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Schweiz unterliegt auch Dänemark

von Bernd Roesch / NHL.com

Viel Zeit blieb dem Schweizer Trainer John Fust nicht die deutliche 3-8 Auftaktniederlage am Samstag gegen die Juniortrekronors aufzuarbeiten. Bereits heute Abend musste das Schweizer Juniorenteam bei der Weltmeisterschaft erneut aufs Eis der Helsinki Ice Hall. Nicht mit von der Partie war Chris Egli. Der Stürmer vom HC Davos wurde wegen eines Check zum Kopf gegen den Schweden William Nylander für drei Spiele gesperrt und wird seinem Team erst wieder im Viertelfinale oder dem Relegationsspiel zur Verfügung stehen. Auch Calvin Thurkauf musste von der Tribüne aus zusehen, da er wegen eines Bandenchecks gegen Adrian Kempe für eine Partie suspendiert wurde. Fabian Heldner hatte sich ebenfalls gegen Schweden eine Matchstrafe eingehandelt und war damit automatisch nicht mit von der Partie.

Um die Relegation zu verhindern war ein Sieg heute gegen die dänische Auswahl fast schon Pflicht. Fust schenkte diesmal Schlussmann Joren van Pottelberghe das Vertrauen. Auf Seiten der Skandinavier stand Thomas Lillie im Tor. Die Dänen erwiesen sich von Spielbeginn an als unangenehmer Gegner und nach gerade einmal 3 1/2 Minuten musste Denis Malgin wegen Hohen Stocks auf der Strafbank Platz nehmen. Die Skandinavier konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Mit der Zeit kamen die Eidgenossen besser ins Spiel und erarbeiteten sich auch Torchancen. In der 9. Spielminute hatte schließlich das Warten auf die Führung ein Ende: Noah Rod, auf Vorarbeit von Roger Karrer und Edson Harrlacher, bescherte den Schweizern die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente 1-0 Führung. Die Dänen blieben bis zur ersten Drittelpause stets gefährlich und hatten auch die eine oder andere Einschussmöglichkeit - ein Treffer sollte ihnen jedoch noch nicht gelingen. Auch nicht im ausgeglichenen zweiten Durchgang, der für beide Seiten torlos verlief nachdem der Powerplaytreffer von Soeren Nielsen korrekterweise nicht gegeben wurde. Herauszuheben wäre, dass die Partie lange Zeit sehr fair, mit Respekt für den Kontrahenten, geführt wurde.

Im Schlussabschnitt gelang den dänischen Junioren ein Traumstart: Nach 67 Sekunden schoss Nielsen den 1-1 Ausgleich und nur fünf Minuten später war es Mathias From der van Pottelberghe das Nachsehen gab. Die Junioren aus der Alpenrepublik wirkten in den Folgeminuten geschockt. Sie warfen dann zwar noch einmal alles nach vorne, nahmen auch 122 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit ihren Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, der Ausgleich sollte ihnen aber nicht mehr gelingen. Völlig unverständlich war eine Aktion von Mathias Lassen zu Spielende, als er sich wegen eines Checks zum Kopf vom Schweizer Kapitän Tino Meier eine Spieldauerdisziplinarstrafe einheimste und den Jubel der Dänen über ihren ersten Sieg in der regulären Spielzeit bei einer Junioren Eishockeyweltmeisterschaft trüben sollte.

Weißrussland verliert auch gegen die Slowakei

Seine bereits zweite Turnierniederlage musste am Sonntag auch Weißrussland gegen die Slowakei wegstecken. Die Slowaken gewannen am Nachmittag, letztendlich aufgrund der Spielanteile verdient, mit 4-2 Toren. Die Begegnung blieb bis zur Schlussminute spannend. Erst ein Empty Net Goal von Juraj Siska, als noch 19 Sekunden auf der Uhr standen, ließ keine Zweifel mehr über den Sieger aufkommen. Patrik Koch hatte die Slowaken in der 7. Minute in Front gebracht, doch keine vier Minuten später war Vadim Malinovski der Ausgleich gelungen. Nachdem kurz nach Wiederanpfiff Erik Cernak für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste, nutzte Ruslan Vasilchuk die nummerische Überlegenheit auf dem Eis um die weißrussische Auswahl in Führung zu schießen. Die Slowaken erhöhten daraufhin den Druck und glichen gegen ihren aufopferungsvoll verteidigenden Gegner durch Filip Lestan aus. Die slowakischen Junioren erwischten einen klasse Start in den Schlussabschnitt: Nach bereits 19 Sekunden sorgte Lukas Hrusik für das 3-2. Die Weißrussen konnten nach vorne nur noch wenig Akzente setzen, verhinderten aber eine frühzeitige Entscheidung. Richtig brenzlig wurde es für die Slowakei knapp drei Minuten vor Spielende als sie sich einem Powerplay der Weißrussen gegenübersahen, dieses aber schadlos überstanden und somit als Sieger das Eis der Hartwall Arena verlassen konnten.

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