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Lightning-Offensive hat noch Luft nach oben

Tampa glänzt in der Serie gegen die New Jersey Devils vor allem durch starke Abwehrarbeit

von Axel Jeroma @nhlde / NHL.com/de Autor

Die Tampa Bay Lightning stehen in der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs. In ihrer Auftaktserie in der Eastern Conference setzten sie sich gegen die New Jersey Devils mit 4:1 (5:2, 5:3, 2:5, 3:1, 3:1) durch. Allerdings tat sich der Favorit aus Florida wesentlich schwerer, als es der klare Gesamtstand vermuten lässt. Mit Ausnahme von Spiel 2 waren alle Begegnungen hart umkämpft und wurden erst in den letzten Minuten endgültig entschieden. Von der Dominanz und dem Angriffswirbel der Lightning aus der regulären Saison war in der Best-of-Seven-Serie gegen die Devils nur phasenweise etwas zu sehen.

 

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Tampas Verteidiger Victor Hedman führte dieses Manko zu einem großen Teil auf die couragierten Auftritte des Kontrahenten aus Newark zurück. "Die Devils haben sich die gesamte Serie hindurch als starker Gegner präsentiert. Wir sind froh, dass wir eine Runde weiter sind", sagte er erkennbar erleichtert nach dem entscheidenden 3:1-Heimsieg am Samstag in der Amalie Arena. Bereits in der Hauptrunde hatte New Jersey dem Stanley-Cup-Aspiranten das Leben schwer gemacht und alle drei Begegnungen für sich entschieden. Dieser Umstand dürfte vielen Lightning-Spielern während der fünf Auseinandersetzungen in den Playoffs im Kopf herumgespukt sein.

Die Grundlage fürs Weiterkommen schufen die Lightning in erster Linie durch eine starke Defensivleistung. Schlussmann Andrei Vasilevskiy stellte mehrfach unter Beweis, dass er zurecht zu den drei Anwärtern auf die Vezina Trophy für den besten Torwart dieser Saison zählt. Er stand in allen fünf Playoff-Begegnungen zwischen den Pfosten. Dabei parierte er 159 Schüsse und musste lediglich zehn Gegentore hinnehmen. Seine Fangquote beträgt ausgezeichnete 94,1 Prozent.

Video: NJD@TBL, Sp5: Vasilevskiy rettet die Führung

Die drei Verteidigerpaare Hedman-Dan Girardi, Anton Stralman-Ryan McDonagh und Braydon Coburn-Mikhail Sergachev hielten die Offensive der Devils um Taylor Hall und Nico Hischier weitgehend in Schach und lieferten auch nach vorne wertvolle Impulse. So besorgte Sergachev am Samstag die wichtige 1:0-Führung. Es war der erste Treffer des 19-jährigen Rookies in den Playoffs, der damit zugleich als jüngster Endrunden-Torschütze in die Klubgeschichte einging.

Stralman sieht das Abwehrverhalten bei den zwei 3:1-Erfolgen als entscheidenden Faktor für die Zweitrunden-Qualifikation an. "Gerade in diesen beiden Matches haben wir defensiv sehr gut gearbeitet und viel Druck auf die Devils-Spieler ausgeübt", meinte er.

 

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Als echte Verstärkung erwies sich der bei der Trade-Deadline im Februar von den New York Rangers verpflichtete McDonagh. Mit vier Scorerpunkten aus fünf Einsätzen ist er der beste Verteidiger der Lightning in den laufenden Playoffs.

Die Statistik in der Offensive führt wenig überraschend Nikita Kucherov an. Der Flügelstürmer erzielte in der ersten Playoff-Runde fünf Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Die Hauptrunde hatte er mit exakt 100 Punkten (39 Tore, 61 Assists) als drittbester Scorer der NHL hinter Connor McDavid (Edmonton Oilers/108) und Claude Giroux (Philadelphia Flyers/102) abgeschlossen.

Video: NJD@TBL, Sp5: Kucherov bezwingt Schneider vom Punkt

Nach der Auftaktserie der Playoffs stehen für die Top-Reihe der Lightning mit Kucherov, Steven Stamkos und J.T. Miller - ebenfalls eine Nachverpflichtung von den Rangers - insgesamt 20 Scorerpunkte zu Buche. Zwar ist sie damit auf dem Papier die erfolgreichste Offensivformation, allerdings besteht leistungsmäßig durchaus Luft nach oben. Vor allem Kapitän Stamkos konnte dem Angriffsspiel der Lightning bislang noch nicht wie erhofft seinen Stempel aufdrücken. Mit nur einem Tor aus fünf Spielen blieb der Center hinter den Erwartungen zurück.

Da der Kader jedoch über eine enorme Tiefe im Sturm verfügt, sorgten andere Spieler für die nötigen Tore. An erster Stelle zu nennen ist dabei Alex Killorn, der den Puck viermal im Gehäuse der Devils unterbrachte. Für eine positive Überraschung sorgte zudem Ondrej Palat mit seinen vier Punkten (ein Tor, drei Vorlagen). In der regulären Saison gehörte er lediglich zu den durchschnittlichen Scorern im Team.

Stark nachgelassen haben die Lightning im Verlauf der Serie im Powerplay. In den letzten beiden Partien ließen sie alle zehn Gelegenheiten ungenutzt. In den drei Begegnungen zuvor hatte das noch völlig anders ausgesehen. Fünf von neun Überzahlspielen der Lightning führten zu einem Torerfolg. In diese Richtung sollte sich die Quote wieder entwickeln, egal wie der Gegner in Runde 2 der Stanley Cup Playoffs heißt.

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