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Penguins Defensive ein Faktor für Serien 2-0

von Stefan Herget / NHL.com

Die Pittsburgh Penguins haben im Stanley Cup Finale 2016 gegen die San Jose Sharks bereits die Hälfte des Weges zurück gelegt und sind durch einen 2-1 Sieg nach Verlängerung in der zweiten Begegnung zu Hause im Consol Energy Center mit 2-0 in der Serie in Führung gegangen. Sie haben damit den Druck auf ihre Gegner vor deren zwei Heimspielen am kommenden Samstag und Montag deutlich erhöht.

Wenngleich das Glück eine gewisse Rolle spielte, weil die Sharks vier Mal das Torgestänge trafen, so fiel doch auf, dass es die Penguins erneut verstanden haben, den Sharks den Schwung zu nehmen und es nicht zuzulassen, dass diese die Hausherren dauerhaft unter Druck setzen.

Fast hätte in der regulären Spielzeit der Treffer von Phil Kessel in der 29. Minute für Pittsburgh zum Sieg gereicht, doch San Jose Verteidiger Justin Braun glich mit einem Schuss von der rechten Seite durch den Verkehr vor dem Tor aus. Auch hier ging der Puck zunächst an den Pfosten, aber eben rein. Auf der Uhr standen nur noch 4:05 Minuten zu spielen. Es war der erste Treffer für Braun in den Playoffs.

"Ich denke die meiste Zeit haben wir wirklich eine gute Arbeit gemacht", sagte Pittsburghs Trainer Mike Sullivan auf seine Defensive angesprochen. "Sie sind schwer zu handhaben, wenn sie in unserer Zone sind, weil sie viele große Jungs in ihren Reihen haben, die den Puck sehr gut abschirmen und ihre Voraussetzungen einsetzen."

"Aber wir waren zur Stelle, wenn sie geschossen haben und haben viel geblockt. Wir haben sie sehr gut gestört und nicht ins Spiel kommen lassen. Wir wissen, dass das ihre Stärke ist und deswegen arbeiten wir weiter daran, sie so gut wie möglich zu unterbinden."



Langsam lässt sich von einem Trend sprechen, denn zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren musste Spiel 2 des Stanley Cup Finales in der Verlängerung entschieden werden.

Ein schöner Spielzug der Penguins in der 63. Minute brachte schließlich die Entscheidung. Sidney Crosby gewann das Bully zu Kris Letang. Anstatt zu schießen, spielte er den Diagonalpass auf Conor Sheary, der Martin Jones mit seinem Schuss hoch bezwingen konnte.

Die letzten beiden Male, das ein Stanley Cup Finale 2-0 für das Heimteam stand, waren 2011 und 2014, jedoch mit unterschiedlichem Ausgang. In 2011 führten die Vancouver Canucks gegen die Boston Bruins, doch sie verloren beide Auswärtsspiele zum Serienausgleich und letztendlich die Serie in sieben Spielen.

In 2014 waren es die Los Angeles Kings, die nach ihren Heimspielen gegen die New York Rangers 2-0 führten, in der Fremde auch das dritte Spiel für sich entschieden und schließlich nach fünf Partien die Serie zu ihren Gunsten beschlossen.

Seit Einführung der Best-of Seven Serien haben 44 von 49 Mannschaften die 2-0 in der Serie führten am Ende diese auch gewonnen. Die Aufgabe für die Sharks ist nicht unmöglich, aber gestaltet sich nicht nur aufgrund der Vorgabe dieser Fakten schwierig.

Pittsburghs Defensive, die von einigen als Schwachpunkt in der Mannschaft angesehen wurde, entpuppt sich zum Garant und verstand es erneut, die offensiven Kräfte von San Jose nahezu perfekt außer Gefecht zu setzen.



"Sie sind so gut in der Offensive, so kräftig, groß und glaublich spielfreudig", sagte Penguins Verteidiger Ben Lovejoy. "Wir haben uns darauf konzentriert, den Schläger an den Puck zu bekommen und nicht darauf sie zu checken. Das ist unsere Art sie zu stören und damit müssen wir versuchen fortzufahren."

Einzig Sharks Stürmer Tomas Hertl konnte sich gelegentlich in Szene setzen, doch die punktbesten Logan Couture oder Joe Pavelski waren erneut weitgehend abgemeldet, ebenso Joe Thornton. Verteidiger Brent Burns, der offensiv für die Kalifornier so viel bewerkstelligte, wurde auf vier Torschüsse reduziert. Dazu kamen insgesamt 14 geblockte Schüsse durch die Penguins.

San Jose brachte lediglich 22 Schüsse auf das von Penguins Torhüter Matt Murray erneut zuverlässig gehütete Gehäuse. Sicher ein Verdienst des defensiven Verhaltens der Gelb-Schwarzen, die es auch wieder verstanden nur eine Strafzeit zu ziehen und das gefährliche Powerplay der Sharks so kaum in Erscheinung trat.

"Wir wissen, wo ihre Stärken liegen und diese wollen wir nicht zur Geltung kommen lassen", betonte Letang.

Fortsetzung am Samstag um 8:00 pm ET (So. 2:00 Uhr MESZ) mit Spiel 3 in San Jose.

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