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Die Reise zum Stanley Cup

Nach einem Gewaltmarsch erreichen die Pittsburgh Penguins das ersehnte Ziel

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Eine lange und kräftezehrende Reise gipfelte am Sonntag für die Pittsburgh Penguins als Kapitän Sidney Crosby den Stanley Cup in die Höhe streckte.

Vom Saisonstart weg machten die Penguins in 2016-17 deutlich, dass sie erneut an gehöriges Wörtchen um die Meisterschaft mitreden werden. Was mit einem Sieg endete, begann auch mit einem solchen. Im ersten Punktespiel bezwangen sie die Metropolitan Division Rivalen Washington Capitals mit 3-2 nach Shootout.

Wuchtbrumme Phil Kessel, der seine Wichtigkeit für das Team auch in den Stanley Cup Playoffs unterstrich, verwandelte den entscheidenden Penalty. Er setzte seinen strammen Handgelenkschuss direkt in die rechte Torgabel.

Nach 81 weiteren Spielen der regulären Saison hatten die Penguins insgesamt 111 Punkte gesammelt und zogen sicher als zweitbestes Team der Liga in die Stanley Cup Playoffs ein. Einzig die Dauerrivalen aus Washington konnten mit 118 Punkten eine bessere Ausbeute vorweisen und sicherten sich die Presidents Trophy für das punktbeste Team der Hauptrunde.

Doch in den Stanley Cup Playoffs drehten die Penguins den Spieß um.

Nachdem sie in der ersten Runde den Columbus Blue Jackets in nur fünf Spielen souverän den Gar ausmachten, trafen die Penguins in der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs auf Washington.

Weil sie dort ein echtes Schwergewicht vor der Brust hatten, brauchte Coach Mike Sullivan seine Jungs nicht extra motivieren.

Der amtierende Meister Pittsburgh startete schwungvoll in die Serie und machte von Beginn an klar, wo die Reise hingehen soll. Da die Capitals das Heimrecht hatten, fanden die ersten beiden Spiele im dortigen Verizon Center statt.

Video: PIT@WSH, Gm1: Crosby trifft zwei Mal in 52 Sekunden

Doch dies sollte für die Penguins kein Stolperstein werden. Auch dank einer überragenden Leistung ihres Kapitäns Crosby, holten sie sich die ersten beiden Spiele und ließen zunächst keinen Zweifel daran aufkommen, wo die Reise hingehen sollte.

Die best-of-7 Serie nahm jedoch nicht den von den Penguins erwünschten Verlauf. Im dritten Spiel wurde Führungsspieler Crosby rüde von Capitalsverteidiger Matt Niskanen aus dem Spiel genommen.

Weil ihr Kapitän von einer Gehirnerschütterung geplagt wurde, standen die Playoffs für die Penguins auf einem Scheideweg. Kann das sowieso schon verletzungsgeplagte Team (Topverteidiger Chris Letang viel die gesamten Playoffs aus) auch den Ausfall ihres Leaders wegstecken?

Ja sie können. Ohne Crosby, dafür mit einer Extraportion Teamgeist schlugen sie die Capitals in Spiel 4 mit 3-2 und blieben weiter auf Kurs. Auch nach zwei weiteren Niederlagen gegen Washington ließen sie sich nicht aus dem Konzept bringen. Im entscheidenden siebten Spiel behielten sie die Nerven und machten den Seriengewinn perfekt.

Video: WSH@PIT, Gm4: Hornqvist versenkt den Gegenzug

Im Eastern Conference Finale warteten bereits die Ottawa Senators, die sich zuvor nach jeweils sechs Spielen gegen die Boston Bruins und New York Rangers durchsetzten.

Mit einem wahren Kraftakt rangen die Penguins ihre Kontrahenten im siebten Spiel nieder. Nach 5:09 Minuten in der zweiten Overtime brach Linksaußen Chris Kunitz das Unentschieden und schoss seine Farben in das Stanley Cup Finale.

Die Nerven lagen blank in der PPG Paints Arena, der Heimspielstätte Pittsburghs, als sich die Anspannung löste.

Doch die Ruhe war nur von kurzer Dauer. Im Stanley Cup Finale 2017 bekamen es die Penguins mit den Nashville Predators zu tun, die bis Dato noch nie in ihrer Franchisegeschichte einen solchen Run hinlegten.

Zunächst erledigten beide Teams souverän ihre Hausaufgaben und holten sich vor heimischen Publikum die wichtigen Zähler, doch im sechsten Spiel waren es die Penguins, die den ersten Auswärtssieg landeten und damit den begehrten Stanley Cup an sich rissen.

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