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Niederlage in Spiel 5: Murrays mäßiger Start

von Wes Crosby / NHL.com

PITTSBURGH - Es ist am nicht das erste Mal während der Playoffs gewesen, dass Pittsburghs Goalie Matt Murray schlecht in eine Partie hinein fand. Meist konnten er und seine Mitspieler die Rückstände jedoch noch umbiegen. Am Donnerstag (Ortszeit) beim 2-4 der Penguins gegen die San Jose Sharks gelang dies nicht.

Drei der Sharks-Tore kassierte Murray im ersten Drittel der Begegnung im Consol Energy Center. Dennoch blickt der 22-Jährige zuversichtlich auf das für Sonntag angesetzte Spiel im SAP Center von San Jose. Denn trotz der Pleite liegen die Pens in der Serie best-of-7 weiter in Führung. Nach wie vor fehlt den Penguins nur noch ein Sieg zum Titelgewinn.

Murray hat schon die ein oder andere seiner Leistungen in den Playoffs selbstkritisch als Durchschnitt eingestuft. Für seine Darbietung in Spiel 5 wollte er das aber nicht gelten lassen, obwohl drei der ersten fünf Schüsse auf sein Gehäuse im Netz landeten.

"Ganz ehrlich: Ich habe mich heute Abend gut gefühlt", sagte Murray. "Vielleicht hätte ich beim Schuss von Burns etwas besser reagieren können. Aber sonst war ich meiner Meinung nach gut drauf, vor allem im zweiten und dritten Abschnitt. Da sind mir einige tolle Paraden gelungen."

Burns traf gegen die Pens bereits nach 64 Sekunden. Hinter dem Tor von Murray skatete er mit dem Puck zum linken Bullykreis und zog von dort ab. Der Puck schlug auf Schulterhöhe zwischen Murray und dem vom Schützen aus gesehen linken Pfosten im Tor ein. Die Fachleute bemängelten, dass Murray zu schnell nach unten gegangen sei. 1:49 Minuten später brachte Logan Couture die Sharks mit einem abgefälschten Puck 2-0 in Führung.

Nachdem die Penguins durch zwei schnelle Tore zum Ausgleich gekommen waren, musste Murray erneut hinter sich greifen. Ein Schuss von Melker Karlsson flatterte über seinen Fanghandschuh hinweg ins Netz. 5:13 Minuten waren da im ersten Drittel noch zu absolvieren.

"Am Anfang eines Spiels bin ich immer etwas aufgeregt. Aber heute, dachte ich, hatte ich das gut im Griff", so Murray. "Ich glaube auch nicht, dass meine Leistung den Erfolg des Teams negativ beeinflusst hat, zumal mir ja auch einige gute Saves gelungen sind."

Die restlichen 17 Schüsse, die nach dem dritten Treffer der Sharks auf Murrays Tor kamen, konnte er abwehren. Weil er nicht der einzige Penguins-Spieler war, der im ersten Abschnitt schwächelte, hielt es Coach Mike Sullivan auch nicht für notwendig, den Schlussmann auszutauschen. Der weitere Spielverlauf gab ihm Recht. Nicht nur Murray, sondern die gesamte Mannschaft aus Pittsburgh steigerte sich.

"Ich hatte den Eindruck, dass unser Team als Ganzes im ersten Teil des Spiels verunsichert auftrat. Wir begannen nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte", sagte Sullivan. Dem Gegner dagegen zollte er für dessen Entschlossenheit in der Anfangsphase ein großes Lob.

Im Verlauf der Playoffs gelang Murray mehrfach ein Comeback nach einem schwachen ersten Drittel. Oft trug er noch mit tollen Saves zu einem Sieg der Penguins bei. Nicht so an diesem Donnerstag.

Verteidiger Olli Maatta war der Ansicht, dass Murray alles für einen Sieg der Penguins getan habe. Es wäre wohl auch so gewesen, wenn Pittsburgh das spielerische Übergewicht in den verbleibenden 40 Minuten in Tore umgemünzt hätte. 31-15 lautete dabei das Schussverhältnis. Ein Treffer sprang jedoch nicht heraus. "Es lag nicht an Matt. Wir müssen mehr für ihn arbeiten und zu Beginn besser spielen. Ich denke, da haben ihn hängen lassen", meinte Maatta.

Durch den holprigen Start haben es die Penguins versäumt, zu Hause mit Spiel 5 den Sack zuzubinden. Für Murray ist dies jedoch kein Grund zur Trübsal. "Wenn wir an unsere Leistung aus den letzten beiden Dritteln anknüpfen, wird das Ergebnis von Spiel 6 anders ausfallen. Wir sind zuversichtlich und werden unseren Weg konsequent weitergehen", sagte der Goalie. Am Ende dieses Weges soll dann der ersehnte Triumpf im Stanley Cup stehen.

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