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McDavid, Lucic wichtige Fragen bei den Oilers

von Derek Van Diest / NHL.com

NHL.com bietet im August detaillierte Analysen aller 30 Teams. Heute die größten Gründe für Optimismus und die größten Fragezeichen bei den Edmonton Oilers:

Vier Gründe um optimistisch in die Saison zu blicken:


1. Connor McDavid's zweite Saison

Hätte sich McDavid vergangene Saison nicht sein Schlüsselbein gebrochen und hätte er dadurch nicht 37 Spiele verpasst, wäre er ein heißer Anwärter auf die Calder Trophy als Top-Rookie der NHL gewesen.

Edmonton hatte noch nie einen Gewinner der Calder Trophy (Wayne Gretzky kam nicht in Frage, da er vor seiner ersten NHL-Saison in der World Hockey Association gespielt hatte).

McDavid erzielte 48 Punkte (16 Tore, 32 Assists) in 45 Partien für die Oilers und sein Durchschnittswert von 1,07 Punkten pro Spiel in der letzten Saison war der beste aller Rookies und der viertbeste aller Ligaspieler. Seit Gretzky gab es in Edmonton nicht mehr so viel Aufsehen über einen Spieler, der seine zweite Saison bestreiten wird.

2. Cam Talbot's Konstanz im Tor

Die Oilers nahmen bewusst ein Risiko in Kauf, als sie in einem Trade mit den New York Rangers einen Ersatztorwart holten und ihm zum ersten Mal in seiner Karriere einen Posten als Nummer 1 anboten.

Talbot erwischte einen schwachen Start, doch als er sich daran gewöhnt hatte die Nummer 1 zu sein wurde er immer sicherer und war häufig Edmontons bester Spieler. Er erreichte als Rückhalt einer wackeligen Defensive eine Bilanz von 21-27-5 mit einem Gegentrefferschnitt von 2,55 bei einer Rettungsquote von 91,7 Prozent.

Die Oilers erwarten von Talbot, dass er in seiner zweiten Saison als Nummer 1 noch besser sein wird und dass sie erstmals seit Dwayne Roloson in der Saison 2008/09 wieder über einen zuverlässigen Torwart verfügen.

3. Der Zugang Milan Lucic

Die Oilers hatten es beim NHL Draft 2006 verpasst Lucic auszuwählen und waren dann zehn Saisons lang auf der Suche nach einem Stürmer wie er einer ist.

Ein Starspieler (McDavid), eine neue Arena (Rogers Place) und sein ehemaliger GM (Chiarelli) lockten Lucic als Unrestricted Free Agent nach Edmonton.

Lucic erhofft sich, dass er und Chiarelli ihren Erfolg wiederholen können den sie bei den Boston Bruins hatten, wo sie 2011 den Stanley Cup gewannen.

"Er ist ein wichtiges Puzzlestück in unserem Team", sagte Oilers Center Ryan Nugent-Hopkins. "Er ist ein großer, offensivstarker Spieler und er ist, wie ich gehört habe, ein mannschaftsdienlicher Spieler. Er ist ein weiterer älterer Spieler (28), der schon viel in der Liga rumgekommen ist und auf jedem Niveau Siege einfahren konnte. Ich glaube schon, dass er für uns enorm wichtig ist."

4. Beständiges Trainergespann

Bevor Todd McLellan vor der vergangenen Saison nach Edmonton kam, verschlissen die Oilers sechs Trainer in sieben Jahren. McLellan bringt Beständigkeit nach Edmonton.

Durch die häufigen Trainerwechsel konnten die Oilers nicht von der einen auf die nächste Saison aufbauen, laufend mussten sie ein neues Spielsystem annehmen. McLellan beendete diesen Teufelskreis und Edmontons Nachwuchsspieler sollten sich dadurch schneller weiterentwickeln.

Diese drei Kernfragen beschäftigen die Oilers:

1. Wird Milan Lucic die notwendige Verstärkung sein?

Lucic bringt Größe und Entschlossenheit in den Kader, doch kann er mit dem Tempo von McDavid und eventuell Jordan Eberle in der Topreihe mithalten? Lucic erzielte vergangene Saison 55 Punkte (20 Tore, 35 Assists) bei den Los Angeles Kings und nachdem Taylor Hall weg ist benötigen die Oilers Lucic damit er die Lücke in der Offensive füllt.

2. Wie sehr wird Adam Larsson der Oilers' Defensive helfen können?

Larsson kam von den New Jersey Devils, um die schwache Abwehr zu verstärken und die Oilers haben einen hohen Preis dafür bezahlt. Der 23-Jährige ist eine Verstärkung, doch man muss bedenken, dass sie bei dem Tausch Hall abgegeben haben.

Laut McLellan soll Larsson hauptsächlich im eigenen Drittel verlässlich sein und muss sich keine Sorgen über zu hohe Erwartungen machen.

"Er wird hinzukommen und seine Sache durchziehen", sagte McLellan. "Wir glauben, dass er jeden Abend 20, 22 Minuten auf höchstem Niveau spielen kann. Wird er sich zu einem Spieler wie [Kris] Letang einer ist, entwickeln können, der es auf 70 Punkte bringen kann? Wir erwarten das nicht. Wir glauben eher, dass er ein Spieler wie Marc-Edouard Vlasic (San Jose Sharks) werden kann und sehr gut gegen die Topspieler der Gegner agieren wird. Er wird genauso sein Spiel finden und wachsen, wie das gesamte Team."

3. Werden die Oilers ihre 10-jährige Playoffmisere beenden?

Edmonton wird kommende Saison ein stärkeres Team mit einem soliden Torhüter und einer besseren Abwehr haben. Es gibt schon eine Menge Gründe anzunehmen, dass sie sich zum ersten Mal seit 2006 wieder für die Playoffs qualifizieren können.

Die vergangene Saison beendeten die Oilers 17 Punkte hinter einem Playoffplatz und sie lagen 28 Zähler hinter den in der Pacific Division drittplatzierten Sharks.

Da nun McDavid in seine zweite Saison geht, Lucic hinzugekommen ist und sie in einer neuen Arena spielen werden, gibt es viel Euphorie vor dem Saisonstart, doch es steht noch eine Menge Arbeit bevor, damit die Oilers auch wirklich ein Wörtchen um die Vergabe der Playoffplätze mitreden können

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