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Penguins nach 3-1 gegen Sharks in Spiel 4 kurz vor dem Ziel

von Stefan Herget / NHL.com

Die Pittsburgh Penguins und Tom Kuhnhackl sind nach einem 3-1 Sieg in Spiel 4 des Stanley Cup Finales gegen die San Jose Sharks nur noch einen Sieg vom Gewinn des begehrten Pokals entfernt und führen in der Serie mit 3-1. Diesen können sie am Donnerstag um 8 p.m. ET (Fr. 2:00 Uhr MESZ) zu Hause im Consol Energy Center in Spiel 5 einfahren.

Äußerst schwungvoll begannen beide Mannschaften, viel Tempo war auf beiden Seiten zu sehen. Bereits nach acht Sekunden schoss Penguins Kapitän Sidney Crosby aus spitzem Winkel ans Außennetz. Noch nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, da hatten die Sharks Joe Thornton und Joe Pavelski auf der Gegenseite eine 2 auf 1 Situation, ersterer entschied sich jedoch für den Schuss und Matt Murray parierte.

Dann kam Pittsburgh immer besser ins Spiel. Zunächst verzog Verteidiger Brian Dumoulin nach schönem Crosby Zuspiel freistehend, etwas mehr als eine Minute später scheiterte Olli Maatta an San Jose Torhüter Martin Jones. 22 Sekunden später in der 8. Minute doch die Führung der Gäste. Evgeni Malkin konnte in der neutralen Zone aus dem Gewühl vor der Sharks Bank heraus den Puck zu Phil Kessel bringen, der über die Blaue Linie auf die rechte Seite zog und schoss. Jones wehrte mit dem rechten Schoner ab, die Scheibe rutschte direkt zu Ian Cole, der zu seinem ersten Playofftreffer in dieser Saison einschießen konnte. Zum vierten Mal in der Serie führten die Penguins 1-0.

„Wir hatten einen guten Start, weil alle Spieler heute von Beginn an bereit waren, das Spiel an sich zu reißen und dafür muss ich meinem Team großes Lob zollen“, sagte Penguins Mike Sullivan. „Das ist das härteste Eishockey, das ich je erlebt habe. Beide Mannschaften arbeiten so hart und verteidigen so gut. Es ist unglaublich eng.“

Pavelski hätte zeitig ausgleichen können, aber sein Schuss aus zentraler Position war ein leichter Fang für Murray. In der 12. Minute hatte Penguins Dumoulin seine zweite große Chance. Er zeigte sich beim Torschuss sehr geduldig, als er von rechts nach links lief, die Lücke fand er aber nicht und Jones parierte.

In der Folge hatten beide Mannschaften eine Überzahl, in denen Pittsburgh einem weiteren Treffer gefährlich nahe kam, mehr jedoch nicht. Die Sharks hingegen hatten Probleme ihr vor dem Finale gefährliches Powerplay aufzuziehen. Immerhin prüften sie Murray vor der Sirene noch ein paar Mal.

San Jose hatte Probleme sein Spiel aufzuziehen. Das bestätigte sich nach Wiederbeginn. Sharks Melker Karlsson fing sich eine unnötige Strafzeit ein, als er nach einem Bully seinen Gegenspieler behinderte. Nur neun Sekunden danach erhöhte Malkin auf schönes Zuspiel von Kessel auf 2-0.

„Ich habe nicht viel geändert“, sagte Malkin, der nach seinem ersten Punkt sein erstes Tor der Serie erzielen konnte. „Mein Ziel ist es zum Tor zu gehen und zu treffen. Heute hat es geklappt und darüber bin ich glücklich.“ Zugleich war es der erste Powerplaytreffer der Penguins gegen die Sharks.

Unter den Fans wurde es erst einmal ruhig, zumal die Penguins hätten sofort nachlegen können. Justin Schultz und Kühnhackl trafen nur den Pfosten.

Pittsburgh wirkte agiler und schneller am Puck. Erst in der 30. Minute wieder eine gefährliche Aktion von San Jose durch einen Schuss von Joel Ward, den Murray abwehrte. Eine Einblendung von Metallica Sänger James Hedfield auf dem Videowürfel, der die Fans aufforderte lauter zu sein, läutete eine Drangphase der Gastgeber ein. Die Sharks wollten nun den Anschluss. Nick Spaling hatte die beste Chance, sein Schuss spritzte jedoch an die die Unterkante der Latte und heraus, dann fand Logan Couture in Murray seinen Meister. Brent Burns holte in der neutralen Zone eine Strafzeit gegen Bryan Rust wegen Hakens heraus. Wieder blieb das Überzahlspiel gegen die geschickt verteidigenden Penguins erfolglos. Lediglich vier Schüsse brachten die Sharks im Mittelabschnitt auf Murray. Eindeutig zu wenig.

In den ersten zwei Minuten des dritten Drittels hatte San Jose gleich drei Torschüsse. Sie drängten jetzt auf das gegnerische Tor. Die größte Chance hatte Patrick Marleau, der alleine auf Murray zulief, diesem aber in die Fanghand schoss. Pavelski und Thornton, nun gab es Chancen in hoher Taktfrequenz. Die Erlösung in der 49. Minute. Brenden Dillon brachte die Scheibe Richtung Tor, Cole war mit der Hand dazwischen und von ihm sprang sie direkt zu Karlsson, der endlich Murray bezwang.

Die Hausherren warfen nun alles nach vorne, aber Pittsburgh verteidigte weiterhin geschickt. Die wenigen guten Gelegenheiten ließen die Sharks ungenutzt. 2:02 Minuten vor dem Ende machte Eric Fehr mit einem trockenen Schuss nach Vorarbeit von alles klar. Sharks Trainer Peter DeBoer nahm zwar den Torhüter heraus, doch das änderte nichts mehr.

„Wir sind das beste Auswärtsteam der NHL und das müssen wir jetzt zeigen, damit wir zu Spiel 6 wieder nach Hause kommen können“, sagte DeBoer im Anschluss.

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