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ESDW Predators gegen Jets: 5 Gründe einzuschalten

Roman Josi und die Überzahl der Jets stehen im Fokus beim NHL Europa-Spiel der Woche am Sonntag

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

NHL.com/de geht jeden Freitag in der Saison 2019/20 auf das am Samstag oder Sonntag zur Primetime in Europa stattfindende NHL Europa-Spiel der Woche besonders ein, indem fünf Gründe für das Anschauen der Partie, vorgestellt werden. In dieser Ausgabe geht es um das Spiel der Nashville Predators gegen die Winnipeg Jets.

Das zweite an diesem Wochenende ausgestrahlte NHL Europa-Spiel der Woche bestreiten am Sonntag um 20.00 Uhr MEZ die Nashville Predators bei den Winnipeg Jets (live bei Sport1, DAZN, Teleclub Sport, NHL.tv).

Bei der Partie werden drei Schweizer Verteidiger auf dem Eis stehen. Für die Jets tritt Luca Sbisa an, die Predators werden von Kapitän Roman Josi angeführt, der in der Abwehr von Yannick Weber unterstützt wird. Beide Teams kämpfen als direkte Konkurrenten in der Central Division um einen Platz in den Stanley Cup Playoffs. Die Jets haben auf dem vierten Platz der Division und dem zweiten Wildcard-Platz der Western Conference mit 52 Punkten (24-17-4) gegenüber den Predators mit 47 Zählern (20-16-7) die Nase vorn.

 Video: Luca Sbisa über die Anpassung an das System der Jets

Fünf Gründe, warum es sich lohnen wird, das Spiel live anzuschauen:

Josi ist nicht zu stoppen

Predators-Kapitän Josi Ist zurzeit einfach unaufhaltbar und liefert Zahlen, die so manchen Stürmer vor Neid erblassen lassen. Er punktete in jedem der vergangenen zwölf Spiele und verbuchte dabei 20 Punkte (sieben Tore, 13 Assists). Die Predators erzielten in dieser Zeit insgesamt 47 Tore, Josi war an 42,5 Prozent der Treffer beteiligt. Diese Erfolgsserie ist beispielhaft für eine überragende Saison des 29-jährigen Verteidigers aus Bern. Mit 46 Punkten (14 Tore, 32 Assists) führt er die Predators nach Punkten und Assists an und ist ihr zweitbester Torschütze. Unter allen Verteidigern der Liga liegt er in allen drei Bereichen auf Rang zwei, nur Dougie Hamilton von den Carolina Hurricanes traf einmal mehr, nur John Carlson von den Washington Capitals weist mehr Vorlagen und Punkte aus.

"Manchmal hat man einfach Glück", spielte Josi seine Leistungen nach einem 4:1-Sieg gegen die Los Angeles Kings vergangenen Samstag herunter. "Manchmal springt der Puck einfach richtig und geht rein. Ich versuche einfach die ganze Saison mein bestes Eishockey zu zeigen und bei meinem Spiel zu bleiben, egal was passiert. Ich denke das habe ich in den vergangenen Spielen gemacht und der Puck ist für mich gut gelaufen."

Video: ARI@NSH: Josi haut Handgelenkschuss vom Punkt rein

Kann Hynes eine Siegesserie starten?

Die Predators entließen aufgrund des enttäuschenden Saisonverlaufs am Montag Trainer Peter Laviolette und stellten am Dienstag John Hynes als seinen Nachfolger vor. Nur wenige Stunden später traten die Predators gegen die Boston Bruins an und unterlagen klar mit 2:6. In der nächsten Partie folgte jedoch ein 5:2-Sieg gegen die Chicago Blackhawks. Hynes, der im Dezember von den New Jersey Devils entlassen worden war, feierte seinen ersten Erfolg und will nun die Aufholjagd in Richtung Playoffs starten. Dazu braucht das Team dringend einige Siege in Folge, denn der zweite Wildcard-Platz ist fünf Punkte entfernt, der dritte Platz der Division acht Punkte. Da die Jets aktuell die Wildcard belegen, könnten die Predators deutlich Boden gut machen. Sie gewannen zuletzt am 21. und 23. Dezember zwei Spiele in Folge, mehr als zwei Siege hintereinander gab es seit Oktober nicht mehr.

"Das ist ein hartes Jahr für unser Team und wir alle, Spieler, Trainer, Manager und Torhüter, mussten viel Kritik einstecken", gab General Manager David Poile nach dem Sieg gegen die Blackhawks zu und betonte die Bedeutung des ersten doppelten Punktgewinns unter Hynes. "In unserer Position ist das ein extrem wichtiger Sieg, damit müssen wir versuchen, wieder in das Rennen um die Playoffs zu kommen."

Video: Luca Sbisa spricht über die Playoff-Bemühung der Jets

Kampf der Rivalen

In den vergangenen drei Saisons sammelte kein anderes Team der Central Division so viele Punkte wie die Predators und die Jets. Nashville kam vom Herbst 2016 bis zum Sommer 2019 auf stolze 311 Punkte, stand einmal im Stanley Cup Finale, holte zweimal den Division-Titel und einmal die Presidents' Trophy. Die Jets liegen mit 300 Punkten nur knapp dahinter. 2018 trafen die beiden Teams in der zweiten Runde der Playoffs aufeinander und lieferten sich einen spannenden Schlagabtausch über die volle Distanz, am Ende gewannen die Jets nach sieben Spielen. In den drei Jahren stellten die Jets mit 789 Toren die erfolgreichste Offensive der Division und der Western Conference, die Predators mit 636 Gegentoren die beste Abwehr der Divsion und Conference. Es treffen zwei Teams aufeinander, die in den vergangenen Jahren alle Erwartungen übertrafen und sich zu zwei der Spitzenteams im Westen entwickeln konnten, in der aktuellen Saison ihren eigenen hohen Ansprüchen jedoch nicht gerecht werden.

Augenschmaus im Powerplay

Die Jets liegen in der Tabelle zwar nur im Mittelfeld, sorgen aber immer wieder für sehenswerte Szenen und Tore. In den vergangenen Wochen gelingt ihnen das besonders in Überzahl oft. Während sie über die gesamte Saison mit 21,2 Prozent Powerplay-Quote Rang elf belegen, stehen sie seit Anfang Dezember mit 29,4 Prozent nur hinter den Toronto Maple Leafs (32,5). Von ihren 15 Powerplaytoren in dieser Zeitspanne erzielten Mark Scheifele und Kyle Connor jeweils fünf, nur Leon Draisaitl traf öfters. Verteidiger Neal Pionk bereitete neun der Treffer vor, Blake Wheeler sieben. Besonders Wheelers Präzisionspässe quer durch die gegnerische Abwehr, die oft zu einer krachenden Direktabnahme von Scheifele führen, sind ein Genuss für jeden Jets-Fan.

Jets hoffen auf Heimserie

In den vergangenen neun Spielen holten die Jets enttäuschende acht von 18 möglichen Punkten (3-4-2), zuletzt mussten sie vier Mal auswärts antreten und gewannen dabei zwei Spiele. Gegen die Predators bestreiten sie das erste von drei Heimspielen in Folge. Vor den fanatischen Anhängern in Winnipeg soll nun eine Erfolgsserie gestartet werden, um wieder in den Kampf um die Spitzenplätze der Central Division eingreifen zu können. Nach dem Spiel gegen die Predators folgt am Dienstag das kanadische Duell mit den Vancouver Canucks, am Freitag wartet mit den Tampa Bay Lightning ein harter Brocken. Umso wichtiger ist es, dass in den ersten beiden Heimspielen Punkte in Winnipeg bleiben, denn die Lightning sind mit neun Siegen in Folge derzeit das erfolgreichste Team der Liga.

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