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Matthews bei Leafs zurück zu den Grundlagen

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

NIAGARA FALLS, Ontario – Das Gale Centre ist ein paar Minuten vom tosen der berühmten Wasserfälle entfernt und mehr als eine Stunde vom Lärm Torontos. Hier in der Stille einer leeren Halle, mit nur ein paar Fans, die durch die Fenster zusehen, mischte sich Auston Matthews, der Pick Nummer eins des NHL Draft 2016 am zweiten Tag des Trainingslagers der Maple Leafs unter 40 andere Nachwuchstalente.

Fast.

"Da ist er!", schrie der 5-jährige Landon Sicard, als er ihn sah.

Da war Auston Matthews, mit der unauffälligen Nummer 63 und machte die gleichen Übungen wie alle anderen. Da war Auston Matthews, nach zwei Stunden auf dem Eis auf einem Knie und sammelte Pucks ein, wie alle anderen auch.

Aber er leitete auch viele Übungen, nutzte seinen 1,88 Meter, 95 Kilo Körper um den Puck besser zu schützen, als die kleineren Spieler und ging schneller in die freien Räume und bewegte sich besser mit dem Puck als die anderen.

"Auston wird es ins Team schaffen", sagte Cole Sicard, Landons 9-jähriger Bruder. "Ich bin mir sicher."

Das war Matthews erstes richtiges Training auf dem Eis für die Maple Leafs. Es ging um die Grundlagen, nicht darum etwas zu beweisen. Darum ein Fundament für die Zukunft zu legen, nicht die Zukunft vorherzusehen.

Die Trainer ließen die Spieler detaillierte Übungen ausführen, filmten sie mit einem iPad, analysierten die Videos gleich auf dem Eis mit ihnen und ließen sie weiter Übungen machen.

Irgendwann lief Matthews ohne Schläger und Puck hin und her und arbeitete an seiner Lauftechnik, wie ein Kind. Barb Underhill, eine ehemalige Kanadische Eiskunstläuferin und bekannte Skatingtrainerin, hatte einen speziellen Kritikpunkt.

"Man kann sich immer verbessern und an Kleinigkeiten arbeiten", sagte Matthews. "Ihre Hauptkritik an mir war, dass ich meine linke Schulter nicht genug drehe. Das will ich natürlich abstellen. Sie achtete sehr genau darauf."

Underhill legte ihm ein Seil um die Hüfte und lies sich von ihm übers Eis ziehen. Dann stand sie da und sah ihm zu, während er mit Schläger, aber ohne Puck fuhr. Als er an ihr vorbei rauschte, nickte sie zufrieden.

"Wenn man ein richtig guter Profi ist, findet man heraus wie man selbst aus solchen Kleinigkeiten Kapital schlägt", sagte Stürmer Jeremy Bracco, ein Pick der zweiten Runde des letzten Jahres, der mit Matthews im USA Hockey's National Team Development Program spielte. "Niemand ist perfekt. Ich weiß, er will sich einfach jeden Tag verbessern."

Aber auf subtile Weise, viel Matthews immer noch als Mann zwischen Jungen auf. Er ist 18, sieht aber nicht so aus. Er war schwerer als die anderen Stürmer in seiner Gruppe. Das sah man, als er mit den anderen in einer Reihe stand und auch, als die Trainer mit ihm daran arbeiteten den Puck zu schützen und zu erobern. Matthews nahm an der Bande den Puck auf, schirmte ihn gegen einen Trainer ab und sprintete ohne Problem übers Eis. Er verlor den Puck nicht wie andere.

"Er ist ein großartiger Spieler und deshalb wurde er als erster gewählt und deshalb ist er hier", sagte Bracco. "Er wird von Anfang an einschlagen."

Matthews kämpfte sich bis zu einem Trainer, der den Verteidiger spielte durch und schoss den Puck in die Ecke. Vielleicht setzte er seinen Körper zu viel ein.

"Wir sollten rein kommen und uns Platz schaffen", sagte Matthews. "Beim ersten Mal hab ich den Trainer ein bisschen hart getroffen. Die Jungs haben darüber gelacht. Aber es war lustig."

Dann gibt es noch seinen Schuss. Die Spieler arbeiteten an Schlenzern und daran kurze Pässe abzuschließen. Matthews nicht. Wenn er das Tor verfehlte, dann Weil er auf eine Ecke zielte. Wenn er es nicht verfehlte, waren die Chancen gut das er ein Tor machte.

"Er gehört zur Elite", stellte Torwart Kasimir Kaskisuo fest. "Er hat einen starken Schuss. Guter Abschluss. Kluge Entscheidungen vor dem Tor."

Nochmal: in diesem Trainingslager geht es darum, sich zu entwickeln, nicht sich zu beweisen. Die Spieler werden bis Donnerstag weiter daran arbeiten. Aber am Freitag werden sie in Niagara Falls spielen und am Samstag in Toronto.

"Ich glaube wir freuen uns alle auf Freitag und Samstag", sagte Matthews, "spielen zu dürfen und zu zeigen, was wir diese Woche gelernt haben und gegeneinander antreten zu können."

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