfte der Vorsprung der San Jose Sharks (9 Punkte bei 11 verbleibenden Spielen) und Nashville Predators (8 bei 10) ausreichen, um den Einzug zu schaffen.

Bleibt die Frage nach der achten Mannschaft. Da die Arizona Coyotes und die weiteren Teams dahinter zehn und mehr Punkte Rückstand aufweisen, wird es um den letzten verbliebenen Platz bei einem Zweikampf zwischen der Colorado Avalanche und den Minnesota Wild bleiben.

Momentan liegt Colorado mit 80 Punkten einen Zähler vor den Wild bei gleicher Anzahl von absolvierten Spielen. Doch in diesem Duell steht in den Sternen, wer sich letztendlich durchsetzen wird. Bereits seit ein paar Wochen geht es zwischen den beiden hoch her und die Platzierungen wechseln manchmal stündlich.

Am vergangenen Sonntag zum Beispiel gewannen die Wild ihr zweites Spiel in Folge im Shootout bei den Blackhawks und überholten die Avs in der Tabelle. Nur eine Stunde später stand fest, dass auch Colorado mit 3-2 bei den Edmonton Oilers gewonnen hatte und zog wieder vorbei.

"Es sagt sehr viel“, betonte Wild Trainer John Torchetti in Bezug auf die zwei Siege seiner Jungs im Shootout gegen die Carolina Hurricanes und Blackhawks. "Es sagt, dass [unsere Jungs] es wollen. Einige Leute stellen in Frage, dass wir es wollen, aber ich nicht. Ich glaube, wir wollen es.“

Etwas Unruhe in die Mannschaft brachte Torchetti, indem er zuletzt den Österreicher Thomas Vanek, seinen drittbesten Torschützen mit 18 Saisontreffern, zwei Mal in Folge von der Tribüne aus zusehen ließ. Seinen Stürmer ließ er über die Gründe dafür im Unklaren.

"Ich glaube zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Notwendigkeit zu reden", sagte Vanek darauf angesprochen. "Wir versuchen Spiele zu gewinnen und wenn es das ist, was [Torchetti] glaubt, die beste Aufstellung ist, dann habe ich das zu respektieren. Es ist so wie es ist.“

Torchetti erwartet insgesamt ein besseres Auftreten von Vanek und lässt etwas Kritik anklingen. "Nur ein solides Spiel, das ist es, was wir von allen unseren Spielern abverlangen“, sagte Torchetti. "Wir nehmen diejenigen in die Aufstellung, von denen wir der Meinung sind, dass sie uns helfen zu gewinnen und wenn du nicht dabei bist, dann musst du eben deinen Auftritt abwarten. Und dann, wenn du zurückkehrst, auch in der Aufstellung bleiben.“

Vanek war natürlich wenig begeistert, dass er auch gegen Chicago zuschauen musste und trotz des Ausfalls von Ryan Carter nach seiner gegen Carolina erlittenen Verletzung Chris Porter den Vorzug erhielt.

"Ob ich glücklich darüber bin?“, sagte Vanek. "Natürlich nicht. Ich fühle mich immer noch so, dass ich einen Unterschied in dieser Liga ausmachen kann. Es ist natürlich ein hartes Jahr, aber am Ende des Tages, ist es schwierig Tore zu erzielen und ich habe 18 davon, was aber nicht das ist, wo ich sein will. Aber nochmal, es ist so wie es ist. Ich werde nicht frustriert sein oder negativ werden. Ich werde nur hart arbeiten und auf meine Chance warten zurück zu kommen und den Unterschied auszumachen.“

Ein Vorteil der Wild ist, dass sie am heutigen Dienstag im Spiel gegen die Kings vorlegen könnten, ehe am Donnerstag die Avalanche mit einem Heimspiel gegen die Philadelphia Flyers auch wieder ins Geschehen eingreifen. Doch eine Stunde zuvor beginnen die Wild gegen die Calgary Flames ihr Heimspiel.

Am Samstag kommt es dann zum Showdown, wenn beide Kontrahenten um 20 Uhr MEZ (3 p.m. ET) in Denver aufeinander treffen.

Colorado kann seit Sonntag wieder auf Kapitän Gabriel Landeskog zurückgreifen, der seine drei Spiele dauernde Sperre abgesessen hat, wobei zwei der drei Partien auch ohne ihn gewonnen wurden.

Ein neues Sorgenkind von Trainer Patrick Roy ist Center Nathan MacKinnon, der sich am Freitag gegen Calgary am Knie verletzt hatte und bereits am Sonntag passen musste. Über die Schwere der Verletzung ist bis jetzt nichts bekannt.

Ebenfalls wegen einer Knieverletzung musste Stürmer Matt Duchene die vergangenen beiden Begegnungen passen. Der offiziellen Auslegung zur Folge, ist er day-to-day, also kurzfristig außer Gefecht. Gut für Roy wäre, wenn er auf beide bereits am Donnerstag, spätestens aber zum wichtigen Match am Samstag zurückgreifen könnte.

Unabhängig davon spricht für die Avalanche, dass sie bisher drei Siege mehr als die Wild in regulärer Spielzeit und Verlängerung (ROW-Wert) einfahren konnten. Eine Zahl, die bei Punktgleichheit zum Tragen käme.

Beim Blick auf das Restprogramm könnte den Avs-Fans ein kalter Schauer über den Rücken laufen, denn ihr Team spielt nur noch gegen Playoff-Mannschaften, während die Wild noch vier Gegner aus den unteren Tabellenregionen vor sich haben.

Hier zum Abschluss der Überblick (H= Heimspiel, A= Auswärtsspiel) dazu:

Restprogramm Colorado:

Flyers (24.3. H), Wild (26.3. H), Predators (28.3. A), Blues (29.3. A), Capitals (1.4. H), Blues (3.4. H), Predators (5.4. A), Stars (7.4. A), Ducks (9.4. H)

Restprogramm Minnesota:

Kings (22.3. H), Flames (24.3. H), Avalanche (26.3. A), Blackhawks (29.3. H), Senators (31.3. H), Red Wings (1.4. A), Jets (3.4. A), Sharks (5.4. H), Flames (9.4. H)

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