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Sieger der NHL Awards in der Zusammenfassung

von Stefan Herget / NHL.com

Bei der Verleihung der NHL Awards 2016 in Las Vegas ging es in der vergangenen Nacht wieder pompös zu. Nach dem Einlauf der nominierten NHL-Stars und Gäste über den roten Teppich vor dem Hard Rock Hotel wurden im Saal Zug um Zug die Gewinner bekannt gegeben.

Bei drei Auszeichnungen standen diese bereits durch die Statistiken fest. Der Art Ross Trophy Gewinner für den besten Scorer der Saison hieß Patrick Kane von den Chicago Blackhawks. Mit 106 Punkten schaffte er dieses Kunststück als erster in den USA geborener Spieler.

Die Maurice Richard Trophy für den besten Torschützen ging an Alexander Ovechkin von den Washington Capitals und die William M. Jennings Trophy für das Torhüterduo mit mindestens 25 Spielen und dem geringsten Gegentorschnitt holten Frederik Andersen und John Gibson von den Anaheim Ducks.

Ausnahme der individuellen Awards, bei denen der Sieger schon vorher feststeht, ist die Conn Smythe Trophy für den wertvollsten Spieler der Playoffs. Dieser wird bereits unmittelbar nach dem Ende des Stanley Cup Finales gekürt und ist in diesem Jahr Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins.

Für die anderen Awards gab es drei Nominierte, aus denen letztendlich der Sieger erst am Abend gekürt wurde. Hier diese weiteren Trophäen im Überblick:

Hart Memorial Trophy (wertvollster Spieler):

Kane wurde der erste in USA geborene Spieler, der diese Auszeichnung gewinnen konnte. Er holte 1.395 Punkte in der Abstimmung und dabei 121 von 150 möglichen den ersten Plätzen. Crosby mit 800 und Jamie Benn mit 637 Punkten folgten auf den weiteren Plätzen.

„Es ist unglaublich für mich, dass sie bisher kein Amerikaner den Scoring Titel oder den MVP Award gewinnen konnte, weil es gibt so viele großartige amerikanische Eishockeyspieler“, sagte Kane. „Du kannst die Liste rauf und runter gehen, Jungs wie [Chris] Chelios, Brian Leetch, Mike Modano, Joe Mullen, Jeremy Roenick – Spieler die großartige Karrieren hatten.“

Vezina Trophy (bester Torhüter):

Braden Holtby und seine Einstellung des Rekordes von Martin Brodeur mit 48 Siegen in der regulären Saison brachte ihm den Awards für den besten Torhüter vor Ben Bishop von den Tampa Bay Lightning und Jonathan Quick von den Los Angeles Kings.

Holtby wurde von 26 der 30 General Managern der NHL ausgewählt. „Ich denke, dass ich noch besser sein kann“, sagte er selbstbewusst.

James Norris Memorial Trophy (bester Verteidiger):

Zum ersten Mal in seiner Karriere konnte Drew Doughty von den Los Angeles Kings die Norris Trophy holen. Er bekam 93 erste Plätze und 1.254 Punkte zugesprochen. Er ist der zweite Kings Spieler nach Rob Blake 1998, der diese Trophäe gewinnen konnte.

Doughty verbuchte in der Saison 51 Scorerpunkte, sowie eine Plus 24 und spulte durchschnittlich 28:01 Minuten Eiszeit herunter.

Calder Memorial Trophy (bester Rookie):

Artemi Panarin von den Chicago Blackhawks setzte sich letztendlich in dieser Kategorie gegen Connor McDavid von den Edmonton Oilers und Philadelphia Flyers Verteidiger Shayne Gostisbehere durch, der die halbe Saison wegen einer Verletzung verpasst hatte. Der Finne holte an der Seite von Kane 77 Punkte in 80 Spielen.

Für Panarin gab es in der Abstimmung 1.258 Punkte und 88 erste Plätze. „Ohne Kane hätte ich diese Auszeichnung möglicherweise nie bekommen“, sagte Panarin im Anschluss.

Frank J. Selke Trophy (bester defensiver Stürmer):

Nach zwei vergeblichen Anläufen in den vergangenen Jahren (2. in 2014 und 3. in 2015), gewann Anze Kopitar erstmals in dieser Disziplin und ist damit der erste Kings Spieler, dem diese Ehre zuteil wird.

Neben 74 Punkten kam der Slowene mit einer Plus 34 auf den zweitbesten Wert der gesamten Liga in diesem Bereich und verbrachte mit knapp über 1.690 Minuten unter allen Stürmern die meiste Zeit auf dem Eis.

Lady Byng Memorial Trophy (Spieler mit herausragender Sportlichkeit und Fairness):

Kopitar holte auch in dieser Kategorie die Auszeichnung. Zum ersten Mal nach Wayne Gretzky im Jahr 1994 ging die Lady Byng wieder an einen Akteur aus Los Angeles.

Jack Adams Award (Bester Trainer):

Zum dritten Mal war Barry Trotz als bester Trainer nominiert und dieses Mal klappte es. Er holte mit den Washington Capitals souverän die Presidents Trophy und wurde dafür mit diesem Titel erstmalig geehrt.

Bill Masterton Memorial Trophy:

Für seine Sportlichkeit und zugleich Hingabe für das Spiel wurde der 44-jährige Jaromir Jagr mit der Bill Masterton geehrt. Er führte mit 66 eigenen Punkten die Panthers zu neuen Franchiserekorden mit 47 Siegen und 103 Punkten.

Ted Lindsay Award:

Kane gewann auch in dieser Kategorie als Spieler, der sich nach Meinung der NHLPA besonders während der Saison hervortat.

King Clancy Memorial Trophy:

Vancouver Canucks Kapitän Henrik Sedin gewann hier als Spieler, der durch Sportlichkeit auf und abseits des Eis, sowie durch menschliche Hingabe und Einsatz für seine Stadt auffällt.

Bridgestone Messier Leadership Award:

Diese Kategorie ging an Shea Weber, der nach Meinung der Jury als Kapitän die Nashville Predators mustergültig führte.

NHL Foundation Award:

Die Auszeichnung ging an Calgary Flames Kapitän Mark Giordano und ehrt ihn dafür, dass er die Werte des Eishockeys nach Außen trägt und das Leben der Einwohner seiner Stadt bereichert.

NHL General Manager of the Year:

Zehn Tage nach dem Gewinn des Stanley Cups wurde Jim Rutherford von den Pittsburgh Penguins mit dieser Trophäe geadelt. Er wurde von zehn der 40 Wähler nach Abschluss der zweiten Playoffrunde auf den ersten Platz gesetzt.

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