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Kevin Weekes: Crosby ist wieder ganz der Alte

von Kevin Weekes / NHL.com

Über die Saison schreibt der frühere nhl-Goalie und aktuelle NHL-Experte Kevin Weekes über Spieler, Teams, Begegnungen und Trends, die ihm ins Auge fallen.


Sidney Crosby

Crosby wandelt wieder auf alten Pfaden. Der Center der Pittsburgh Penguins nimmt den Puck geradezu in Beschlag. Er spielt, schießt und trifft. Es hat ihm geholfen, wieder in einer Reihe mit Chris Kunitz zu sein. Er ist fit und schnell. Das ist ein Grund, warum Kunitz eine Stütze darstellt, die mit Crosby über die Jahre zusammengespielt hat.

Mit dem 0-3 bei den New York Rangers am Mittwoch endete eine imposante Serie von Crosby mit Treffern in sieben aufeinanderfolgenden Spielen und Punkten bei elf Matches in Serie. In 22 Spielen kam er auf 18 Tore und 16 Assists.

Die Abwehrreihen der Penguins haben sich im Spiel nach vorne gesteigert.

Das war genau das, was General Manager Jim Rutherford als Ziel ausgegeben hatte, als er mir von der Trainingsumstellung berichtete.

Seit er seine Verletzung auskuriert hat, verfügt Kris Letang über viel mehr Tempo als vorher. Er spielt geradezu wie ein Besessener (acht Tore und 24 Punkte in 16 Spielen).

Olli Maatta ist gesund und spielt gut.

Trevor Daley hat sich als guter Baustein fürs Team erwiesen, seit er von den Chicago Blackhawks geholt wurde. Zu jeder Zeit können sich die drei Burschen steigern. Das hilft natürlich Crosby, aber noch wichtiger - den Penguins.

Crosby ging durch ein Tal der Tränen.

Mein Kollege Mike Rupp prophezeite vor einiger Zeit auf NHL Network: Wenn Crosby abfällt, kommt er stärker zurück. Rupp hat recht behalten.

Spieler mit 20 Treffern

Vier Spieler haben am Donnerstag ihr 20. Saisontor erzielt: John Tavares (New York Islanders), Wayne Simmonds (Philadelphia Flyers), Brandon Saad (Columbus Blue Jackets) und Patrice Bergeron (Boston Bruins).

Die Lage ist bei allen verschieden. Tavares hat sein Spiel wiedergefunden (vier Tore in sechs Spielen). Simmonds, der die Chance auf 30 Treffer in dieser Saison hat, ist der zweitbeste Net-Front-Scorer der Liga, neben Correy Perry von den Anaheim Ducks.

Simmonds verbuchte acht Tore in acht Spielen. Saad wurde ein All-Star in dieser Saison, die für ihn aber bislang durchwachsen verlaufen ist, nachdem er vom Stanley-Cup-Sieger Chicago Blackhawks zu den Blue Jackets wechselte, die zu kämpfen hatten. Aber er ist sein Geld wert und bringt gute Leistungen. Bergeron ist so verlässlich wie eh und je. Sehenswert sein Tor Nummer 20 am Donnerstag.

Er leistete gute Arbeit im eigenen Drittel, bevor er vorne traf.

Noch eine Randnotiz von Bergeron: Sein Teamkollege Brad Marchand ist wirklich gut gewesen.

Abgesehen von der 9-2-Pleite gegen die Los Angeles Kings am Dienstag, wo wirklich alle – einschließlich dem Orgelspieler im TD Garden– neben der Kappe standen. Er traf zuletzt fünfmal nacheinander und in 10 von 11 Partien.

Einen ähnlichen Lauf haben derzeit J.T. Miller und Derick Brassard mit den Rangers.

Miller erfüllt mehr und mehr die Erwartungen der Rangers an seine Schnelligkeit und sein Geschick. Er erzielte neun Tore in elf Spielen. Mir gefällt, dass er jetzt viel stärker auftritt.

Man kann das bei einigen Toren sehen, die er zuletzt geschossen hat.

Auch wenn man sich nicht gut fühlt und nicht bei 100 Prozent ist: Wenn man sein ganzes Geschick und Talent in die Waagschale wirft, ist es unglaublich, zu was man fähig ist. Brassard ist inzwischen zum Mittelstürmer Nr. 1 herangereift und konnte in den letzten Spielzeiten einen stetigen Punktezuwachs verzeichnen.

Er führt die Statistik der Rangers bei Toren (18) und Punkten (40) an und hat sein Spiel auf eine neue Niveaustufe gehoben.

Pacific Division

Für alle Freunde der Westküste: Man beachte das ständige Hin und Her in der Pacific Division.

Die San Jose Sharks fuhren am Dienstag nach Chicago und schossen die Blackhawks 2-0 ab und setzten ein Ausrufezeichen.

Das zeigt, wie gut sie in der Fremde spielen (18-8-2).

Sie haben gerade eine Auswärtsserie von vier Spielen beendet und starten nächste Woche einen erneuten Trip mit fünf Spielen auf gegnerischem Eis.

Die Los Angeles Kings haben das zweite von sieben Partien ihrer jüngsten Auswärtsserie bestritten.

Die Kings sind Tabellenführer, obwohl die Anaheim Ducks besser spielen (1-1-1 lautet die Bilanz ihrer Reise mit sieben Auswärtsspielen. Die Vancouver Canucks und die Arizona Coyotes folgen im Klassement.

Es bleibt in den nächsten zwei Monaten ein spannendes Rennen in Richtung der Playoffs.

Hartley hat die Calgary Flames im Griff

Bob Hartley leistete große Arbeit indem, wie er die Angelegenheit Sean Monahan-Johnny Gaudreau-Lance Bouma löste.

Die drei Akteure waren am Montag zu spät beim Training erschienen und deshalb für das Match am Dienstag gegen die Toronto Maple Leafs zum Zuschauen verurteilt worden.

Jeder von uns macht Fehler.

Viele andere Spieler haben ebenso über die Jahre Fehler in der Liga gemacht. Hartleys Entscheidung, die drei Akteure für ein Spiel zu sperren und die Sache dann abzuhaken, sagt viel über seine routinierte Art als Trainer aus.

Einige seiner Amtskollegen hätten sicher nicht so gehandelt und sich nicht so hinter die Spieler gestellt ohne sie aus der Verantwortung zu entlassen.

Hartley und die Trainer hätten den Medien viel über die drei Jungs erzählen können. Sie haben es aber nicht getan.

Das ist der Moment, wo du als Spieler merkst, dass die Verantwortlichen hinter dir stehen. Das ist nicht immer der Fall, und es muss sich gut anfühlen für Gaudreau, Monaham und Bouma. Vor allem für die ersten beiden, die noch zu den Youngsters in dieser NHL Franchise zählen. Sie wissen, dass sie einen Bock geschossen haben und sie allein dafür die Verantwortung tragen.

Barry Trotz von den Washington Capitals war mit Alex Ovechkin ähnlich umgegangen, als der im Oktober zu spät zum Training kam und Trotz ihn ebenso nur für eine Partie suspendierte.

Trotz behielt seine Glaubwürdigkeit in der Kabine und den Respekt der Spieler.

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