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Red Wings und Maple Leafs spielen beim 13. Winter Classic im Big House

von Shawn P. Roarke / NHL.com
DETROIT – Das NHL Winter Classic ist seit seinem fünfjährigen Bestehen mit jeder Saison größer geworden. Daher ist es passend, dass das nächste Event am 1. Januar im Stadion von Michigan, das auch als „Big House“ bekannt ist, ausgetragen wird.

NHL-Kommissar Gary Bettman gab am Dienstagmorgen bekannt, dass das Bridgestone NHL Winter Classic 2013 – zwischen den Original Six-Rivalen Detroit und Toronto – auf dem Platz des Footballteams der University of Michigan in Ann Arbor ausgetragen wird.

„Diese zwei Original Six-Rivalen werden das Winter Classic auf ein neues Rekordniveau heben“, sagte Bettman bei der Ankündigung des Spiels.

Bettmans Ankündigung erfolgte im Comerica Park auf dem Platz der Detroit Tigers, dem Austragungsort des Hockeytown Winter Festival, wo das Spiel eine Woche lang gebührend zelebriert wird.
Beim Bridgestone NHL Winter Classic 2013 wird zum ersten Mal ein in Kanada ansässiges Team an diesem Eishockeyfest teilnehmen.

„Das bedeutet Hockeytown gegen das Zentrum des Hockeyuniversums“, sagte Brian Burke, Generaldirektor der Maple Leafs, bei einer Diskussionsrunde mit Ken Holland, dem Generaldirektor der Red Wings, nach der Verkündung. „Wir sind begeistert, zwei leidenschaftliche Fangemeinden. Ich verspreche Ihnen, wir werden viele blaue Trikots (der Maple Leafs) im Big House sehen.“

 „Das bedeutet ‚Klein Hockeydorf‘ gegen das ‚Zentrum des Hockeyuniversums‘“, sagte Brian Burke, Generaldirektor der Maple Leafs, bei einer Diskussionsrunde mit Ken Holland, dem Generaldirektor der Red Wings, nach der Verkündung. „Wir sind begeistert, zwei leidenschaftliche Fangemeinden. Ich verspreche Ihnen, wir werden viele blaue Trikots (der Maple Leafs) im Big House sehen.“

Das Stadion von Michigan ist das Stadion mit dem größten Fassungsvermögen in Nordamerika und möglicherweise der einzige Ort, der die zu erwartende Zuschauermenge für diese Begegnung aufnehmen kann.

„Weil das ein so wichtiges Spiel ist, kam für die Austragung nur ein Ort in Frage“, sagte Bettman. „Selbst mit 115.000 verfügbaren Tickets werden wir die Nachfrage nicht decken können.“

Außerdem werden die Spiele bei diesem Winter Classic zum ersten Mal an zwei Orten ausgetragen, im Comerica Park und im Stadion von Michigan.

Das Spiel im Big House ist zweifellos der Höhepunkt („Die NHL und das Big House, besser geht es nicht“, sagte Chris Ilitch, Präsident und CEO von Ilitch Holdings Inc., der Muttergesellschaft der Red Wings.), aber auch das Hockeytown Winter Festival wird ein gigantisches Erlebnis der Winter Classic 2013.

„Wir haben uns gedacht, wir veranstalten ein Winter Festival, wir organisieren alles in der Innenstadt und verlagern das Spiel nach Ann Arbor, denn bei 115.000 Zuschauern, einem historischen Ereignis und zwei Teams, die so viel Geschichte geschrieben haben, finden wir wohl kaum eine größere Bühne für das Event,“ so Holland.

„Wir freuen uns riesig für die Fans von Detroit“, sagte Mike Ilitch, der Besitzer der Red Wings. „Diese Stadt verdient ein solches Highlight. Wir wollen daraus das bisher größte NHL Winter Classic machen.“

Den Grundstein des Hockeytown Winter Festival bildet der NHL Alumni Showdown, bei dem viele Eishockey-Legenden auf dem Platz der Detroit Tigers auflaufen werden. Das Baseball-Team der Tigers aus der Major Leage ist ebenfalls im Besitz von Ilitch. Das Spiel der Alumni ist für den 31. Dezember geplant.

Zusätzlich zum Alumni Showdown wird eine Reihe weiterer beeindruckender Spiele während des Hockeytown Winter Festival im Comerica Park ausgetragen. Eines der Highlights ist das Great Lakes Invitational, bei dem Studententeams der Universitäten von Michigan, Michigan State, Michigan Tech und Western Michigan im Freien das seit jeher beliebte Turnier bestreiten, das in Detroit eine langjährige Tradition hat.

Außerdem werden im Comerica Park die Spiele der American Hockey League zwischen den Grand Rapid Griffins und Toronto Marlies, zwei Spiele der Ontario Hockey League mit den besten Teams der vier Divisions sowie Spiele von High School Teams und Jugendmannschaften ausgetragen. Auch für das Publikum sind Events zum Schlittschuhlaufen vorgesehen. Bei den Veranstaltungen, die in den letzten beiden Dezemberwochen stattfinden, werden in der Innenstadt mehr als 250.000 Fans erwartet.

„Ich verspreche Ihnen, es ist für jeden etwas dabei“, sagte Mike Ilitch.

Wie immer wird das Winter Classic am 1. Januar stattfinden, mit einem Ausweichtermin am 2. Januar. Das Spiel wird von NBC, CBC und RDS übertragen.

Es ist kein Geheimnis, dass Ilitch das Winter Classic organisieren will, seit sein Team 2009 als Gast im Stadion Wrigley Field gegen die Chicago Blackhawks antrat. Detroit gewann den Wettbewerb und schlug die Blackhawks mit 6:4 vor 40.818 Fans.

Bettman kommentierte, dass die Leidenschaft der Familie Ilitch für den Eishockey-Sport sowie Detroits Möglichkeiten zur Austragung großer Veranstaltungen bei der Entscheidung, Hockeytown als Austragungsort der Winter Classic 2013 zu wählen, eine große Rolle gespielt haben.

In den letzten Jahren war der Großraum Detroit Gastgeber vieler Highlights: das MLB All-Star-Game, Super Bowl XL, das Golfturnier Ryder Cup, die NCAA Final Four der Basketball-Meisterschaft, die NCAA Hockey's Frozen Four Meisterschaft, die MLB World Series und mehrere Stanley Cup Finale.

Die Möglichkeit, das Spiel der Winter Classic im Stadion von Michigan auszutragen und einen Eintrag ins Guinness-Buch für die Rekordzuschauerzahl zu erreichen, erwiesen sich als erfolgreiche Kombination.

Der aktuelle Rekord wurde am 11. Dezember 2010 im Big House aufgestellt, als 104.173 Fans kamen und sahen, wie Michigan gegen Michigan State mit 5:0 gewann. Das Spiel ist als „Big Chill“ bekannt.

„Ich weiß, dass die NHL versucht, den Rekord mit diesem Spiel zwischen den Original Six-Teams Toronto Maple Leafs und Detroit Red Wings zu brechen“, so Dave Brandon, der sportliche Leiter der Michigan University. „Wenn sie einen Weg finden, dann werden sie einen neuen Rekord aufstellen, nicht nur für die größte Zuschauerzahl bei einem Eishockeyspiel, sondern auch für die größte Zuschauerzahl in diesem Stadion. Dann wäre es mein Job, den neuen Rekord zu brechen.“
 
Der Rekord für ein NHL-Spiel wurde beim ersten Winter Classic aufgestellt, als 71.217 Fans das Ralph Wilson Stadium als Austragungsort der Amp Energy NHL Winter Classic 2008 füllten und sahen, wie Pittsburgh den Gastgeber Buffalo Sabres in den Shootouts schlug. Die anderen Austragungsorte der Winter Classic-Spiele waren Fenway Park in Boston (2010), Heinz Field in Pittsburgh (2011) und Citizens Bank Park in Philadelphia im vergangenen Januar.

Allerdings hat keiner der Gastgeber auch nur annähernd Zuschauerzahlen wie im Big House erreicht.

Die größte Zuschauerzahl in der Geschichte des Stadions von Michigan, das 1927 gebaut und erst 2010 renoviert wurde, wurde im letzten September verzeichnet, als 114.800 Fans kamen, um das Football-Spiel zwischen den Wolverines und Notre Dame zu sehen. Es war das erste Night Game in der Geschichte des Stadions.

Es wird angenommen, dass bei dem Spiel zwischen den Maple Leafs und den Red Wings noch mehr Fans kommen könnten, denn es handelt sich um zwei erbitterte Original Six-Rivalen, deren Städte weniger als fünf Autostunden voneinander entfernt liegen.

Diese Teams treten seit 1926 gegeneinander an und ihre Rivalität ist berüchtigt, sogar in der Geschichte des Eishockeys. Die Teams haben in der regulären Saison 643 Mal gegeneinander gespielt und Detroit hat 646 der 1.291 vergebenen Punkte (275-273-93-3) gegen die Maple Leafs einfahren können.

Die Teams sind außerdem 23 Mal in den Stanley Cup Playoffs aufeinandergetroffen, Toronto konnte hier 12 Siege verbuchen. Die Rivalen standen sich sieben Mal im Stanley Cup Finale gegenüber. Detroit gewann das erste Spiel 1936, aber Toronto die anderen sechs, darunter auch das letzte Spiel im Jahre 1964.

In den Playoffs trafen die beiden Teams das letzte Mal aufeinander, als sie 1993 gemeinsam im Halbfinale der Norris Division standen. Toronto gewann die Serie mit 4:3 durch ein Tor von Nikolai Borschevsky in der Joe Louis Arena nach 2:35 Minuten in der Verlängerung des 7. Spiels.
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