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Das lange Warten für Kevin Fiala hat ein Ende

Dem Schweizer Stürmer der Predators gelingt gegen die Capitals das erste Tor der Saison

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Nashvilles Stürmer Kevin Fiala befand sich bereits auf dem Rückweg in die neutrale Zone, als sich völlig unvermittelt doch noch eine prima Torgelegenheit auftat. Ein Verteidiger der Washington Capitals vertändelte den Puck im Slot. Der Schweizer schaltete gedankenschnell und beförderte das Spielgerät humorlos und unter gütiger Mithilfe von Washingtons Schlussmann Braden Holtby zu seinem ersten Saisontreffer in die Maschen. Kollektiver Jubel auf der einen und ungläubiges Kopfschütteln auf der anderen Seite folgten besagter Aktion. Mit dem zwischenzeitlichen 4:2 ging für den 21-jährigen St. Gallener eine lange Wartezeit zu Ende. Seit den Playoffs im April hatte er sich nicht mehr in die Torschützenliste eingetragen.

Nicht nur wegen seines Premierentreffers 2017/18 verlebte Fiala beim 6:3-Sieg der Predators gegen das Team aus der US-Hauptstadt am Dienstag einen schönen Abend. Er zählte zu den auffälligsten Akteuren auf dem Eis und lieferte auch die Vorlage zum Führungstor durch Craig Smith. Verdienter Lohn für die gelungene Darbietung war die Kür zum First Star des Matches.

Video: WSH@NSH: Fiala fälscht einen Schuss ins Tor ab

Der Linksaußen hatte in der vergangenen Spielzeit den Durchbruch bei den Predators geschafft. In der Hauptrunde 2016/17 verbuchte der Erstrundenpick beim NHL Draft 2014 (Gesamtposition 11) in 54 Begegnungen insgesamt 16 Scorer-Punkte (11 Tore, 5 Assists). Nach starken Leistungen in der Auftaktrunde der Playoffs gegen die Chicago Blackhawks mit zwei Toren, folgte für ihn der bitterste Moment in seiner Laufbahn. Gleich im ersten Duell der Serie gegen die St. Louis Blues krachte er mit voller Wucht in die Bande und musste mit der Trage vom Ort des Geschehens gebracht werden. Die niederschmetternde Diagnose lautete: Oberschenkelbruch. Mindestens so schmerzhaft wie die Verletzung selbst war für Fiala der Umstand, dass er bei den Stanley-Cup-Finalspielen der Predators gegen die Pittsburgh Penguins zum Zuschauen verurteilt war.

Die Rekonvaleszenz im Sommer verlief gut, so dass der Schweizer gleich zu Saisonbeginn wieder auflaufen konnte. Bislang wirkte er in 16 von 17 Partien mit. Vor der nächsten Aufgabe am Donnerstag bei den Minnesota Wild hat er neun Scorer-Punkte (1 Tor, 8 Vorlagen) auf seinem Konto. Eine besondere Genugtuung für Fiala war ein Treffer am Samstag, der allerdings keinen Eingang in der Scorer-Wertung fand. Beim 5:4-Erfolg der Predators nach Penaltyschießen gegen die Penguins in der heimischen Bridgestone Arena versenkte er seinen Versuch und sorgte damit bei der Revanche gegen den Finalkontrahenten für einen Big Point.

Danach bekam er von seinem Landsmann Roman Josi ein dickes Lob. "Kevin hat schon vor seinem Penalty ein klasse Spiel gemacht", sagte der Predators-Kapitän der Schweizer Tageszeitung Blick. Fiala gab das Kompliment postwendend zurück: "Roman ist der beste Spieler in unserer Mannschaft und ein toller Mensch. Er hat mir hier in Nashville von Anfang an geholfen."

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