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Penguins einen Sieg vor Stanley Cup Titel

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

SAN JOSE – Vor weniger als vier Monaten hat Torwart Matt Murray noch vor einem kleinen Publikum für Wilkes Barre/Scranton in der American Hockey League gespielt: 4,916 in Hartford am 12. Februar, 5,193 zu Hause am 14. Februar, 6,855 in Toronto am 19. Februar, 3,471 in Portland am 26. Februar. Damals hatte er vier Mal in der NHL gespielt. Er war ein Nachwuchsspieler.

Am Montag war Murray vor 17.562 Menschen im SAP Center der First Star als die Pittsburgh Penguins die San Jose Sharks in Spiel vier 3-1 schlugen und machte 11 seiner 23 Saves im dritten Drittel. Nach neun Siegen in der regulären Saison, hat er 14 Playoffspiele gewonnen, ein Sieg vor einem Rekord für einen Rookie.

„Man wir sehen“, sagte Murray, 22, beim Interview auf dem Podium neben Evgeni Malkin, „Man weiß nie was passieren wird.“

Niemand hat das vorhergesehen. Die Penguins stehen einen Sieg vor ihrem vierten Titel der Vereinsgeschichte und sie haben am Donnerstag in Spiel fünf die Chance den Titel zum ersten Mal zu Hause, im Consol Energy Center zu holen. Sie lagen in der Serie noch nie zurück. Ihre einzige Niederlage kam in der Verlängerung.

Es ist unglaublich, wenn man bedenkt wo das Team und einige der Spieler noch vor ein paar Wochen und Monaten standen und wie jetzt alles funktioniert. General Manager Jim Rutherford feuerte Trainer Mike Johnston und beförderte Mike Sullivan von Wilkes Barre/Scranton am 12. Dezember, als die Penguins bei einer Statistik von 15-10-3 standen. Rutherford sagte, er habe sich in seiner NHL Karriere noch nie so schlecht gefühlt, nachdem die Penguins bei vier Niederlagen in Folge ein Torverhältnis von 15-4 hatten.

„Tatsache ist, dass wir eine gute Truppe haben und immer noch erfolgreich sein können“, stellte Rutherford dann gegenüber dem Pittsburgh Tribune-Review fest. „Es sieht so aus als wären wir am Ende und könnten kein Spiel mehr gewinnen. Das stimmt nicht... Wir sind noch dabei. Man muss in die Playoffs kommen um den Titel zu holen und dieses Team kann das schaffen.“

Rutherford transferierte am 14. Dezember Trevor Daley. Er wandelte den Kader weiter um, um mehr Geschwindigkeit zu kriegen und Lücken wegen Verletzungen zu füllen, holte Spieler wie Murray, Tom Kühnhackl, Bryan Rust und Conor Sheary aus dem Farmteam, holte Stürmer Carl Hagelin und Verteidiger Justin Schultz. Die Penguins hatten am Ende einen Lauf von 28-10-7, gewannen 15 ihrer letzten 17 Spiele und schlugen in den ersten drei Playoffrunden die New York Rangers, Washington Capitals und Tampa Bay Lightning.

Jetzt sind sie durch eine Teamleistung den Sharks überlegen. Malkin machte am Montag sein erstes Tor seit 16 Spielen. Kapitän Sidney Crosby machte ein Tor in acht Spielen.Aber die Penguins sind in dieser Position durch Tore von Phil Kessel, Der vor der Saison wegen seiner Torgefährlichkeit geholt wurde und das Team mit 10 Toren 21 Punkten anführt, sowie Rust, Sheary, Nick Bonino, Ian Cole, Eric Fehr, Patrick Hornqvist und Ben Lovejoy.

„Ich denke, dass macht ein gutes Team aus“, sagte Cole, der vor Montag 104 Spiele kein Tor machte. „Tore von solchen Spielern machen in den Playoffs den Unterschied und es ist nicht ein Spieler der dritten, oder vierten Reihe. Es sind jeden Abend andere Spieler, die man nicht erwartet hätte.“

Die Penguins sind auch in dieser Lage, weil sie als Team verteidigen, Die Sharks nach außen drängten und Schüsse blockten. Murray kassierte am Samstag in Spiel drei ein schwaches Tor zum Ausgleich und die Penguins verloren in der Verlängerung 3-2, aber ansonsten war er stark. Sharks Kapitän Joe Pavelski, der in den Playoffs mit 13 Toren auf Platz eins liegt, traf in dieser Serie noch nicht. Er hat noch keinen Punkt gemacht und er ist bei weitem nicht der einzige Shark der seine Leistung nicht bringt.

„Je weiter man in den Playoffs kommt, desto besser werden die Teams und umso härter verteidigen sie“, sagte Sullivan. „Das haben wir unserem Team die ganze Saison gesagt: Es ist egal wie viele Tore wir schießen. Wir müssen lernen zu verteidigen. Wir müssen lernen den Puck von unserem Tor fernzuhalten. Wenn wir abseits vom Puck mehr arbeiten, den Puck vom Tor fernhalten, dann werden wir zu einer echten Herausforderung.“

Noch ein Sieg und sie sind kein Herausfordere mehr. Dann haben sie den Stanley Cup.

„Am Ende hat jeder auf seine Art beigetragen“, sagte Rutherford ruhig im Gang vor der Kabine. „Wir haben viele Spieler mit Charakter und je mehr man davon hat, desto besser die Chance dass es funktioniert. Bis jetzt hat jeder seinen Teil beigetragen. Jetzt müssen wir noch ein Mal bereit sein.“

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