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Grabner analysiert den Saisonverlauf

Der Österreicher spricht mit NHL.com/de über den Saisonverlauf und wie sie erfolgreich sein können

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Jeden Donnerstag im Laufe der Saison 2017/18 widmet NHL.com/de einem deutschsprachigen Spieler einen speziellen Bericht. Dabei stellen wir sowohl junge Spieler, die sich einen Namen machen wollen, als auch etablierte Akteure und Teamleader ins Rampenlicht.

In dieser Ausgabe geht es um Michael Grabner.

Nach dem Bridgestone NHL Winter Classic 2018, das die New York Rangers am Montag gegen die Buffalo Sabres mit 3:2 in der Verlängerung für sich entscheiden konnten, ging es für die Blueshirts am Mittwoch mit einem Heimspiel gegen die Chicago Blackhawks weiter. Sie verloren mit 2:5. Nur noch ein Spiel am Samstag bei den Arizona Coyotes fehlt ihnen und die erste Hälfte der Saison ist abgehakt.

Das gilt ebenso für Rangers Stürmer Michael Grabner, der sich auch in seinem zweiten Vertragsjahr als ein lohnendes Investment präsentiert, bisher alle Spiele absolviert hat und fleißig Tore schießt. Nach seinen 27 Treffern in der abgelaufenen Spielzeit stehen, durch sein Tor zum 2:0 im ersten Drittel des Winter Classics, in dieser Saison bereits 18 für ihn zu Buche. Keine schlechte Quote für einen Spieler, der jährlich "nur" US-Dollar 1,65 Millionen verdient.

Video: NYR@BUF: Grabner versenkt Hayes' fantastischen Pass

Zum Vergleich, sein Teamkollege Rick Nash erhält mit 7,8 Millionen fast das Fünffache, kam im Vorjahr auf 23 Treffer und steht derzeit gerade einmal bei der Hälfte der Saisontore von Grabner. Doch der Österreicher ist weit davon entfernt neidisch zu sein und weiß genau, dass ihm, mit Auslauf seines Vertrages zum Saisonende, trotz seiner 30 Jahre aufgrund seiner guten Zahlen ein lukrativeres Angebot winken wird, während Nash, dessen Kontrakt ebenfalls ausläuft, wohl deutliche Abstriche hinnehmen werden muss.

Die Rangers sind nach einem äußerst schwachen Saisonstart wieder in der Spur, müssen aber in der zweiten Saisonhälfte noch einiges gutmachen, wenn sie in die vorderen Plätze der Metropolitan Division vorstoßen wollen. Derzeit belegen sie mit 47 Punkten den ersten Wild-Card-Platz in der Eastern Conference.

 

NHL.com/de hat Grabner nach dem Winter Classic zu verschiedenen Aspekten befragt und eine interessante Analyse bekommen:

Michael, Ihr seid schwach in die Saison gestartet. Inwiefern kann das Winter Classic dazu beitragen Euch noch mehr Schub zu verleihen, als Ihr ihn schon im Dezember hattet?

"Ich weiß nicht, wie die anderen Jungs darüber denken, aber ich gebe immer alles, wenn ich raus auf das Eis gehe. Wenn wir verlieren, dann ärgere ich mich darüber, aber ein paar Stunden später geht der Blick auf die nächste Aufgabe, das nächste Training, um noch besser zu werden und schließlich das nächste Spiel zu gewinnen. So handhabe ich das für 82 Spiele und am Ende wird abgerechnet. Wir können nicht alle Spiele gewinnen und unser Start war sicher nicht der beste. Aber wir haben uns gesteigert, stehen jetzt auf einen Playoff-Platz, aber wie ich sagte, ist es kein Grund sich auszuruhen und wir müssen das Jahr gut beginnen."

Wo liegt der Unterschied im Vergleich zum Anfang, als Ihr ein paar Spiele in Folge verloren habt?

"Es fühlt sich natürlich besser an, wenn du gewinnst. Auch die Trainer sind besser drauf, wenn du zum Training oder Spiel kommst. Das Gefühl ist besser und alle sind besser drauf. Wenn du ein paar Spiele in Folge verlierst, dann wird es deutlich schwieriger die Wende herbeizuführen. Das Selbstvertrauen schwindet und es scheint sich alles gegen dich zu verschwören. Aber das sind die wichtigen Phasen, in denen du dich nicht unterkriegen lassen darfst und hart arbeiten musst, um den Bock umzustoßen. Aber wie ich sagte, es sind 82 Spiele und diejenigen, die Höhen und Tiefen am besten managen, werden am Ende ganz vorne stehen."

Aber wie führt das Ganze zu einer besseren Ausbeute auf dem Eis?

"Ich denke wir haben es in der letzten Saison gesehen, als wir in den ersten Spielen jeweils fünf Tore geschossen haben und schnell der Meinung waren, dass das so weitergehen würde. Wir haben unglaubliche viele Tore geschossen und ich selbst habe ständig getroffen, dass es selbst mir schon unheimlich war. In diesem Jahr sind wir nicht so reingekommen. Da kannst du natürlich ins Grübeln kommen, aber es ist, wie gesagt, wichtig eine gesunde Balance zu halten, egal wie es läuft. Mit gewonnen Spielen im Rücken, die dir Selbstvertrauen geben, ist es natürlich einfacher."

Video: NYR@OTT: Grabner fälscht Zuccarellos Pass ab

Trotzdem ist das Tabellenbild unglaublich eng und eine Schwächephase würde schnell den derzeitigen Platz gefährden. Wie schwer ist es nach heute in das Tagesgeschäft überzugehen?

"Jeder Punkt zählt, weil es in der Division und auch in der Eastern Conference sehr eng zugeht. Es ist wichtig Tag ein und Tag aus bei Allem Spaß zu haben und es zu genießen. Das Winter Classic war ein tolles Erlebnis, aber morgen, wenn der Puck wieder fällt, geht es weiter und wir müssen wieder unsere Arbeit verrichten und uns nichts aus den Dingen machen, die um uns herum passieren."

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