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Jagr bereits die Nummer 3 der Punktbesten

NHL.com @NHL

Es ist ein erstaunlicher Gedanke, dass im Olymp der erfolgreichsten Punkteproduzenten aller Zeiten in der NHL ein quirliger junggebliebener Kerl namens Jaromir Jagr einen Platz an der Seite von Gordie Howe eingenommen hat.

Der 44-jährige Rechtsaußen der Florida Panthers stellte diese Woche mit dem 1850. Punkt seiner NHL-Karriere die Bestmarke von "Mr. Hockey" Gordie Howe ein.

Diesen Wert erreichte Jagr nach 1611 Spielen, 156 weniger als Howe.

"Man sollte Spaß haben und zugleich hart arbeiten, dann kommen diese Zahlen von ganz alleine zustande", wird Jagr auf der Panthers-Webseite zitiert.

"Es macht immer Freude, wenn man gut spielt. Aber das bedeutet gleichzeitig mehr Druck. Wer einmal gut spielt, von dem wird stets etwas mehr erwartet. Aber so muss es auch sein", fügt der Tscheche hinzu.

Am Sonntag startet Jagr bei den Arizona Coyotes (21.00 ET, 15.00 MEZ/NHL TV) seine Jagd auf den Zweitplatzierten in der Punktewertung, den Kanadier Mark Messier. Der hat noch 37 Punkte Vorsprung auf seinen Verfolger von der Panthers.

Um Messier einzuholen, braucht Jagr zwei Punkte aus jeder der 18 restlichen Begegnungen der Hauptrunde. Messier verbuchte 1887 Punkten in 1756 Spielen. Spitzenreiter ist die Hockey-Legende Wayne Gretzky mit 2857 Punkten, die er in 1487 Partien erzielte.

Howe stand in 1687 Spielen für die Detroit Red Wings auf dem Eis. Für die Hartford Whalers bestritt er 80 Matches in einer Saison (1979-80). Sechs Jahre spielte er in der World Hockey Association. Jagr verpasste drei NHL-Serien durch ein dreijähriges Gastspiel in der Kontinental Hockey League von 2008 bis 2011.

Jagr fehlen außerdem nur noch 57 Tore zur Marke von 800 Treffern. 58 benötigt er noch, um zu Howe aufzuschließen (801 Tore) und sich auf den zweiten Platz vorzuschieben. Einen Spitzenplatz hat Jagr schon inne. Keiner in der NHL hat mehr Siegtreffer auf dem Konto als er (133). Auf dem zweiten Platz bei diesem Ranking liegt Phil Esposito (118).

"Ich habe immer gesagt: Wer ein guter Hockeyspieler sein will, muss sich gut in der Geschichte dieses Sports auskennen", so Jagr.

"Man muss die Jungs wertschätzen, die vor einem zu den Stars der Liga gehörten. Ich hatte die Gelegenheit, fast alle, die zu den Top-Ten-Torjägern zählen, persönlich zu treffen. Ich respektiere sie so sehr für ihre Leistungen." Gegen einige habe er noch gespielt, andere habe er abseits des Eises kennengelernt oder am Fernsehen gesehen, wie Gordie oder Phil Esposito.

In den vergangenen sieben Spielen erzielte Jagr für die Panthers vier Tore und lieferte vier Vorlagen. Mit 48 Punkten (21 Toren, 27 Vorlagen) in 61 Begegnungen ist er Top-Scorer der Panthers. Der Stürmer spielt eine bedeutende Rolle beim Kampf der Panthers um den ersten Platz in der Atlantic Division der Eastern Conference und dem Bemühen, den Playoff-Platz abzusichern. Es wäre erst die zweite Playoff-Teilnahme der Panthers in den vergangenen 15 Jahren.

Jagr hat sich viel Respekt und Anerkennung für seine Leistungen und seinen Einsatz verdient.

"Wenn wir den Spielern einen Tag frei geben, zuckt Jaromir mit den Schultern und geht aufs Eis", sagt sein Trainer Gerard Gallant. "Er tut das, was er will. Genau so sollte es sein. Er ist 44 und weiß, was ihn zu einem guten Hockey-Spieler macht. Er weiß, wie man sich auf ein Spiel vorbereitet. Wir als Trainer machen uns immer Sorgen darüber, dass er müde sein könnte, aber er hat immer nur das nächste Spiel im Kopf." Im Moment habe es den Anschein, als breche Jagr jeden zweiten Tag irgendeinen Rekord. "Diese Aufmerksamkeit ist natürlich gut für unseren Verein und die jungen Spieler", betonte Gallant.

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