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Powerplay der Bruins gerät zur Machtdemonstration

Boston verwertet alle vier Überzahlspiele in Spiel 3 des Stanley Cup Finales gegen die St. Louis Blues

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Das Powerplay der Boston Bruins in Spiel 3 des Stanley Cup Finales gegen die St. Louis Blues geriet zu einer Machtdemonstration.

Die Gäste aus Massachusetts schlugen am Samstag beim 7:2-Erfolg im Enterprise Center viermal in Überzahl zu und benötigten dafür gerade einmal vier Schüsse. Herausragend im Powerplay war Verteidiger Torey Krug. Er erzielte ein Tor und bereitete die anderen drei Treffer vor. Mit seinen vier Punkten stellte er zudem einen Franchise-Rekord für ein Finalspiel um den Stanley Cup auf.

 

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In der elften Minute zog Krug von der blauen Linie ab, Patrice Bergeron hielt seinen Schläger in die Schussbahn und brachte die Bruins mit 1:0 in Führung. Für den Center der Bruins war es der erste Scorerpunkt im Stanley Cup Finale 2019 und der 100. 

Playoff-Zähler seiner Karriere. Wenige Sekunden nach Beginn des zweiten Abschnitts bediente Krug seinen Mitspieler David Pastrnak am linken Pfosten, der mit der Rückhand zum 4:0 vollendete. Das dritte Tor bei numerischer Überlegenheit besorgte der glänzend aufgelegte Defensivspieler der Bruins nach seinen zwei Vorlagen dann höchstpersönlich. Krugs Schlagschuss zum 5:1 (43.) wurde noch von einem gegnerischen Akteur leicht abgefälscht. Anderthalb Minuten vor Schluss legte der Mann des Abends schließlich noch den Treffer zum 7:2-Endstand durch Marcus Johansson auf. Damit war Bostons Erfolgsquote von 100 Prozent im Powerplay perfekt.

Nach der Partie zeigte sich Krug verständlicherweise hochzufrieden mit der Darbietung der Bruins beim ersten Auswärtsauftritt während der Best-of-Seven-Finalserie. "Das Spiel lief ausgezeichnet. Wir hatten uns vorgenommen, die Sache entschlossener anzugehen als am Mittwoch. Das hat prima funktioniert", konstatierte er.

Video: BOS@STL, Sp3: 4 PP-Tore der Bruins mit 4 Schüssen

Das Powerplay der Bruins stellte in den drei Duellen mit den Blues eine scharfe Waffe dar. Sechs von fünfzehn Gelegenheiten bei numerischer Überlegenheit verwertete Boston. Wenn man die vier Begegnungen aus dem Conference Finale gegen die Carolina Hurricanes hinzuzieht, nutzte das Team von Trainer Bruce Cassidy zuletzt insgesamt 13 von 30 Überzahlsituationen aus. In der gesamten Postseason gelangen Boston 21 Treffer, wenn sie mit mehr Personal auf dem Eis standen als der Gegner.

"Wir haben vor dem Auftritt im Enterprise Center noch einmal an unserem Offensivspiel gefeilt. Dabei standen die Bullys und das Powerplay im Mittelpunkt. Das hat sich ausgezahlt", verriet Cassidy im Nachgang. Besonders freute er sich über die Leistung seiner Top Reihe Brad Marchand, Patrice Bergeron und David Pastrnak. Bergeron legte ein Drei-Punkte-Spiel hin und stand Krug in Sachen Scorerpunkte nur unwesentlich nach. "Alle drei haben, wie die gesamte Mannschaft, die passende Antwort nach der Niederlage vom Mittwoch gegeben", sagte der Coach.

Video: BOS@STL, Sp3: Bergeron trifft als Erstes im Powerplay

Rechtsaußen Pastrnak war nach Spielende nicht minder stolz auf die gelungene Vorstellung in St. Louis. "Wir haben einen richtig guten Job gemacht. Über mein Powerplay-Tor freue ich mich. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen versuchen, im nächsten Spiel an diese Leistung anzuknüpfen", erläuterte er. "Wir wussten, dass unser Überzahlspiel ein wichtiger Faktor ist. Den größten Anteil am Erfolg hat natürlich Torey (Krug - d.Red.). Er hat großartig gespielt."

Linksaußen Johansson strahlte in der Kabine übers ganze Gesicht. "Wir haben heute viele Dinge richtig gemacht. Wir haben es geschafft, die Pucks vors Tor zu bringen. Und im Unterschied zum vorangegangenen Match ist es uns gelungen, unsere Chancen in Tore umzumünzen", analysierte er. "Die Special Teams sind in einer so umkämpften Serie enorm wichtig. Heute haben wir die Schlacht gewonnen", fügte er hinzu.

 

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Das gelungene Penalty-Killing der Bruins rundete das äußerst erfreuliche Gesamtergebnis von Bostons Special Teams ab. Die Bruins ließen bei fünf Überzahlspielen ihres Kontrahenten lediglich einen Gegentreffer zu.

Darüber hinaus beweisen zwei weitere Zahlen die Dominanz der Bruins. Sie gewannen 56 Prozent der Anspiele und blockten 19 Schüsse der Blues.

Spiel 4 des Stanley Cup Finales zwischen den Bruins und den Blues wird am Montag wiederum im Enterprise Center von St. Louis ausgetragen (8:00 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS; Do. 2 Uhr MESZ).

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