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Philadelphia so gut platziert, wie seit Jahren nicht

Wie sie hierher gelangt sind: Nach schwachem Start, einem Zwischenhoch und Auswärtsmisere legten die Flyers einen Endspurt hin

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com Freier Autor

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Ein Rückblick auf die Top Ten Spielzüge der Flyers in 2019/20 ... bisher

  • 04:54 •

Seit dem 12. März pausiert die NHL wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Liga verkündete am 26. Mai den Neustart mit 24 Mannschaften, die in einem neuen Format den Stanley-Cup-Sieger 2020 bestimmen werden. Die vier besten Teams der beiden Conferences sind für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert und spielen in einer Vorrunde ihre Platzierungen aus, während die jeweils weiteren acht in einer Qualifikationsrunde im Best-of-5-Modus die restlichen vier Teilnehmer pro Conference an den Playoffs ermitteln. In dieser Ausgabe: Philadelphia Flyers - wie sie hierher gelangt sind.

Von wegen verflixtes siebtes Jahr! Zur Saison 2013/14 wurde die Metropolitan Division eingeführt und die Philadelphia Flyers der Gruppe zugeordnet. Divisionsplatz drei war für sie zweimal das Höchste der Gefühle (2013/14, 2017/18) gewesen, doch was noch schwerer wog, die Pittsburgh Penguins standen im Endklassement der vergangenen sechs Spielzeiten jeweils vor ihnen.

Im siebten Anlauf sollte es den Flyers gelingen, mit Divisionsrang zwei nicht nur ihre beste Platzierung seit der Saison 2010/11 (Platz 2 in der Atlantic Division) einzufahren, sondern auch den wenig geliebten Rivalen hinter sich zu lassen.

In der diesjährigen Saison erwischten die Flyers alles andere als einen Traumstart. Nach elf Partien im Oktober (5-5-1) standen sie auf dem sechsten Platz der Metropolitan, bereits zehn Punkte hinter Divisionsprimus Washington Capitals.

Im Anschluss des 1:7-Debakels am 29. Oktober sprach Philadelphias Trainer Alain Vigneault mit seinen Schützlingen Tacheles.

"Es besteht kein Zweifel, dass wir eine viel bessere Mannschaft sind, als wir es heute Abend gezeigt haben... Wir müssen den Reset-Knopf drücken. Unsere Führungsspieler müssen durch Leistung auf dem Eis mit gutem Beispiel vorangehen", wetterte Vigneault.

Es lief darauf zwar noch nicht durchgehend rund bei den Flyers, doch nachdem sie vom 21. November bis zum 3. Dezember eine Punkteserie von sieben Spielen hingelegt hatten (6-0-1), fanden sie sich auf dem dritten Platz in ihrer Division und dem vierten in der Eastern Conference wieder. 

Video: TOR@PHI: Myers und van Riemsdyk im Zusammenspiel

Der Zwischenspurt erwies sich als bitter nötig, denn vor allem bei ihren Auftritten in fremden Arenen ließen die Flyers allzu häufig Punkte liegen. In den Monaten Dezember und Januar holten sie auswärts nur acht von 24 möglichen Zählern (3-7-2), mit der Konsequenz, dass sie erneut auf Platz sechs zurückfielen.

Ein Blick auf die Tabelle genügte und jedem Spieler der Flyers war klar 'Wenn aus diese Saison noch etwas werden solle, dann muss eine Erfolgsserie her'. 

Im Februar überzeugten sie mit zehn Siegen aus 13 Spielen (10-3-0), die letzten fünf Partien hatten sie allesamt gewonnen, und Anfang März bauten Vigneaults Mannen ihre Siegesserie auf neun Spiele aus, ehe sie sich am 10. März, in ihrem letzten Spiel vor der Saisonunterbrechung den Boston Bruins mit 0:2 geschlagen geben mussten.

Den Flyers wuchsen Flügel und die Divisionskonkurrenten ließen Federn. Philadelphia gewann 14 seiner letzten 18 Auftritte (14-4-0) und mit ihrer Punktegewinnquote von 77,8 Prozent führte die Truppe in diesem Zeitraum die Liga an, gleichauf mit den Bruins.

Die Penguins (8-9-1), die Columbus Blue Jackets (6-6-7), die Carolina Hurricanes (9-6-2) und die New York Islanders (6-8-5) waren da nicht in der Lage mitzuhalten und wurden von den Flyers überholt.

Die Ausgeglichenheit des Kaders der Flyers sticht besonders ins Auge. Es gibt bei ihnen nicht den einen oder die zwei, drei großen Stars. Travis Konecny, ihr bester Scorer, teilt sich mit 61 Punkten (24 Tore, 37 Assists) in 66 Spielen ligaweit den 32. Platz, die Stürmer Sean Couturier, Jakub Voracek sowie Claude Giroux folgen mit 59, 56 und 53 Punkten auf den Plätzen 44, 52 und 60. Der Villacher Michael Raffl, einer ihrer defensivstärksten Stürmer, begann mit zwei Toren und einem Assist in drei Partien Anfang März, Gefallen am Tore schießen zu finden.

Video: PHI@WSH: Konecny nutzt Nachschuss im Powerplay

Auf der Torhüterposition haben die Flyers ihr Problem aus der Saison 2018/19 gelöst, während der sich bei ihnen sieben Schlussleute versuchen durften. Der erfahrene Brian Elliott (16-7-4; 2,87 Gegentrefferschnitt; 89,9 Prozent Fangquote) und der 21-jährige Carter Hart (24-13-3; 2,42 GAA; 91,4 Prozent) teilten sich die Aufgaben im Kasten und halfen sich gegenseitig aus, wenn der Kollege einmal eine Pause brauchte.

Durch ihr geschlossenes Auftreten sowie einer Leistungssteigerung im rechten Moment erreichten die Flyers einen Platz unter den Top 4 des Ostens und dürfen sich mit den Bruins, Lightning und Capitals in einer Round Robin, um die Platzierung für die erste Runde der Stanley Cup Playoffs, messen.

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