Skip to main content

NHL Winter Classic nicht selten ein gutes Omen

Vier Teilnehmer an diesem Event schafften es im gleichen Jahr ins Finale um den Stanley Cup

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Es ist zwar noch eine Weile hin bis zum Bridgestone NHL Winter Classic 2019, doch die Vorfreude bei allen Beteiligten ist bereits jetzt enorm groß. Bei diesem regulären Hauptrunden-Match unter freien Himmel stehen sich am Neujahrstag 2019 die Chicago Blackhawks und die Boston Bruins gegenüber. Schauplatz ist das 80.000 Zuschauer fassende Notre Dame Stadium in South Bend im US-Bundesstaat Indiana. Beide Teams wissen nur zu gut um den speziellen Charakter dieses Events.

Für die Blackhawks wird es die vierte, für die Bruins die dritte Teilnahme an einem NHL Winter Classic sein. Vor allem in Chicago wertet man den erneuten Auftritt trotz der Tatsache, dass sie in allen absolvierten Winter Classics als Verlierer vom Eis gingen, als gutes Omen. Als sie zuletzt 2015 in Washington an der Partie mitwirken, holten sie am Saisonende den Stanley Cup.

Überhaupt scheint die Beteiligung an dieser seit 2008 ausgetragenen Freiluft-Partie für viele Klubs eine positive Wirkung für den weiteren Verlauf der Spielzeit zu entfalten. Bei der Premiere im Ralph Wilson Stadium hatten sich die Pittsburgh Penguins mit 2:1 nach Penaltyschießen gegen die Buffalo Sabres durchgesetzt. Im Frühjahr zogen sie in die Finalserie um den Stanley Cup gegen die Detroit Red Wings ein, in der sie jedoch den Kürzeren zogen.

In den beiden Folgejahren war ebenfalls das jeweils in den Stanley-Cup-Endspielen unterlegene Team am NHL Winter Classic beteiligt. 2009 gewannen die Red Wings gegen die Blackhawks mit 6:4 im Wrigley Field von Chicago. In der Meisterschaft mussten sie sich jedoch mit dem zweiten Platz hinter den Penguins zufriedengeben. Nicht anders erging es den Philadelphia Flyers zwölf Monate später. Sie scheiterten in den Duellen um den Stanley Cup an den Blackhawks. Doppelt bitter: Schon beim Freiluft-Match im Fenway Park in Boston hatten sie gegen die gastgebenden Bruins eine 1:2-Niederlage nach Verlängerung kassiert.

Bei der Winter-Classic-Ausgabe 2015 standen sich die Washington Capitals und die Blackhawks gegenüber. Das Team aus der US-Hauptstadt behielt im heimischen Nationals Park mit 3:2 die Oberhand. Wenige Monate später gab es in Chicago dennoch eine große Siegesparade. Mit einem Erfolg in der Finalserie gegen die Tampa Bay Lightning hatte die Mannschaft aus Illinois zum sechsten Mal in der Geschichte den Stanley Cup geholt.

In den übrigen Jahren war weder ein Pokalgewinner noch ein Finalist am NHL Winter Classic beteiligt. Die Protagonisten des Duells von 2016, die Bruins und die Montreal Canadiens, qualifizierten sich später nicht einmal für die Playoffs. Das war ein Novum in der Geschichte dieser Veranstaltung. Mit den Blackhawks und den St. Louis Blues scheiterten beide Kontrahenten des NHL Winter Classic 2017 in den Playoffs nacheinander an den Nashville Predators. Die schafften es dagegen bis in die Endspiele und scheiterten erst an den Penguins.

Mit den Blackhawks und den Bruins stehen sich beim NHL Winter Classic 2019 zwei der geschichtsträchtigsten Klubs der Liga gegenüber. Für beide ist es das erste direkte Duell in dieser Event-Reihe. "Wir fühlen uns geehrt, bei diesem außergewöhnlichen Ereignis in einer einzigartigen Spielstätte wie dem Notre Dame Stadium teilnehmen zu dürfen", sagte Chicagos Präsident und CEO John McDonough. Sein Amtskollege bei den Bruins, Cam Neely, teilt diese Einschätzung. "Wir sind begeistert, dass wir beim NHL Winter Classic 2019 auf ein weiteres Mitglied der Original Six treffen. Das wird für unsere Fans ein besonderes Erlebnis", sagte der Bruins-Präsident.

Davor steigt am 1. Januar 2018 zunächst das NHL Winter Classic zwischen den Buffalo Sabres und den New York Rangers. Austragungsort ist das New Yorker Citi Field.

Mehr anzeigen