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Karlssons Vielseitigkeit hilft den Sharks

von Shawn Roarke / NHL.com

PITTSBURGH --Melker Karlsson, Stürmer in Reihen der San Jose Sharks, hatte am Donnerstag das Glück des Tüchtigen. Bei seinem Torschuss beim Sieg über die Pittsburgh Penguins hatte er den Puck überhaupt nicht richtig getroffen. Dennoch flatterte die Scheibe zwischen Arm und Körper von Pens-Goalie Matt Murray hindurch ins Netz: Es war das vorentscheidende 3-2 nach 14:47 Minuten im ersten Drittel. 4-2 hieß es am Ende für die Gäste aus San Jose.

Mit dem Sieg erzwangen die Sharks ein weiteres Spiel am Sonntag daheim in Kalifornien und verlängerten so die Saison. Darüber hinaus vermiesten sie den tausenden Penguins-Fans im Consol Energy Center und vor dem Stadion die geplante gigantische Party.

Mit einem genialen, ansatzlos gespielten Rückhandpass hatte Center Logan Couture das 3-2 eingeleitet. Der Puck landete genau bei Karlsson, der sich zwischen den Bullykreisen postiert hatte und sofort erfolgreich abzog. "Ich hatte den Pass genau dorthin erwartet", sagte der Schwede. Allerdings kam er weniger hart an als gedacht. Deswegen traf er die Scheibe beim folgenden Torschuss auch nicht voll, was aber dem Ergebnis bekanntlich nicht schadete. Aus fast der gleichen Position hatte Karlsson bereits in Spiel 4 eingenetzt.

Karlsson agierte in Spiel 5 am Donnerstag zusammen mit Couture und Patrick Marleau in der zweiten Reihe der Sharks. Begonnen hatte er die Finalserie in der dritten Reihe. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Tomas Hertl in Spiel 2 wechselte er in die erste Reihe.

Seine Vielseitigkeit erwies sich als Plus für die Sharks, die während der gesamten Finalserie Probleme beim Torabschluss hatten und daran regelrecht verzweifelten. "Melker passt in jede Reihe. Er spielt mit allen", lobte ihn Kapitän Joe Pavelski. "Er liest den Puck überall in Tornähe auf und haut ihn rein. Heute hat der Junge einen ganz besonders wichtigen Treffer gemacht." Am Donnerstag stand er übrigens bei allen drei Toren der Sharks im ersten Drittel auf dem Eis.

Karlsson ist im Laufe der Serie immer stärker geworden. Seine Fähigkeiten im Angriff, beim Forechecking, beim körperbetonten Spiel gegen die Penguins-Verteidiger und im Defensivverhalten haben sich als äußert wertvoll erwiesen.

"Ich versuche einfach hart zu arbeiten. Noch reicht meine Energie ein Weilchen. Mir geht´s gut", sagte der Angreifer nach dem Match in Pittsburgh. Besonders freut er sich, dass im heimischen SAP Center jetzt noch Spiel 6 ansteht und er nach der Rückkehr deshalb nicht seinen Spind ausräumen muss, wie man das am Saisonende üblicherweise tut. "Wir haben den in unserem zweiten Heimspiel verlorenen Punkt aus Pittsburgh zurückgeholt. Nun dürfen wir die Partie am Sonntag zu Hause auf keinen Fall abgeben", so Karlsson.

Er glaubt, dass der Druck bei den Penguins größer ist. Von drei Matchbällen zum Gewinn des Stanley Cups haben sie einen vergeben. Zwei sind übrig. Die Sharks wollen ihrerseits alles dafür tun, die Serie am Sonntag auszugleichen. "Den entscheidenden vierten Punkt zu holen, ist nämlich gar nicht so einfach", orakelte Karlsson. Bei einem Sieg der Sharks in Spiel 6 käme es am Donnerstag in Pittsburgh zum endgültigen Showdown um den Stanley Cup 2016.

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