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Montreal will mit Veränderungen finalen Erfolg

Die Canadiens haben mit etlichen Neuverpflichtungen auf sich aufmerksam gemacht

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

MONTREAL - Ein guter Torhüter ist das Rückgrat eines Eishockeyteams. Das wissen auch die Verantwortlichen der Montreal Canadiens, die den Vertrag mit ihrem Stammtorhüter Carey Price, der als einer der besten seines Faches zählt, für acht Jahre und zu einem hohen Preis von jährlich über zehn Millionen US-Dollar verlängerten.

Seit dem Debüt des 29-jährigen Kanadiers in der NHL im Jahr 2007 soll er der Franchise den seit 1993 langersehnten Stanley Cup Gewinn ermöglichen. Doch alleine kann er es nicht ausrichten, ist eine Erkenntnis der Vergangenheit, zumal Price selbst nicht immer gesund war.

General Manager Marc Bergevin hat zumindest in den vergangenen Jahren viel probiert und in der abgelaufenen Saison mit Claude Julien, dem Meistertrainer von den Boston Bruins 2011, seinen Wunschkandidaten hinter der Bande bekommen.

Nun versuchen beide die Mannschaft zu formen, die den Triumph bringen soll. In den Eastern Conference Playoffs 2017 war wieder einmal früh in der ersten Runde nach einer Niederlage gegen die New York Rangers Schluss.

Ein einkalkulierter Rückschlag auf dem Weg zu einem Spitzenteam war der Abgang von Alexander Radulov, den am Montag die Dallas Stars verpflichteten. Allerdings konnte Bergevin mit Ales Hemsky eine durchaus mögliche Alternative zu Radulov für relativ kleines Geld holen. Mit einem Jahresvertrag und einer Million US-Dollar Verdienst ist das Risiko überschaubar, dass der spielstarke rechte Flügelstürmer weiter verletzungsanfällig sein könnte.

Wenn er gesund war, dann konnte der 33-jährige Stürmer durchaus ordentliche Punktzahlen um die 40 Punkte in einer Saison erreichen. An seine Bestleistung von 77 Punkte aus der Saison 2005-06 wird er nicht mehr herankommen. Darauf, mit Hemsky ein Schnäppchen gemacht zu haben, hofft der GM natürlich trotzdem.

Hemsky wird sich also kaum mit der Produktion von Radulov messen können, der in der abgelaufenen Saison 54 Punkte verbuchte, doch gemessen an dem Preis den Montreal zahlt, könnte die Verpflichtung ein Erfolg werden.

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Mehr Stabilität in der Defensive versprechen sich die Canadiens durch Karl Alzner, den sie mit einem Fünf-Jahres-Vertrag von den Washington Capitals loseisten. Ein solider Arbeiter in der eigenen Zone mit viel Übersicht.

Nicht zu vergessen ist Stürmer Jonathan Drouin, den Montreal in einem Trade am 15. Juni von den Tampa Bay Lightning holten. Der 22-jährige aus Quebec stammende Kanadier kehrt in die Heimat zurück, nachdem ihn die Lightning beim NHL Draft 2013 an dritter Stelle ausgewählt hatten, er aber dort nie glücklich wurde, zeitweise aus disziplinarischen Gründen sogar ins Farmteam abgeschoben wurde.

Drouin könnte ein guter Griff für Montreal werden, wenn er sich dort wohler fühlt als in Florida. Talentiert ist er allemal.

Es hat sich einiges getan beim Rekord-Stanley Cup Sieger. Ob es zum Erfolg führt, wird erst die Zukunft zeigen.

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