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Junge Verteidiger mit Potenzial

von Bernd Roesch / NHL.com

Wenn man nicht gerade Aaron Ekblad heißt, der Gewinner der Calder Memorial Trophy 2015, ist es für einen Verteidiger in jungen Jahren schwerer in der NHL Fuß zu fassen als für einen Stürmer im gleichen Alter.

Nur 16 von 41 in der Spielzeit 2014/15 eingesetzten Verteidigern, die zu Saisonbeginn 21 Jahre oder jünger waren, bestritten mehr als 40 Partien (39,02%). Zum Vergleich:

Bei den Angreifern betrug diese Quote 47,12% (41 von 87).

Neben Ekblad, 19, der es in seinem Rookie-Jahr für die Florida Panthers in 81 Partien auf zwölf Tore und 39 Scorerpunkte gebracht hatte und, wer möchte daran zweifeln, auch in den kommenden Jahren für Furore in der NHL sorgen wird, haben diese fünf jungen Blueliner das Potenzial sich kommende Saison noch weiter ins Rampenlicht zu spielen und sich früher oder später, so noch nicht bereits geschehen, für die erste Defensivreihe bei ihrem Team zu empfehlen.

Matt Dumba, 21, Minnesota Wild

Beim NHL Draft 2012 von den Wild in der ersten Runde an Nummer 7 gedraftet konnte Dumba seine ersten NHL-Erfahrungen in der Saison 2013/14 machen, in der er 13 Mal zum Einsatz kam.

Auch zu Beginn der vergangenen Saison wurde der in Regina geborene Kanadier wieder zurück ins AHL-Farmteam geschickt. Eine Maßnahme, die seiner Leistung förderlich war.

Ab Februar durfte sich Dumba wieder bei den Wild auszeichnen und nutzte seine Chance.

In den letzten 20 Saisonspielen 2014/15 kam Dumba auf vier Tore und vier Assists.

Auch seine Playoffausbeute in den Partien gegen die Blues und die Blackhawks konnte sich mit zwei Toren und zwei Vorlagen sehen lassen. Dumba schloss die Saison 2014/15 mit einem hervorragenden +/-Wert von +13 ab.

Seth Jones, 20, Nashville Predators

Jones, Nashvilles Erstrundendraftpick 2013 (Nummer 4), konnte sich gleich in der darauffolgenden Saison nachdem er gezogen wurde bei den Predators durchsetzen. Er bestritt 77 Partien in 2013/14.

Gegenüber seinem Rookie-Jahr verbesserte der Texaner in der vergangenen Saison vor allem sein Defensivverhalten.

Jones bekam mit 19:52 Minuten die drittmeiste Eiszeit pro Spiel unter den Verteidigern der Predators. In den letzten drei Playoffpartien gegen die Blackhawks konnte Jones jeweils einen Treffer mit vorbereiten. Es ist ihm durchaus zuzutrauen, dass er in der kommenden Spielzeit die 40 Punkte-Marke erstmals knacken wird.

Hampus Lindholm, 21, Anaheim Ducks

So abgeklärt wie Lindholm in den Stanley Cup Playoffs 2015 auf dem Eis agiert hat, konnte man sehr leicht vergessen, dass der Schwede erst 21 Jahre alt ist.

In den 16 Playoffpartien seiner Ducks kam Lindholm auf zehn Scorerpunkte (2T, 8A). Rechnet man diese Ausbeute auf eine volle Saison hoch wären für Anaheims Erstrundendraftpick von 2012 sogar 50 Zähler möglich.

Ohne Zweifel ist Hampholm einer der besten jungen Verteidiger in der NHL. Beeindrucken konnte er in seinen ersten zwei NHL-Jahren mit einem +/-Wert von +29 in 2013/14 und von +25 in 2014/15.

In beiden Spielzeiten absolvierte er 78 Partien und brachte es dabei auf 30 bzw. 34 Scorerpunkte.

Olli Maatta, 21, Pittsburgh Penguins

Aufgrund einer langwierigen Schulterverletzung konnte Pittsburghs junger Verteidiger in der vergangenen Saison nur 20 Spiele bestreiten, nachdem er als Rookie in 2013/14 mit neun Treffern und 20 Assists in 78 Partien für Aufsehen gesorgt hatte.

Der Finne, den die Penguins 2012 an Nummer 22 gedraftet hatten, zählt zu den ganz großen Offensivtalenten unter den Bluelinern.

Unter Beweis stellen konnte er sein Können auch schon bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi mit der finnischen Nationalmannschaft (3 Tore, 2 Assists in 6 Spielen).

Sollte Maatta in der anstehenden Spielzeit vom Verletzungspech verschont bleiben dürfte er seinen Penguins noch viel Freude bereiten.

Morgan Rielly, 21, Toronto Maple Leafs

Als junger Verteidiger hatte man es bei den Maple Leafs in den vergangenen Jahren nicht leicht. Die Ansprüche sind bei dem Traditionsteam, auch aufgrund des Druckes von außen, enorm hoch.

Rielly, 2012 an Nummer 5 gedraftet, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen in seinen ersten zwei NHL-Jahren erfüllen.

Sowohl 2013/14 wie auch 2014/15 kratzte der aus Vancouver stammende Blueliner mit 27 und 29 Scorerpunkten an der 30 Punkte-Marke.

Diese wird in der anstehenden Saison wohl fällig sein. Im Schnitt bekam Rielly, der an seinem verbesserungswürdigen Defensivverhalten noch arbeiten muss, 20:20 Minuten Eiszeit pro Spiel.

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