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Geballte Eishockey Prominenz an einem Ort

Am Freitag bei der Ehrung der NHL100 gab es ein Treffen der besonderen Art

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

NHL Commissioner Bettman begrüßte jeden Spieler, der am Freitag im Microsoft Theater von Los Angeles ankam persönlich. Die Bekanntgabe der 100 großartigsten NHL Spieler wäre zu einer emotionalen Erfahrung für alle die beteiligt wären, so Bettman. Insbesondere den Spielern, die noch bei uns und den Familien, die diejenigen vertreten würden, die verloren gegangen wären.

"Niemand war über den Zeitplan oder genau über den Prozess und das Prozedere, was wir tun, informiert", sagte der Commissioner über das Verfahren der Zusammenstellung. "Als sie davon erfahren haben, war es für einige überwältigend und es brachte Erinnerungen an Dinge zurück, die sie seit Jahren hinten angestellt hatten."

Bettman ließ es sich nicht nehmen, alle Geehrten selbst telefonisch über die auf sie gefallene Wahl zu informieren. "Ich war gerade in einer wichtigen Besprechung, als Gary mich anrief und dachte mir noch, warum ruft der mich jetzt an", erzählte Maple Leafs Legende Mike Gartner unter dem Gelächter der Anwesenden.

"Ich fühlte mich gleich zurückversetzt in die Tage, als ich für die NHLPA an CBA Verhandlungen teilnahm. Doch ich denke, alle Jungs fanden es toll, dass er sie persönlich anrief, um ihnen die Nachricht zu überbringen. Ich habe gestern mit Gary gesprochen und er sagte, es wäre beruflich das Schönste gewesen, was er in den letzten Jahren gemacht hätte."

Als eine Kommission die 100 großartigsten NHL Spieler präsentiert von Molson Canadien wählte, formte sie den exklusivsten Klub in der Eishockey Geschichte, noch exklusiver als die Hockey Hall of Fame im Toronto. Als die Liga die komplette Liste bei der Gala "The NHL100 präsentiert von GEICO" veröffentlichte, versammelte sie mehr Eishockeytalent an einem Ort als jemals zuvor, mit mehr als 60 der betroffenen Spieler im Zuschauerraum.

"Egal, wo du hinblickst, du denkst dir ständig, wow, der ist auch da", sagte zum Beispiel Bryan Trottier.

Doch das Beste daran fand nicht auf der Bühne mit John Legend, Jon Hamm, Keanu Reeves und Alyssa Milano statt, sondern es war hinter den Kulissen, im Backstage Bereich oder im Hotel. Nicht nur dass Geschichte verlinkt wurde, sie wurde vermischt - alte Mannschaftskollegen, alte Rivalen, die älteren und die jüngeren Generationen - trafen sich, sprachen über Eishockey und teilten Geschichten.

"Wir sind Fans als Kinder und wir sind Fans als Spieler", sagte "The Great One" Wayne Gretzky. "Wir sind alle Kinder. Wir verehren das Spiel. Wir sind alle damit aufgewachsen. Und das ist für mich das interessanteste an diesen Top 100, egal ob es Doug Harvey oder Bobby Orr oder Mario Lemieux oder Wayne Gretzky oder Mark Messier oder Gordie Howe war, wir alle hatten 'Hockey Night in Canada'. Wir alle verfolgten die National Hockey League."

Mike Bossy nahm ein Selfie zwischen Jonthan Toews und Sidney Crosby auf. Erzrivalen agierten wie alte Freunde. Peter Forsberg, Joe Sakic und Patrick Roy von der Colorado Avalanche unterhielten sich mit Brendan Shanahan und Steve Yzerman von den Detroit Red Wings, obwohl zwischen beiden Mannschaften Ende der 90er Jahre und Anfang der 2000er eine erbitternde Rivalität herrschte.

"Wenn du die Leute triffst, die als Gegner das Beste aus dir herausholten, unbeachtet der Tatsache, wie viel Blut du Jahrzehnte zuvor gegenseitig ausgespuckt hast, dann achtest du diese Jungs", sagte Shanahan. "Ich achte die Roys und die Sakics und die Forsbergs."

Und sie achten die Shanahans und Yzermans.

"Es ist etwas worüber wir alle stolz sind, dass wir dabei gewesen waren", sagte Sakic. "Spiele der regulären Saison waren wie Playoffspiele. Ich denke wir alle fühlen uns sehr privilegiert Bestandteil dieser Rivalität über den langen Zeitraum gewesen zu sein."

Natürlich stand auch die Frage im Raum, wer nun der Beste von allen wäre und als Gretzky, Bobby Orr und Mario Lemieux eine Pressekonferenz gaben, kam diese sofort als Erstes, geschickt verpackt, nämlich, ob der großartigste Spieler aller Zeiten gerade auf dem Podium säße?

"Nein", sagte Gretzky sofort entschieden. "Wir haben schon mehrfach darüber gesprochen. Ich denke wir alle hier stimmen überein, dass Gordie wirklich besonders war. Diese zwei Jungs hier neben mir waren auch besonders. Wir alle hatten so viel Respekt davor, was Gordie geleistet und erreicht hatte und es ist keine schlechte Sache in den Top 100 hinter einem wie Gordie Howe genannt zu werden."

"Absolut", fügte Orr hinzu. "Gordie ist meiner Meinung nach der beste Spieler, der jemals dieses Spiel gespielt hat. Ich bin mir nicht sicher, ob wir jemals noch einen wie ihn sehen werden. Ich schaue mir gelegentlich seine Zahlen an und auch die von diesen beiden Jungs und dann denke ich mir, wie haben die das nur in aller Welt geschafft."

Lemieux stimmte ebenfalls zu. Einig waren er und Gretzky sich außerdem, wer in diesen Tagen der beste Spieler wäre. "Ich habe ihn einige Male spielen sehen", sagte der heutige Pittsburgh Penguins Präsident Lemieux mit einem Augenzwinkern über "seinen" Spieler Crosby. "Ich sehe seine Arbeitsauffassung zu aller erst. Er ist der härteste - wie Wayne als er spielte, er arbeitet am härtesten von allen, egal ob im Training oder bei Trainingsspielen. Er möchte gewinnen und er möchte der Beste sein. Und er ist es auch."

"Ich stimme dem zu", sagte Gretzky. "Alles, was er sagte stimmt. Er ist der beste Spieler. Er verdient diese Lorbeeren, denn seine Arbeitsauffassung ist so gut oder besser als von keinem anderen im Eishockey. Ich weiß, dass Bobby sehr große Stücke auf Connor [McDavid] hält. Das tun wir alle, aber das ist das Schöne am Eishockey. Jeder möchte so gut sein, wie der beste Spieler und zurzeit ist Crosby der beste Spieler. Doch irgendwann wird er sicher abgelöst werden."

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