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Sharks sind im Finale um den Stanley Cup

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

SAN JOSE -- Die San Jose Sharks ziehen zum ersten Mal in Ihrer 25-jährigen Geschichte in das Stanley Cup Finale ein. Am Mittwoch besiegten sie im SAP Center die St. Louis Blues in Spiel 6 des Western Conference Finales mit 5-2.

Joe Pavelski schoss sein viertes Tor in drei Spielen und sein dreizehntes in den Stanley Cup Playoffs -- NHL-Führung. Joel Ward kam auf zwei Treffer, vier in zwei Spielen. Auch Joonas Donskoi punktete.

Logan Couture erzielte ein Empty-Net-Tor und gab zwei Vorlagen. Er führt die Ligaweite Punktewertung mit 24 Zählern -- zwei mehr als Pavelski -- und die Vorlagenwertung mit 16 Assists -- einer mehr als Teamkollege Joe Thornton -- an. Brent Burns der einen Assist erzielte, hat nun 20 Punkte, was unter Verteidigern den Bestwert und in der Gesamtwertung den dritten Platz bedeutet.

Was wir lernten: Die Sharks haben alles, was es braucht, um den Stanley Cup zu gewinnen. Ihre Offensivstars Pavelski, Thornton, Couture, Burns und Patrick Marleau überzeugen sowohl bei 5-gegen-5 als auch im Powerply. Mit Ward, Donskoi und Abwehrspieler Paul Martin hat ihr Kader deutlich an Tiefe gewonnen. Mit Martin Jones ist ihr Torwartspiel wesentlich besser geworden. Sie konnten die Blues in ihrem eigenen Spiel schlagen: Forechecking, Grinding in der Offensivzone, auf dem gesamten Eis die Räume eng machen.

Was bedeutet das für die Sharks: Endlich, nach 24 Saisons, 18 Playoffs, vier Conference Finals und etlichen Enttäuschungen werden die Sharks zum ersten Mal um den Stanley Cup spielen. Seit 2004 haben sie 13 Playoffserien gewonnen. Einzig die Chicago Blackhawks (16) konnten in dieser Zeit bisher mehr gewinnen. Die Pittsburgh Penguins könnten am Donnerstag (2:00 a.m. MESZ) mit einem Sieg in Spiel 7 des Eastern Conference Finales gegen die Tampa Bay Lightning im gleichen Zeitraum die 14. Serie für sich entscheiden. Die Sharks können nun ihre Kräfte sammeln, während die Penguins und Tampa Bay Lightning eine extra Partie austragen werden.

Was bedeutet das für die Blues: Sie verpassten ihr erstes Stanley Cup Finale seit 1970 und werden nur wenig Trost daraus schöpfen können, dass sie mit 10 Siegen einen neuen Franchisrekord aufgestellt haben (1968, 1969 und 1970 mussten sie acht Partien gewinnen, um in das Stanley Cup Finale zu gelangen, wo sie jedes Mal den Kürzeren zogen). Blues Coach Ken Hitchcock und Kapitän David Backes könnten nun Free Agents werden.

Schlüsselmoment: Etwa in der Mitte des zweiten Spielabschnitts machte Jones einen starken Padsave gegen Blues Stürmer Jori Lehtera. Zu dieser Zeit führten die Sharks mit 2-0. Die Blues hatten eben eine vier Minütige Unterzahl (Hoher Stock von Stürmer Troy Brouwer) überstanden und hatten das Momentum auf ihrer Seite. Hätte Lehtera getroffen, wären sie womöglich zurück ins Spiel gekommen.

Unbesungener Held des Spiels: Abwehrspieler Marc-Edouard Vlasic bereitete den letzten Treffer des Spiels vor. Er und sein kongenialer Partner Justin Braun hielten Blues Stürmer Vladimir Tarasenko über die gesamte Serie in Schach. Tarasenko kam zwar auf zwei Tore in Spiel 6, erzielte diese jedoch erst im dritten Abschnitt, als der Spielstand schon bei 4-0 lag. Vlasic und Braun standen bei beiden Treffern nicht auf dem Eis. Bis dahin konnte Tarasenko in der Serie nicht punkten, obwohl er zuvor bereits 34 Tore (74 Punkte) in der Hauptrunde und sieben Tore (13 Punkte) in den ersten beiden Playoffrunden erzielte.

Was kommt als nächstes: Spiel 1 des Stanley Cup Finales ist am Montag. Falls sich die Penguins im Osten durchsetzen werden, wird es im Consol Energy Center in Pittsburgh sein. Sollten die Lightning gewinnen, findet es in San Jose statt.

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