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Pavelski sagt Sharks mit neuer Einstellung

von Dan Rosen / NHL.com

NHL.com's Frage&Antwort Rubrik "Fünf Fragen an…" läuft über die Saison hinweg. Wir sprechen mit Schlüsselfiguren des Sports und stellen ihnen Fragen, um Einblick in ihr Leben, ihre Karriere und die neuesten Schlagzeilen zu erlangen.

Die neueste Ausgabe mit Sharks‘ Joe Pavelski:


Spürst du, dass sich das Befinden und die Einstellung im Umfeld des Teams beim Kampf um die Playoffs geändert hat, nennen wir es 'Hunger', da ihr sie vergangenes Jahr verpasst habt?

"Klar, hat es das. Als wir ins Camp kamen, glaubten wir, dass wir ein Playoffteam seien. Es war nicht einfach eines zu werden, da es viele gute Mannschaften gibt. Doch sobald du in der Tabelle aufsteigst, schaust du nur noch nach vorne und nicht mehr hinter dir. Das hat dieses Team gemacht. Wir wollten andere Mannschaften abfangen und nicht nur überleben. Wir spürten, dass wir mit unserer Spielweise die Chance haben jede Mannschaft zu schlagen. Es sind Schlüsselmomente, wenn die Jungs auftrumpfen und wir wirklich nicht locker lassen, das zu erreichen, was wir als Team schaffen möchten. Wenn wir das weiterhin durchziehen können, sind wir dabei. Wir freuen uns ziemlich über die Ergebnisse."

Du stehst bei fast jedem Shift mit Joe Thornton auf dem Eis. Du müsstest, obwohl du befangen bist, am besten wissen, ob er nach einem Leistungstief, tatsächlich die Uhr zurückdrehen konnte oder ob er gar nichts verändert hat?

"Weißt du was, Ich kenne ihn nun schon eine ganze Weile und ich würde nicht sagen, dass er besser oder anders war. Er war schon immer extrem produktiv am Puck. Er brachte immer die Nebenleute in gute Positionen. Er schießt in diesem Jahr vielleicht ein paar Tore zusätzlich, aber er war schon immer ein großartiger Spieler. Das sind die Dinge, die wir jeden Tag von ihm sehen. Ich glaube, das müssen wir ihm zugestehen. Doch er hatte schon immer einen guten Lauf und war ein wichtiger Teil unseres Erfolgs. Ein weiterer wichtiger Faktor ist ohne Zweifel Tomas Hertl, der in unsere Reihe kam und an manchen Abenden eine treibende Kraft ist. Es gibt Abende, da ist es nur schwer möglich ihm den Puck abzunehmen. Er ist wichtig. Er war wichtig beim Sieg gegen die Rangers [am Samstag]. Wenn er gut drauf ist, dann sind wir definitiv eine starke Reihe. Er hatte nicht dieses Auf und Ab während der Saison. In der zweiten Saisonhälfte war er definitiv ganz stark. Er passt perfekt in unsere Formation. Er hielt die Pucks und hatte eine Vielzahl starker Spielzüge parat. Wir haben auf unsere Weise kommuniziert, doch nun sind wir an einem Punkt angelangt, wo das nicht mehr notwendig ist. Wir wissen was wir zu tun haben - vorchecken und den Puck nicht verlieren. Hertl hat in diesem Jahr Schritte nach vorne gemacht, vor allem in der zweiten Saisonhälfte."

Wenn ich mir eure Spiele anschaue, dann höre ich von (Sharks Stadionsprecher) Randy Hahn immer wieder einen Namen, Donskoi, und das im positiven Sinn, denn er ist immer mittendrin im Spiel. Warum? Wie (macht er das)?

"Er ist. Er ist. Er kommt immer an den Puck. Er geht auch dort hin, wo zwei oder drei Spieler stehen, und du denkst dir das schafft er nie mit dem Puck, doch er setzt sich durch, dreht sich heraus und macht das Spiel. Er ist spaßig ihm von der Bank aus zuzusehen und es ist spaßig mit ihm auf dem Eis zu stehen, wenn du die Gelegenheit hast, denn er behält immer den Puck und gibt ihn nicht ab. Du weißt, dass wir in Puckbesitz sind, wenn du mit ihm spielst. Diese Reihe mit Karlsson, Donskoi und [Couture] ist wirklich stabil. Sie haben eine Wucht. Du lässt sie raus und sie sind zuverlässig und kreieren Torchancen durch ihre Energie und Schwung. Sie haben schon viele gute Sachen gemacht und es ist schön zuzusehen, wie sie vorchecken und nach innen drängen, so wie sie es schon so oft gemacht haben."

Auf welche Weise hat sich aufgrund dessen, dass ihr die Playoffs im letzten Jahr verpasst habt, die Einstellung der Mannschaft mit so vielen erfahrenen Spielern, die es gewohnt waren die Playoffs zu erreichen, geändert?

"Ich vermute man schaut zurück, vor allem auf sich selbst und versucht herauszubekommen, was man selbst etwas besser machen könnte und in welchen Bereichen sich die Gruppe verbessern könnte. Dann gab es Veränderungen. Es kam ein neues Trainergespann und damit ein frischer Wind. Es war schön anzusehen, dass Jungs kamen, die vieles hinter sich lassen konnten und nach vorne gingen. Wir hatten keinen leichten Spielplan. Wir mussten viel reisen. Und in Heimspielen brachten wir zu Saisonanfang wenig Zählbares zustande. Aber wir hielten durch, fanden gemeinsam unseren Weg und es war schön zu sehen, wie wir die richtige Richtung einschlugen."

Da wir gerade von der Heimbilanz reden. Sie lag in dieser Saison bei 5-12-0 und lautet nun 16-15-3. Das ist immer noch etwas unter dem Ligadurchschnitt, doch wenn man bedenkt von wo ihr kommt, dann kann man von einer Trendwende sprechen. Was hat diese Wende verursacht? Hat sich die innere Einstellung bei Heimspielen geändert?

"Sicher ein kleines bisschen. Ich denke wir haben definitiv wieder ein gutes Verhältnis zu unseren Fans. Es gab diese Momente, dass das Team nicht gut gespielt hat und wir im SAP Center, im 'The Tank', nicht den Einsatz gezeigt haben. Wir ließen es als Spieler etwas schleifen. Doch es ist gut, dass wir zurückfanden und die Fans honorierten es. Heimspiele sind offensichtlich ein wichtiger Faktor für jede Mannschaft und es freut einen, wenn die Jungs gut spielen. Es war eine schwere Bürde, die wir zum Saisonanfang zu tragen hatten. Wir brachten keinen Zug ins Spiel. Wir mussten auf diese langen Auswärtstouren, kamen für zwei oder drei Partien zurück, und wenn du dann das erste Spiel verlierst, dann beginnt das Durcheinander. Es war eigenartig. Wir wussten, wenn wir auf Tour sind und zusammenhalten, können wir ein paar Siege einfahren. Es war seltsam, doch dann traten wir hier gegen gute Mannschaften an und feierten einige Siege, was uns ermutigte."

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