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Predators nutzten Stimmung zu Hause zum Sieg

von Stefan Herget / NHL.com

Die Nashville Predators sind am Leben. So könnte eine kurze Überschrift nach dem überzeugenden 4-1 Erfolg in Spiel 3 der Western Conference Zweitrundenserie zwischen ihnen und den San Jose Sharks, welche die ersten beiden Spiele zu Hause für sich entschieden hatten und jetzt nur noch mit 2-1 in der Best-of-7 Serie führen, lauten.

Es gäbe natürlich noch andere Schlagzeilen, wie "Heimvorteil im ersten Schritt genutzt" oder "Starkes Powerplay entschärft", denn die Partie am Dienstag war voll von Geschichten und Ereignissen, die es wert sind, hervorgehoben zu werden.

Vorab sei erwähnt, dass nicht nur die Mannschaft von Trainer Peter Laviolette in guter Form war, sondern auch die Fans in der Bridgestone Arena, weil diese ihren Spielern offenbar weniger die zwei Niederlagen zu Beginn der Serie gegen die Sharks krumm nahmen, sondern die erste Möglichkeit nutzten, diese für den Sieg gegen die Anaheim Ducks in Spiel 7 der ersten Runde zu feiern.

Anders ist es kaum zu erklären, dass die Unterstützung von den Rängen derart laut und enthusiastisch erfolgte, denn in nahezu jeder Unterbrechung, insbesondere den Werbepausen, lieferten die Fans beim Anfeuern stehende Ovationen.

Dass die Sharks von der Atmosphäre eingeschüchtert waren, wäre wohl des guten Zuviel behauptet, aber die Stimmung pushte ohne Zweifel die Hausherren. San Jose verlor zum ersten Mal seit dem 17. März und damit in den diesjährigen Playoffs auswärts.

"Wir erwarten jeden Abend einen Kampf", sagte Sharks Kapitän Joe Pavelski. "Du willst nur standhalten und sie taten ihres und haben ihres in den ersten Spielen auch getan. Es gibt keinen Unterschied. Es ist ein gutes Team, was uns gegenübersteht, es ist es wirklich. Wir werden in einigen Bereichen besser sein und es wird mit einem weiteren harten Spiel weitergehen."

Dabei fing es mit dem 1-0 für San Jose in der 14. Minute durch einen Konter von Patrick Marleau für die Gäste gut an. Es war die einzige Szene des Abends, bei der Predators Torhüter Pekka Rinne, der ansonsten 26 Saves feierte, nicht gut aussah. Der Finne entschied sich aus dem Tor zu kommen, war aber im Duell um die Scheibe nur zweiter Sieger. Marleau konnte ins leere Tor einschieben.

Trotzdem war Rinne ein Garant des Sieges, weil er Nashville dieses Mal zu einem wesentlichen Anteil half, vier Unterzahlsituation schadlos zu überstehen. Keine Selbstverständlichkeit gegen die zuvor mit über 30 Prozent Erfolgsquote beste Powerplay-Mannschaft der NHL in den Playoffs.

Auf der anderen Seite schlugen die Predators bei fünf Gelegenheiten gleich zwei Mal zu. Damit haben sie in dem Spiel ebenso häufig getroffen wie in allen bisherigen neun Partien aus der abgeschlossenen ersten und angefangenen zweiten Runde.

"Unser [Powerplay] hat in den Playoffs nicht so viele Tore erbracht, wie wir uns das gewünscht hätten, aber ich denke natürlich gerade in den Playoffs kann das der ausschlaggebende Faktor in einem Spiel sein und es war heute der Fall", sagte Predators Stürmer Filip Forsberg, der sich in die Torschützenliste eintrug.

Die Sharks waren trotz des Sieges in Spiel 2 mit ihrem Spiel bei ausgeglichener Mannschaftsstärke nicht zufrieden, dieses Mal haperte es ungewohnt in der Überzahl. "Ich mochte unser 5 gegen 5 Spiel besser als ich es [in Spiel 2] tat", sagte Sharks Trainer Peter DeBoer. "Ich denke immer noch nicht, dass wir so gut gespielt haben, wie wir könnten. Ich denke immer noch wir haben Luft nach oben, aber ich meine es war eine Steigerung auf unserer Seite."

"Wir hatten einige gute Aktionen. Wir hätten drei oder vier Tore machen müssen. Ich denke der Unterschied waren die Special Teams. [Die Predators] hatten zwei Überzahltreffer und wir haben sie nicht bezahlen lassen."

Seinen besten Tag erwischte auch nicht Sharks Torhüter Martin Jones, dessen kurzes Eck dieses Mal seine Problemzone war, wenn gleich die Schüsse, welche zu den Toren führten, sehr platziert waren. Doch er weiß auch, dass es wieder Steigerungspotenzial gibt.

"Es ist eine andere Serie, aber jede Zeit, wenn du in einer Serie vorne liegst, ist es eine gute Sache", erzählte Jones. "Wir wollen sicher gehen, dass wir mit einer besseren Einstellung und einer besseren Anstrengung in das nächste Spiel gehen. Das ist keine Mannschaft, die du in einer Serie gerne zurückkommen lässt."

Spiel 4 findet am Donnerstag (9 p.m. ET; CNBC, CBC, TVA Sports 2; Fr. 3:00 Uhr MESZ) erneut in Nashville statt, ehe es am Samstag zu Spiel 5 zurück nach San Jose geht.

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