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Peter Forsberg erinnert an historische Rivalität

von Shawn Roarke / NHL.com

DENVER – Es gab eine Zeit, in der die Fans beinahe das Übermenschliche von Peter Forsberg erwarteten. Vor allem in seiner besten Zeit bei der Colorado Avalanche. Diese Tage, räumt Forsberg ein, sind lange vorbei. "Ich habe Probleme mit dem Fuß. Das Eislaufen macht mir daher keine rechte Freude mehr", sagt der Schwede am Freitagmorgen.

Seine Botschaft an die Fans, die heute zum Coors Field zum Ehemaligen Spiel kommen, lautet: Die Erwartungen herunterschrauben, wenn sie den Mann mit der Nummer 21 über die Bande springen sehen.

Forsberg hatte in der Saison 2002-03 eine Verletzung am rechten Fuß erlitten, die im Verlauf seiner restlichen Karriere immer wieder aufbrach und sein Leistungsvermögen einschränkte. Bis er schließlich 2011 die Schlittschuhe an den Nagel hängte.

Als Spieler der Quebec Nordiques sicherte sich Forsberg 1994-95 die Calder Trophy als NHL-Top-Rookie. In der nächsten Saison, als die Franchise nach Denver umgezogen war, gewann er das erste Mal den Stanley Cup. 2001 wiederholte er den Triumpf. 2003 war er MVP der Liga, bekam die Hart Trophy und die Art Ross Trophy als Topscorer der Liga.

Er stand ganz oben, als der Körper seinen Tribut verlangte. Nach der Saison 2002-03 machte Forsberg nie mehr als maximal 60 Spiele pro Serie. In fünf seiner letzten sechs aktiven Jahre waren es sogar weniger als 40 Partien. Drei Jahre nach seinem Rückzug wurde er 2014 in die Hockey Hall of Fame aufgenommen.

Nun kehrt er für ein Match gegen die Detroit Red Wings, dem alten Rivalen während Forsbergs Glanzzeit, zurück in die Arena. Beide Teams standen sich zwischen 1996 und 2002 fünfmal in den Playoffs gegenüber. Diese Serien, in denen die Spiele oft brutal und schön zugleich verliefen, waren so recht nach dem Geschmack von Forsberg. Er genoss jede Minute. Die Red Wings weckten dabei seinen Ehrgeiz und den seiner Teamkollegen und trieben sie zu Leistungen, die sie selbst nicht für möglich gehalten hätten.

"Es waren fantastische Begegnungen zum Anschauen", erinnert sich Forsberg. "Hart für uns Spieler, aber toll für die Zuschauer." Oft seien beide Mannschaften an die Grenze des Erlaubten gegangen. Aber das gehörte für Forsberg einfach dazu. "So ist unser Sport. Man unternimmt einfach alles, damit das eigene Team gewinnt." Jetzt, über ein Jahrzehnt nach dem Höhepunkt der Feindseligkeiten zwischen den Akteuren von damals, habe sich der Rauch längst verzogen.

Forsbergs Blick richtet sich auf das heutige Ehemaligen-Spiel zwischen Colorado und Detroit. "Es wird schwer für uns zu spielen. Die Fans erwarten vielleicht, dass wir wie damals aufeinander losgehen", mutmaßt Forsberg. Aber es sei schwer, nach so langer Zeit den früheren Elan zu zeigen und die alte Rivalität wieder aufleben zu lassen.

Das oberste Ziel ist es, die Partie unbeschadet zu überstehen. Erst an zweiter Stelle wollen die Spieler das Publikum verzücken. "Ich denke, dass klappt schon alles. So lange es nicht zu körperbetont zur Sache geht, macht sich auch mein kaputter Fuß nicht bemerkbar", sagt der ehemalige NHL-Superstar.

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