Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Winnipeg Jets und den Boston Bruins

Besser könnte der Start in die neue Saison für die Boston Bruins und Neuzugang JJ Peterka kaum laufen. Zwei Spiele, zwei Siege und zwei Tore für Peterka, der im Sommer von den Utah Mammoth nach Boston kam. Am Freitag sicherte der Münchner in der Verlängerung mit dem 4:3 im Canada Life Centre den Auswärtssieg gegen die Winnipeg Jets.

„Ich habe noch nie jemanden so schnell laufen sehen wie ihn, wenn er einen Alleingang wittert“, zeigte sich Verteidiger Hampus Lindholm von Peterkas Tempo beeindruckt. „Er weiß dann natürlich auch, wie man seine Chancen verwertet.“

Prominente Rolle

Peterka hat bei den Bruins von Beginn an eine wichtige Rolle. Er steht in der ersten Reihe neben Superstar David Pastrnak und Center Elias Lindholm. Die drei scheinen auf Anhieb eine gute Chemie entwickelt zu haben, immerhin kommt jeder von ihnen auf zwei Punkte in zwei Spielen.

„Er ist super“, schwärmte Bostons Trainer Marco Sturm von Peterka und lobte seine Einstellung. „Er ist vom ersten Tag an mit einem breiten Lächeln in die Kabine gekommen, er liebt die Stadt, liebt das Spiel und spielt, glaube ich, auch gerne mit David. Das ist eine gute Kombination. Es gibt einen Grund, warum wir ihn geholt haben, und der ist nicht, dass wir beide Deutsche sind, sondern dass er ein guter Spieler ist.“

Mit Pastrnak und Peterka haben die Bruins in ihrer ersten Reihe viel Geschwindigkeit und Torgefahr. Das war in den ersten beiden Spielen zu sehen, denn Peterkas Tore fielen beide auf die gleiche Art und Weise. Bereits am Dienstag hatte er beim 3:0-Auftaktsieg gegen die New York Rangers mit einem schnellen Angriff das 2:0 erzielt, indem er seinen Antritt ausspielte und den Torhüter tunnelte. Gegen die Jets startete er mit Pastrnak in der 64. Minute zum Konter, wurde von seinem Kollegen bedient, machte einige schnelle Schritte und düpierte diesmal Stuart Skinner im Tor.

„Ich habe es gegen Skinner davor mit einem hohen Schuss versucht“, erklärte Peterka. „Das habe ich mir dann nochmal angeschaut und dachte, dass er zwischen den Schonern eine Lücke hat.“

BOS@WPG: Lindholm fälscht Pastrnaks Schuss spät im dritten Drittel

Auf und Ab über 60 Minuten

Während das 3:0 gegen die Rangers eine recht klare Sache war, war das Spiel gegen die Jets eine Achterbahnfahrt. Nach einem frühen 0:1-Rückstand drehten die Bruins die Partie durch ein Tor von Verteidiger Hampus Lindholm (10.) und den ersten Treffer von Rookie James Hagens (16.). Im zweiten Drittel übernahmen die Gastgeber aber das Spiel und holten sich ihre Führung mit zwei weiteren Toren wieder zurück.

„Unser zweites Drittel hat uns nicht gefallen“, bemängelte Sturm. „Daran waren wir selbst schuld. Wir haben sie zurück ins Spiel kommen lassen. Aber das dritte Drittel fand ich gut. Jede Reihe hat Druck gemacht und einen Beitrag geleistet. Klar, am Ende hatten wir auch Glück, aber ich glaube wirklich, dass wir heute den Zusatzpunkt verdient haben.“

Die Bruins mussten bis zur vorletzten Minute der regulären Spielzeit zittern, ehe Elias Lindholm mit dem 3:3 die Verlängerung erzwang. Dann übernahmen Peterka und Pastrnak Verantwortung und sicherten den Bruins die volle Punktzahl. Für Peterka war es in 322 NHL-Spielen das erste Tor in der Verlängerung.

„Es ist ein Privileg, in diesen Situationen auf dem Eis zu sein“, sagte Peterka. „Es macht Spaß, wenn so viel auf dem Spiel steht. Ich wusste, wenn Pasta den Puck kriegt, muss ich einfach durchstarten und er findet schon den Passweg. Er hat dann noch einige Schritte gemacht, den Verteidiger auf sich gezogen und einen super Pass gespielt.“

BOS@WPG: Peterka tunnelt den Torwart in der Verlängerung

Meilenstein im nächsten Spiel möglich

Sollte Peterka auch im nächsten Spiel punkten, würde er damit einen Meilenstein erreichen. Bisher erzielte er in seiner Karriere nämlich 199 Punkte (94 Tore, 105 Assists). Leicht wird das allerdings nicht, denn die Bruins sind bereits am Samstag bei den Minnesota Wild zu Gast (8 p.m. ET; So. 2 Uhr MESZ). Die Wild zählen zu den stärkeren Teams der Liga und gewannen zum Saisonauftakt mit 3:1 gegen die Nashville Predators.

Die Bruins sind aber gut in Form, ganz besonders Peterka. Der Tapetenwechsel von Utah nach Boston scheint ihm gut zu bekommen und das Zusammenspiel mit Pastrnak könnte zur besten Saison seiner Karriere führen.

„Es ist super hier“, schwärmte Peterka. „Ich genieße jede Sekunde. Ein gutes Spiel und ein super Mannschaftsgeist.“

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