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Q&A: Gretzky spricht über Team Canada, Oilers Rivalitäten

von Shawn Roarke / NHL.com

LAS VEGAS -- Wayne Gretzky traf sich am Donnerstag, dem letzten Tag des Wayne Gretzky Fantasy Camp, mit NHL.com, um über verschiedene eishockeybezogene Themen zu sprechen.

Gretzky, der beste Scorer der NHL aller Zeiten und ein Mitglied der Hockey Hall of Fame, sprach über Team Canada, den kommenden World Cup of Hockey und darüber, was er von den neuen Mannschaften bei diesem Turnier, Team Nordamerika und Team Europa, denkt.

Gretzky sprach auch über Auston Matthews, nahm Abschied vom Rexall Place und berichtete von der Rivalität zwischen den Edmonton Oilers und Winnipeg Jets, die beim Tim Hortons Heritage Classic 2016 am Samstag, den 23. Oktober, wieder aufleben wird.

Sie übernahmen Team Canada bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City Olympiade 2002, nachdem das nationale Programm auf olympischem Niveau ins Straucheln geraten war und führten Canada zu einer Goldmedaille. Seitdem hat Canada in drei der vergangenen vier olympischen Turniere Gold gewonnen. Woran würdest du diesen Erfolg festmachen?

Zuallererst verrichtete Bob Nicholson eine großartige Arbeit, als er den Stab zusammenstellte. Da gab es Kontinuität. Ich weiß, als ich das Team übernahm, war ich wirklich zufrieden mit den Jungs, die um mich waren und die Mannschaft führten. Jungs wie Kevin Lowe und Steve Tambellini und Lanny McDonald. Als ich schließlich fortging, behileten sie diese Jungs und Stevie Yzerman hat übernommen. Der Trainerstab, den sie zusammengestellt hatten war einzigartig und sehr gut, er ähnelte dem von 2002. Aber wichtiger ist, dass jeder am selben Strang zieht. Keiner versucht seinen Ego durchzusetzen, keiner will kämpfen oder eine Schlacht austragen. Man akzeptiert sich, bezieht Stellung und spricht über die Spieler, die man haben will. Es ist am Ende des Tages immer wirklich wichtig, dass nach all den harten Diskussionen, die Trainer mit den Spielern, die du ausgewählt hast, Leben können. Wie ich zu Pat Quinn 2002 sagte, du bist der Mann hinter der Bande und du bist der Mann, ob wir eine Minute vor Schluss mit einem Tor führen oder mit einem Tor hinten liegen, der auf die Bank schaut und sich die Frage stellt, ob er zu dem Spieler, den er aufs Eis schickt, Vertrauen hat und sich dabei wohl fühlt. Also musst du wirklich die Meinung des Trainers bei der Zusammenstellung der Truppe, von der du glaubst, sie könnte Gold gewinnen, ernst nehmen. Ich glaube das hat Kanada gemacht und war als Konsequenz daraus sehr erfolgreich. Obendrein müssen die Spieler Verantwortung übernehmen und den Druck für Kanada zu spielen aushalten. Unsere Jungs können das und sie können das sehr gut und wir haben drei Goldmedaillen bei den letzten vier Olympischen Spielen gewonnen.

Es gibt eine Kontinuität durch Mike Babcock, der Kanada auch beim World Cup trainieren wird. Was erwartest du von Kanada bei diesem Turnier?

Nun, wir erwarten alle das Gleiche. Wenn wir dabei sind, erhoffen wir uns Gold. Das Problem ist, dass die Mannschaften ausgeglichener sind. Selbst in den frühen 1980er Jahren, als ich spielte, wusstest du, außer es würde etwas Verrücktes passieren, dass Kanada gegen die Sowjetunion im Finale stehen wird. Heutzutage hat sich Eishockey gewandelt. Die Schweden sind gut, die Finnen noch besser, die Russen haben einen Sprung gemacht und natürlich die USA, Jahr für Jahr wird ihre Mannschaft ständig größer und besser. Die Ausgeglichenheit im Turnier ist deutlich größer, als damals in den 80ern, als ich spielte. Also alles ist möglich, aber natürlich ist Kanada der Favorit, auch weil alle Spiele zu Hause stattfinden. Die Konkurrenten werden sehr stark sein und Stand heute können vier oder fünf Mannschaften möglicherweise die Goldmedaille gewinnen.

Was denkst du über Team Nordamerika und Team Europa, die neuen Kontrahenten im World Cup Format?

Als erstes gefällt mir die Aufnahme von Team Europa, da ich glaube, dass Jungs wie Anze Kopitar, großartige Spieler, Champions und herausragende Leute sind, dass sie auf dieser Weltbühne stehen und gegen die besten Spieler spielen wollen. Und die Leute möchten Spieler wie Anze Kopitar spielen sehen. Dementsprechend ist die Aufnahme von Team Europa eine wirklich gute Sache. Ich glaube das U23 Team hinzuzunehmen ist faszinierend. Es ist richtig. Es ist ein einzigartiges Szenario, sollten Connor McDavid und Jack Eichel die Möglichkeit haben [miteinander] zu spielen, zum ersten und vielleicht letzten Mal. Ich glaube die Leute werden es mögen, sie spielen zu sehen, und ich glaube sie werden mit einem großen Einsatz von Enthusiasmus spielen. Aber es könnte ein kleines bisschen an Erfahrung fehlen. Doch es hilft ihnen, wenn sie das nächste Mal bei dem Turnier, für ihre Nationalmannschaften spielen werden. Ich glaube es ist wirklich gut.

Einer der Spieler, der für die U23 Mannschaft spielen könnte, ist Auston Matthews, der aus Arizona stammt und möglicherweise der erste Zug im NHL Draft 2016 sein wird. Zuallererst, hast du ihn schon spielen sehen, und was denkst du darüber?

Vorab, ich habe ihn niemals live spielen sehen. Natürlich habe ich ihn im letzten Jahr beobachtet, als die [Junioren Welt-] Meisterschaft in Kanada war. Ich habe ihn ein paar Mal in diesem Jahr gesehen. Ich kann nur danach gehen, was die Leute sagen, die um ihn herum waren. Chris Chelios ist ein guter Freund und er war Teil des Trainerstabs und sie haben nichts anderes als Lob für ihn und wie er sich entwickelt hat. Wie hart er spielt und wie er sich verhält. Er muss das nur umsetzen und es auf den nächsten Level bringen. Er ist in vielem wie Connor und Eichel. Er wird unter Beobachtung stehen, er wird einen enormen Druck haben, aber es sieht danach aus, dass er das bewerkstelligen kann. Er spielt hart. Als ich mit 17 Gordie Howe traf, war das einzige, was er zu mir sagte, dass ich jeden Tag alles geben müsse. Wenn du hart spielst, wird es gut ausgehen. Den gleichen Rat möchte ich Auston Matthews mitgeben.

Bist du auch etwas stolz darauf, dass er aus Arizona ist und er ein Produkt des Einflusses ist, den die Arizona Coyotes und deren Investment in diesem Markt haben?

Ich glaube wir sind alle stolz über die Tatsache, dass sich unser Spiel enorm entwickelt hat, nicht nur weltweit, sondern auch in den USA. Einige Jahre zuvor hätte niemand gedacht, dass ein Team aus Florida seinen Namen auf dem Cup verewigen könnte. Im gleichen Zug kam Dallas rein und gewann den Stanley Cup. Jetzt haben zwei Mannschaften aus Kalifornien dreimal den Stanley Cup gewonnen. Das Spiel wächst insgesamt. Kinder wachsen in Gegenden wie Kalifornien, Arizona und Florida auf mit mehreren Optionen Sportarten auszuüben und Eishockey ist jetzt eine dieser Sportarten. Eine Möglichkeit für Kinder die den Wunsch haben, Schlittschuh zu laufen, versuchen möchten Eishockey zu spielen die National Hockey League zu verfolgen. Die NHL hat eine wundervolle Arbeit gemacht, dass der Sport gewachsen und größer geworden ist, besser und größer, als er jemals war.

Kommende Woche musst du dich vom Rexall Place verabschieden. Was bedeutet das für dich?

Es war einer der großartigsten Orte an denen ich jemals gespielt habe. Die Atmosphäre war immer wundervoll. Wenn du ein tolles Team hast, dann ist es immer schön jeden Tag aufs Eis zu gehen. Keine Frage, wir hatten den Ruf das beste Eis weltweit zu haben und es war immer eine gute Eisqualität, die unserer Mannschaft perfekt zugute kam. Die Fans waren uns immer wohlgesonnen. Ich glaube, dass unsere Mannschaft alles gegeben hat und gut zu seinen Fans war. Dementsprechend hatten wir eine perfekte Verbindung. Wie überall im Leben, Veränderungen gehören dazu. Das Montreal Forum gibt es nicht mehr, den Maple Leaf Gardens gibt es nicht mehr, alles ist möglich. Jetzt beginnt eine neue Zeitrechnung mit unwirklichen und großartigen Erinnerungen an den Rexall Place Ich hoffe, dass sie in ihrer neuen Arena neue, wundervolle Erinnerungen schaffen können.

Hast du eine Lieblingserinnerung?

Der erste Stanley Cup. Den Cup zu gewinnen und in dieser Arena zu sein, die Atmosphäre war überwältigend. Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern gewesen. Und ich erinnere mich daran, als ich hier das erste Mal das Eis betreten habe und mein erstes Spiel in Edmonton [World Hockey Association] gegen die Winnipeg Jets bestritt. ich hatte das Glück, dass ich in meinem ersten Spiel ein Tor erzielen konnte. Es war ein Segen für mich in diese Stadt zu kommen. Vom ersten Tag an, als ich das Eis betrat, gab es hier nichts anderes als Positives.

Diese Rivalität mit Winnipeg ist eine der am meisten unterschätzten im Eishockey. Was macht sie so besonders?

Beide Mannschaften waren gut. Wir waren die im Aufstreben befindlichen, neuen Kids. Winnipeg hatte einige Avco Cup Championships gewonnen. Edmonton hatte nie einen Avco Cup in der WHA gewonnen. Als es in die NHL ging, hatten selbstverständlich keines der teams einen Stanley Cup gewonnen. John Ferguson baute erstaunlicherweise einen sehr guten Eishockeyclub auf mit Spielern wie Thomas Steen, Dave Ellett und Dale Hawerchuk - und natürlich Paul MacLean. Wir wussten, dass wir hart und sehr gut spielen mussten, wenn es gegen sie ging. Den Unterschied machte aus, und ich habe das schon tausendmal erwähnt, dass wir Grant Fuhr und Andy Moog, zwei der besten Torhüter, die es jemals gab, hatten. Auf der Torhüterposition, und ich möchte nicht zu kritisch sein, konnten sie nicht mit uns mithalten. Das machte den Unterschied in jeder Serie aus. Wir hatten Torhüter, die Stanley Cups gewonnen hatten und sie hatten keinen für die Hall of Fame.

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