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Kevin Fiala will sich ehrgeizig durchsetzen

von Stefan Herget / NHL.com

Mit dem Verteidiger Roman Josi hat die Schweiz einen sehr guten Vertreter in der NHL bei den Nashville Predators. Er ist ein Musterbeispiel dafür, dass es auch junge Profis aus dem deutschsprachigen Raum zum Spitzenniveau in der besten Eishockeyliga der Welt schaffen können. Josi ist ein Topverdiener der Predators und hatte ligaweit in der Saison 2014-15 mit die meiste Eiszeit absolviert.

Könnte sein, dass Josi schon bald Unterstützung in der Mannschaft von einem Landsmann erhält. Nashville sicherte sich im NHL Draft 2014 an insgesamt elfter Stelle in der ersten Runde die Rechte am Schweizer Nachwuchsstürmer Kevin Fiala.

Nachdem es in der vergangenen Spielzeit nur zu einem NHL-Einsatz in der regulären Saison und einem in den Playoffs reichte, möchte der 18-jährige Linksaußen zur neuen Spielzeit angreifen und sich längerfristig einen Platz im starken Kader von Trainer Peter Laviolette sichern.

Er entschied sich bereits im Mai nach Nashville zurückzukehren um mit dem Training für die Saison 2015-16 zu beginnen und den Verantwortlichen so zu zeigen, dass er bereit sei alles dafür zu tun, bereits im Oktober zum Saisonauftakt im Kader der Predators zu stehen.

„Ich wollte frühzeitig hier nach Nashville kommen, um die Stadt besser kennenzulernen und hier zu trainieren und das zu tun, was Nashville möchte, damit ich ins Team komme“, sagte Fiala vergangene Woche beim Entwicklungscamp der Predators. Er absolvierte viele Trainingseinheiten mit Predators Kraft- und Konditionstrainer David Good, um kräftiger und besser zu werden.

''Es war wirklich eine schöne Erfahrung“, erzählte Fiala beeindruckt von seinen beiden Auftritten. „Ich bin sehr glücklich, dass ich zwei Spiele spielen konnte. Ich habe gesehen, wie hoch das Niveau in der NHL ist, besonders gegen Chicago. Sie waren so gut, so dass ich nun weiß, wo das Niveau liegt und ich werde hart dafür arbeiten, dahin zu kommen.'' Das wird auch nötig sein, um sein Ziel zu erreichen, denn mindestens acht der zwölf Stürmer sind gesetzt und die verbliebenen vier Plätze werden aufgrund der Qualität im Kader und der vorhandenen Talente hart umkämpft sein.

Erfahrung für das nordamerikanische Eishockey, insbesondere auf der kleineren Eisfläche, konnte Fiala neben den Kurzauftritten in der NHL in seinen Einsätzen im Farmteam in der AHL für die Milwaukee Admirals sammeln, für die er in 33 Spielen elf Tore erzielen und neun weitere vorbereiten konnte.

Verteidiger Jonathan-Ismael Diaby, der in Milwaukee Fialas Teamkollege war, sieht den in St. Gallen geborenen Ostschweizer auf einem guten Weg und ist beeindruckt von seiner Überzeugung. “Er ist so selbstbewusst”, sagt Diaby. “Er glaubt an sich selbst. Er weiß, dass er gut ist. Er weiß, dass dort draußen einer der guten Spieler sein kann. Sein Ego, es ist gut und schlecht, wie es Pro und Contras gibt, aber er ist so selbstbewusst. Man sieht es in seinem Spiel. Er ist gut mit dem Puck, er scheut keinen Fehler und das ist gut für ihn.“

 

Diaby betont auch, dass der Unterschied zwischen Junior- und dem professionellen Eishockey sehr groß ist. Trotzdem ist dieser zu schaffen, wie viele Talente beweisen. Nashville hat so schon einige Nachwuchsleute hervorgebracht, zuletzt Filip Forsberg. Der Schwede war in seiner ersten Saison mit 63 Punkten der erfolgreichste Predator und der beste Rookie.

Fiala hofft, dass er die Chance bekommt zu beweisen, dass er ebenfalls die Fähigkeiten hat, in der NHL zu spielen und zu überzeugen. In seinen bisherigen Stationen hat er eine gute Schnelligkeit gezeigt und dass er ein begabter Spielmacher mit sehr viel Übersicht ist.

Ab September im Trainingscamp muss Fiala beweisen, ob es schon reicht, zur Saisoneröffnung gegen die Carolina Hurricanes am Eis zu stehen. Den Ehrgeiz dafür entwickelt er zweifelsohne. Er muss ihn nur richtig einsetzen und eventuell genauso etwas Glück haben.

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