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Kanada gewinnt mit 2-0 und ist Weltmeister

von Axel Jeroma / NHL.com

Kanada ist der alte und neue Weltmeister. Die Ahornblätter besiegten am Sonntagabend im Finale von Moskau die Mannschaft aus Finnland mit 2:0 (1-0, 0-0, 1-0). Die Tore für den Titelverteidiger erzielten Connor McDavid und Matt Duchene.

Die Kanadier schlugen die Finnen mit ihren eigenen Mitteln. Sie machten die Räume in der eigenen Zone eng, so dass es für die Finnen kaum ein Durchkommen gab. Mit schnell vorgetragenen Angriffen setzten sie zudem immer wieder Nadelstiche. Gegen diese Spielweise fanden die Finnen während der gesamten Spieldauer kein Rezept. In der Gruppenphase hatte Finnland den Kanadiern mit der gleichen Taktik die einzige Niederlage bei dieser WM beigebracht.

Kanada versuchte gleich in der Anfangsphase das Spiel an sich zu reißen. Nach zwei Minuten prüfte Taylor Hall den finnischen Goalie Mikko Koskinen mit einem Schuss vom rechten Bullykreis. Der Torhüter konnte die Scheibe nicht festhalten, so dass sie knapp am Gehäuse vorbei tänzelte.

Wenig später hatte Mark Scheifele die Riesenchance zur Führung für die Kanadier (4.). Er kam frei am finnischen Torraum an den Puck. Doch Verteidiger Ville Pokka brachte im allerletzten Moment sein Schlägerblatt dazwischen und verhinderte, dass Scheifele die Scheibe über die Linie drückte. Am Ende bereinigte Koskinen die Situation mit seiner Fanghand.

Auf der Gegenseite hatte Mikael Granlund die erste Gelegenheit für die Finnen. Mit einer feinen Einzelleistung spielte er sich auf der rechten Seite von der hinteren Bande vor das Tor und zwang Schlussmann Cam Talbot zu einer Glanzparade.

Mitte des ersten Abschnitts prüfte Mikko Rantanen den kanadischen Schlussmann mit einem Handgelenkschuss vom linken Bullykreis. Talbot pflückte den Puck sicher mit der Fanghand herunter.

Wenige Augenblicke später verlor die finnische Defensive für einen Moment die Zuordnung. Das nutzten die Kanadier zur Führung durch Connor McDavid (12.) Für ihn war es der erste Treffer bei diesem Turnier. McDavid passte an der Mittellinie auf Matt Duchene, der die Scheibe vor das Tor der Finnen weiterleitete. Dorthin war McDavid zwischen zwei finnischen Verteidigern hindurch in Position gelaufen. Unhaltbar für Koskinen schlenzte er den Puck unter die Latte.

Die Finnen brauchten eine Weile, um sich vom Schreck des Rückstands zu erholen. In der Schlussphase des ersten Abschnitts kamen sie aber noch zu guten Chancen. Die beste vergab Patrick Laine. Er stand plötzlich frei vor Talbot, der den Puck jedoch mit dem rechten Schoner abwehrte.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts gaben die Finnen mächtig Gas. Juuso Hietanen scheiterte an Talbot (22.), weil er sein Schuss nicht wuchtig genug war.

Die Kanadier brachten die Partie in der Folgezeit wieder unter Kontrolle. Mit der Führung im Rücken spielten sie geduldig von hinten heraus. Sie verwickelten die Finnen in Zweikämpfe und ließen ihnen keinen Platz für gelungene Spielzüge. Finnland kam erst spät im Mitteldrittel durch Jarno Koskiranta zu einer weiteren guten Gelegenheit. Doch einmal mehr war Talbot auf dem Posten (38.).

Wenige Sekunden vor der zweiten Pause hätten die Kanadier ihre Führung beinahe ausgebaut. Hall hatte Verteidiger Michael Matheson auf links angespielt. Dessen Schuss fand jedoch nicht ins Ziel. So blieb es nach 40 Minuten beim 1-0 für Kanada.

Im letzten Drittel wogte das Match hin und her. Beide Teams lauerten auf ihre Chance. Ein Schlenzer von Ryan O`Reilly touchierte die Latte (44.). Weil die Kanadier in der Defensive weiter keine Fehler machten, ergaben sich für die Finnen kaum zwingende Aktionen vor dem Tor von Talbot. Daran änderte sich auch nichts mehr, als Coach Kari Jalonen in der Schlussminute den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm.

Im Gegenteil: Wenige Sekunden vor dem Ende verloren die Finnen den Puck in der gegnerischen Zone. Duchene ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und chippte den Puck ins verwaiste Gehäuse zum alles entscheidenden 2-0. Danach war Schluss. Finnland trauerte und Kanada jubelte.

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