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Rosige Zukunft für die Pens nach Cup-Gewinn

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

SAN JOSE -- Sidney Crosby weiß zu genau wie schwer es ist den Stanley Cup zu gewinnen und das zu wiederholen.

In seinen ersten vier Jahren in der NHL, ging es mit den Pittsburgh Penguins nur aufwärts: Sie verpassten die Stanley Cup Playoffs, verloren in der ersten Runde der Eastern Conference, kamen ins Stanley Cup Finale und gewannen den Stanley Cup. Es schien, als würde eine Dynastie entstehen.

Dann trafen sie auf einen klasse Torhüter, Jaroslav Halak, und wurden von den achtplatzierten Montreal Canadiens in der zweiten Runde deklassiert. Darauffolgend zog sich Crosby eine Gehirnerschütterung zu und konnte nicht spielen als sie den Tampa Bay Lightning in der ersten Runde unterlagen.

Dann...

Es dauerte sieben Jahre, ein General Manager, zwei Trainer und viele Spieler wurden ausgetauscht, bis die Penguins am Sonntag im SAP Center erneut den Cup mit einem 3-1 Sieg in Spiel 6 des Stanley Cup Finales gegen die San Jose Sharks gewinnen konnten.

"Ich würdige es diesmal höher", sagte Crosby. "In jungen Jahren, als wir hintereinander [ins Cup Finale] einzogen, denkst du, dass es Jahr für Jahr passieren wird. Du glaubst alles bleibt beim Alten und das Team wird sich nicht verändern."

"Doch es verändert sich. Das ist ein Teil der Realität im Eishockey. Es gibt eine Fluktuation, Dinge ändern sich, Spieler gehen, unterschiedliche Trainer. Es gibt so viele Veränderungen. Es passieren so viele Sachen. Man muss viel Glück haben."

Ohne Frage. Seit den Detroit Red Wings 1997 und 1998 konnte kein Team seinen Titel verteidigen und nun gibt es in der NHL auch noch den Salary Cap wodurch es noch schwerer wird. Nichts ist garantiert.

Die Penguins sind aber das dritte Team, das seit Einführung des Salary Cap in 2005/06 den Cup mehrmals gewinnen konnte. Die anderen Mannschaften waren die Chicago Blackhawks (2010, 2013, 2015) und die Los Angeles Kings (2012, 2014), und die Penguins machen den Eindruck, dass sie auch in naher Zukunft weiterhin ein Anwärter auf den Cup sein werden.

Von den 25 Spielern, die in den Playoffs für die Penguins auf dem Eis standen, waren alle bis auf zwei 32 Jahre oder jünger. Alle bis auf sechs sind in den 20ern, darunter ihre besten Spieler: Crosby und Stürmer Phil Kessel sind 28 und Verteidiger Kris Letang sowie Center Evgeni Malkin sind 29.

"Wir haben keine alte Mannschaft", sagte Penguins General Manager Jim Rutherford. "Wir haben ein relativ junges Team."

Drei Spieler der Penguins, die in diesem Jahr in den Playoffs eingesetzt wurden, werden zu Unrestricted Free Agents: Stürmer Matt Cullen, 39, Verteidiger Ben Lovejoy, 32, und ihr dritter Torwart Jeff Zatkoff, 29. Zwei werden Restricted Free Agents: Stürmer Beau Bennett, 24, und Verteidiger Justin Schultz, 25. Dementsprechend müssen die Penguins nicht wichtige Spieler ersetzen oder sich über den Salary Cap den Kopf zerbrechen.

Coach Mike Sullivan hat, nachdem er am 12. Dezember das Amt übernommen hatte, ein System eingeführt, dass auf Geschwindigkeit und Talent beruht und er bekam die Spieler mit denen er den Cup gewinnen konnte. Man könnte nun denken, dass es schon etwas schwierig sein könnte, erneut eine solche Siegermannschaft zusammenzubekommen, doch sie haben gesehen, dass es einmal funktioniert hat, warum also nicht auch ein zweites Mal.

Sullivan hat gute Assistenten mit Jacques Martin und Rick Tocchet und die Penguins haben starke Nachwuchstrainer mit Sergei Gonchar und Mark Recchi. Vergessen sollte man auch nicht Assistenz General Manager Bill Guerin, ein Mentor für die Spieler.

"Wir habeneine ziemlich gute Organisation beisammen", sagte Teampräsident David Morehouse. "Wir haben das Potenzial dazu, um noch ein oder zwei weitere Male hier zu stehen. Aber ich würde dafür nicht meine Hand ins Feuer legen, wie ich es '09, das kann ich dir sagen."

Es stellen sich folgende Hauptfragen:

Verkaufen die Eigentümer Ron Burkle und Mario Lemieux das Team? Überdenken sie das noch einmal wegen des Cupgewinns, der den Wert der Mannschaft erhöht? Sollten sie verkaufen, wird dann der neue Eigentümer Veränderungen vornehmen?

"Ich lasse das unkommentiert", sagte Lemieux. "Ron und ich sind immer noch Eigentümer und wir freuen uns darüber, wo wir stehen."

Wird Rutherford GM bleiben? Übergibt er das Amt an Jason Botterill oder an jemand anderen?

Rutherford, 67, hatte ursprünglich von zwei bis drei Jahren gesprochen, die er bleiben möchte und dabei Botterill an das Amt als GM heranführen, damit er dieses übernehmen könne.

Wird Torwart Marc-Andre Fleury bleiben, nachdem er die meiste Zeit in den Playoffs hinter Rookie Matt Murray auf der Bank saß?

Fleury, 31, verhalf 2009 den Penguins zum Cup-Gewinn, verhalf ihnen zur Playoffteilnahme in diesem Jahr und ist unter seinen Teamkollegen sehr beliebt. Doch er belastet in den kommenden drei Jahren den Salary Cap jährlich mit US$ 5,75 Millionen. Murray, 22, egalisierte den Rookie-Rekord in den Playoffs mit 15 Siegen und verhalf ihnen zum Cup-Sieg.

Können die jungen Spieler wie Murray, Bryan Rust und Conor Sheary dieses hohe Niveau, das sie in der vergangenen Saison gezeigt haben nachdem sie von Wilkes-Barre/Scranton aus der American Hockey League kamen, halten?

"Wer weiß wie die Dinge laufen", sagte Rutherford Sonntagnacht während der Feier auf dem Eis. Du musst zur rechten Zeit einen Schnitt machen. Du musst gesund bleiben. Ich bin kein Wahrsager. Ich weiß, dass wir heute Nacht ein gutes Team haben. Wir werden auch kommendes Jahr ein gutes Team haben. Wir werden sehen, wohin es geht."

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