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Penguins Murray entscheidend im Stanley Cup

von Tom Gulitti / NHL.com

SAN JOSE – Endlich war ein Moment da, der Pittsburgh Penguins Rookie Torwart Matt Murray überwältigen könnte.

Er kam als Verteidiger Brian Dumoulin Murray den Stanley Cup überreichte, nach dem 3-1 Sieg der Penguins in Spiel sechs am Sonntag im SAP Center gegen die San Jose Sharks.

Murray begab sich in exklusive Gesellschaft zu Ken Dryden (1971 mit den Montreal Canadiens), Patrick Roy (1986 mit Montreal) und Cam Ward (2006 mit den Carolina Hurricanes), Als Rookie Torhüter, die den Stanley Cup gewannen. Seine 15 Playoffsiege stellen den Rekord für Rookies ein, den sich Ward, Roy und Ron Hextall (1987 mit den Philadelphia Flyers) teilen.

Mit 22, ist Murray noch jung, aber davon träumt jeder Eishockeyspieler und seine Emotionen waren so groß, dass er es hinterher nicht beschreiben konnte.

"Ich weiß nicht, ich kann mich nicht mehr erinnern", erklärte Murray. "Ich hatte einen Blackout als ich das Ding hochgestemmt habe."

Murray kann sich auf dem Video den Schrei ansehen, den er machte als er den Cup hochhob und ihn während seiner Siegesrunde zwei Mal küsste, bevor er ihn an Stürmer Bryan Rust abgab.

"Man wächst auf und denkt daran, an die Chance den Cup zu halten", sagte Murray. "Er war schwerer als ich dachte. Was für ein Moment."

Ein Moment, den zu Beginn seiner Saison in der American Hockey League bei Wilkes-Barre/Scranton niemand voraussehen konnte.

"Ich werde wohl ein bisschen brauchen um das zu realisieren. Wer weiß?" sagte Murray. "Ich genieße einfach gerade den Moment, so wie ich es die ganzen Playoffs versucht habe. Jetzt kann man es wirklich genießen."

Der Draft Pick der dritten Runde 2012 wurde am 19. Dezember zu seinem NHL Debüt gegen Carolina berufen, kehrte aber nach vier Spielen in die AHL zurück. Murray wurde am 27. Februar endgültig zurückgeholt und beendete die reguläre Saison mit einer Statistik von 9-2-1, einem Gegentorschnitt von 2,00, 93% Fangquote und einem Shutout.

Da die Nummer ein im Tor, Marc-Andre Fleury, durch seine zweite Gehirnerschütterung der Saison außer Gefecht war, stand Murray zu Beginn der Playoffs im Tor und stand Fleury in nichts nach.

"[Fleury] hat uns hierher gebracht und nach seiner Verletzung machte Murray genau so weiter", sagte Penguins Verteidiger Ian Cole. "Er war der Wahnsinn Unglaublich. Man kann das nicht genug loben, was er für uns geleistet hat. Wir konnten uns während der ganzen Playoffs auf ihn verlassen."

Murray beendete die Playoffs mit 15 Siegen in 21 Spielen, einem Gegentorschnitt von 2,08, 92,3% Fangquote und einem Shutout. Das beeindruckendste war, wie er nach schwachen Leistungen zurückkam. Nach Niederlagen in diesen Playoffs gewann er alle sechs Spiele, hatte einen Gegentorschnitt von 1,63 und eine Fangquote von 93,6%, darunter 18 Saves am Sonntag.

"Da gibt es kein Geheimniss", sagte Murray. "Ich habe einfach in jedem Spiel gekämpft und es hat funktioniert."

Murray strauchelte im Eastern Conference Finale gegen die Tampa Bay Lightning und als Penguins Trainer Mike Sullivan in Spiel fünf der Serie wieder auf Fleury setzte, schien es als könnte Murrays Lauf zu Ende sein. Aber Sullivan zögerte nicht in Spiel sechs wieder Murray zu bringen, nachdem Fleury bei der 4-3 Niederlage in Verlängerung nicht überzeugte.

Als die Penguins vor dem Aus standen, bewies Murray seine mentale stärke, als er beim 5-2 Sieg 28 Saves machte.

Von da an gab es keinen zweifel mehr das Murray bis zum Ende im Tor stehen würde. Sullivan hielt an Murray fest, nachdem er in Spiel fünf am Donnerstag drei der ersten fünf Schüsse der Sharks durchließ und wurde am Sonntag mit dem Titel belohnt.

"Eins der Dinge die ich an ihm liebe, ist seine mentale Stärke, weil man die auf der Position noch mehr braucht, als als Feldspieler", sagte Sullivan über Murray. "Man ist die letzte Verteidigungslinie und kassiert ein Tor, von dem alle denken den hätte man haben müssen. Vielen jungen Spielern nimmt das das Selbstvertrauen. Matt hat eine Haltung, durch die er sich davon nicht beeinflussen lässt."

"Er bleibt einfach im Moment und versucht den nächsten Save zu machen. Normalerweise brauchen Spieler Jahre um diese Reife zu erreichen und er hat sie schon in seinem Alter. Beeindruckend."

Murray hatte in Spiel sechs nicht viel zu tun, war aber wach wenn er gebraucht wurde, besonders als er im zweiten Drittel 12 von 13 Schüssen stoppte. Im zweiten Drittel war er eher Zuschauer, da die Pens nur zwei Schüsse zuließen.

Da es aber um den Stanley Cup ging und die Pens nur 2-1 führten, war das dritte Drittel trotzdem "nervenzerreißend" für Murray, bis Patric Hornqvists 1:02 vor Spielende in leere Tor traf.

"Es ist nicht einfach", sagte Murray. "unser Team ließ im ganzen Drittel nur zwei Schüsse zu, super Leistung. Sie haben großartig geblockt und dann kam der Treffer ins leere Tor."

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