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Pietrangelo ist ein Ruhepol in St. Louis

von Amalie Benjamin / NHL.com

HAZELWOOD, Mo. -- St. Louis Blues Coach Ken Hitchcock machte eine Pause um die Antwort korrekt zu formulieren. Er wusste was er sagen oder zumindest übermitteln wollte, aber er war sich nicht der Worte sicher. Er wollte nicht aus Versehen jenen Spieler schlecht macht, der in den Stanley Cup Playoffs 2016 sein bester Verteidiger ist.

Hitchcock erklärte die Gelassenheit von Alex Pietrangelo, wie der Verteidiger eine solche Ruhe ausstrahlt, wenn es darauf ankommt.

"[Pietrangelo] ist immer ein guter Spieler", sagte Hitchcock. "Wie kann ich das positiv ausdrücken? Petro ist immer ein guter Spieler, wenn der Einsatz am höchsten ist. Er ist immer ein guter Spieler gewesen. Wenn es im Spiel am wichtigsten ist, wenn es gefährlich wird, dann hat er diese Ausstrahlung und bleibt ruhig."

"Manchmal während der regulären Saison war er etwas zerstreut. Er hat diese großartige Fähigkeit, dann parat zu sein, wenn wir ihn benötigen. Er spielt gelassen und bleibt gefasst, was ein gutes Zeichen für uns ist."

Damit ist er auf verschiedener Weise ein Produkt seiner Umgebung. So sind eben auch die Blues. Sie haben nicht den Flash der Dallas Stars, ihrem Gegner in der zweiten Runde der Western Conference. Sie haben stattdessen Pietrangelo.

"Ich glaube das ist das Spielsystem, das wir entwickelt haben", sagte Pietrangelo. "Ich bin mir sicher, wenn wir mehr aufblitzen möchten, dann könnten wir das. Doch wir wissen, dass wenn wir auf die richtige Art einfach spielen, dann haben wir den meisten Erfolg."

"Es gibt Viele in unseren Reihen, die auf ihre Weise ziemlich ruhig sind. Klar, [Vladimir Tarasenko] ist eine Ausnahme, er ist etwas Besonderes. Doch es scheint so, dass wir mit dieser einfachen, ruhigen Spielweise den größten Erfolg haben."

St. Louis Kapitän David Backes sagte: "Das ist eine Spielkultur und eine Mentalität, die du nicht über Nacht entwickelst und die du nicht über Nacht abstellen kannst. Die haben wir schon eine Zeit lang. Wir werden diesen Kurs mit einem gleichmäßigen Tempo halten, wir glauben an unser System und wir werden es durchziehen."

Genau das hat Pietrangelo während der Playoffs gemacht, als er immer mehr Eiszeit bekam und gelobt wurde. Dennoch hat er noch nicht das Ansehen wie einige der großen Verteidiger in der NHL.

Er spielt anders als die meisten von ihnen.

"Ich glaube zu wissen, dass die Verantwortung auf meinen Schultern liegt", erklärte Pietrangelo seine Stellung in der Preseason. "[Alexander Steen] fühlt das genauso, [Backes] fühlt das genauso. Die Verantwortung haben wir Leader bei jedem Shift. Das was wir machen beeinflusst auch die Anderen.

"Ich weiß, dass ich hinten kontrollieren kann. Ich möchte als gutes Beispiel vorangehen."

Es wird auf dem Eis offensichtlich, dass es für die Blues ein Test ist, wenn die Blackhawks und Stars drohen.

Pietrangelo war zur Stelle, ruhig, kraftvoll und giftig.

Er ist ein Spieler der Blues, der St. Louis zusammen mit Backes und Steen seit Jahren anführt. Doch Pietrangelo ist sechs Jahre jünger als die anderen. Er ist 26 und ist mit den anderen aufgewachsen, an ihrer Seite, hat sich und die Blues zu dem gemacht was sie heute sind.

Selbstverständlich war es ein Entwicklungsprozess von Pietrangelo.

Wie ist er zu dem geworden?

"Auf viele Wege", sagte Backes. "Er ist nie unachtsam - er geht voran, voran, voran. Jungs wünschen sich manchmal er könnte sich zurückhalten, doch er ist immer aktiv, er schaut immer darauf, was es als nächstes zu tun gibt und bringt das aufs Eis ... Ich glaube [Associate Coach Brad Shaw] ist manchmal auf der Bank über ihn verärgert. Manchmal muss er ihn zurückhalten."

"Er macht immer das richtige, wenn er auf dem Eis steht. Er ist auf das richtige fokussiert. Er ist ein toller Spieler und er ist ein wichtiger Grund warum wir noch hier spielen."

Es ist dieser Sprung, dieser weitere Schritt, wie ihn auch Blues Stürmer Robby Fabbri macht. Sie nehmen das und bauen darauf auf -- manchmal haben sie viele Gelegenheiten angesichts der Eiszeit, die Pietrangelo bekommt. In Spiel 2, das nach 10:58 Minuten in der Overtime endete, spielte Pietrangelo 35:37 Minuten - am zweitlängsten nach 39:49 Minuten Eiszeit bei der Double-overtime gegen Chicago.

Und er stimmte zu: "In manchen Spielen, fühlt sich das viel an."

Aber Pietrangelo möchte diese Minuten und die Blues wünschen sich, dass er diese Minuten spielt, besonders wenn er so spielt wie in den Playoffs. Er liebt den Druck. Er liebt es so zu spielen, wie er es gewohnt ist, wie er bei den Blues aufgewachsen ist.

Er hat bewiesen, dass es von St. Louis richtig war ihn beim NHL Draft 2008 an vierter Stelle zu ziehen, dass er in ihr System perfekt passt, an der Seite von Spielern, die ihm ähnlich sind und die Blues dorthin bringen wo sie sind und wo sie sein möchten.

"Du weißt nie", sagte Pietrangelo, als er darüber nachdenkt, ob seine Entwicklung bei einer anderen Mannschaft geanauso gewesen wäre. "Als sie mich für zwei Jahre wieder zu den Junioren geschickt haben war es das härteste was mir passiert ist. Ich bin da durchgegangen. Leute fragen dich, ob das die richtige Entscheidung war. Ich sitze hier, schaue zurück und frage zurück: 'Wie siehst du das?."

"Ich schaue, wo ich jetzt stehe und wie euphorisch ich auch war oder wie frustriert ich auch war. Ich musste ihnen vertrauen, dass sie die richtige Entscheidung fällen. Ich meine es war die richtige."

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